Korrektur - Cambridge Club https://cambridge-club.com Wissen ist Macht Fri, 08 Dec 2023 07:10:29 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.2 https://i0.wp.com/cambridge-club.com/wp-content/uploads/2023/04/cropped-logo-anchor-small.png?fit=512%2C512&ssl=1 Korrektur - Cambridge Club https://cambridge-club.com 32 32 Keine Entwarnung vor einer Banken- und Kreditkrise 2024 https://cambridge-club.com/keine-entwarnung-vor-einer-banken-und-kreditkrise-2024/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=keine-entwarnung-vor-einer-banken-und-kreditkrise-2024 Fri, 08 Dec 2023 07:10:13 +0000 https://cambridge-club.com/?p=2581 Die Implosion von Signa verdeutlicht, wie sehr Deutschland zum Epizentrum der europäischen Gewerbeimmobilienkrise geworden ist.„Die insolvente Signa Holding hat Verbindlichkeiten von 5 Milliarden Euro und ist damit die größte Insolvenz der österreichischen Nachkriegsgeschichte. Die beiden wichtigsten Immobilien-Sparten — Signa Prime und Signa Development — hatten Ende letzten Jahres Verbindlichkeiten von mehr als 13 Milliarden Euro.“, […]

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Die Implosion von Signa verdeutlicht, wie sehr Deutschland zum Epizentrum der europäischen Gewerbeimmobilienkrise geworden ist.

„Die insolvente Signa Holding hat Verbindlichkeiten von 5 Milliarden Euro und ist damit die größte Insolvenz der österreichischen Nachkriegsgeschichte. Die beiden wichtigsten Immobilien-Sparten — Signa Prime und Signa Development — hatten Ende letzten Jahres Verbindlichkeiten von mehr als 13 Milliarden Euro.“, schreibt Bloomberg.

Dabei ist für Branchenkenner weniger die Pleite an sich überraschend, die sich schon über Jahre hinweg schleichend abzeichnete, sondern wie die österreichische Verwaltung offensichtlich mit Samthandschuhen arbeitet, um das Privatvermögen und Ansehen von Herrn Rene Benko zu schützen, der sein Imperium wie einen wackeligen Schuldenturm erbaute.

Anders ist es nicht zu verstehen, dass ausgerechnet die Signa ihr Insolvenzverfahren in "Eigenverwaltung" durchführen darf, was bedeutet, dass die für die Insolvenz verantwortlichen Manager weiter am Ruder bleiben.

Dabei zeigen viele Berichte, dass die Signa-Immobilien mit utopischen Zahlen in den Büchern stehen. Wie Der Treasurer mit Hinweis auf Bloomberg berichtete, wurden einige Immobilien in Berlin zum Beispiel mit dem 45-fachen der Mieteinnahmen bewertet. Der Kehrwert 1/45 ergibt eine Mietrendite von 2,2% oder weniger als die Hälfte dessen, was normalerweise branchenüblich sein sollte. Infolgedessen dürften viele Landesbanken ihre Kredite voraussichtlich um mindestens 50% abschreiben müssen.

Wie der ehemalige Deutsche Bank Vorstand über Baulöwe Jürgen Schneider einst sagte, das seien doch alles nur Peanuts…

Bloomberg berichtet, wie schwer der deutsche Immobilienmarkt bereits in der Krise steckt: 

„Die Banken des Landes, die von der Immobilienkrise während der globalen Finanzkrise weniger stark betroffen waren, trugen dazu bei, das Geschäft anzukurbeln. Laut einer Studie der Bayes Business School bieten deutsche Kreditgeber immer noch routinemäßig Hypotheken in Höhe von bis zu 80 % des Gebäudewerts an, verglichen mit etwa 60 % im Vereinigten Königreich. Das könnte das Land nun auf einen harten Abschwung vorbereiten. Deutsche Immobilienanleihen werden jetzt auf Sekundärmärkten zwischen 30 Cent und 70 Cent pro Euro verkauft.“

Wie die Societe Generale SA hier aufzeigt, sind die nicht realisierten Verluste der Banken nach wie vor alarmierend hoch, während die Abschreibungen auf gewerbliche Immobilienkredite, die in den Jahren seit der Globalen Finanzkrise erheblich zurück gegangen sind, gerade erst wieder zugenommen haben.

Der Umfang deutscher Hypotheken wurde im 2. Quartal auf 1,788 Billionen Euro geschätzt, das sind 80% oder 800 Milliarden Euro mehr als 2008. Wie die jüngsten Abschreibungen signalisieren, dürften wir in den kommenden Jahren erhebliche Löcher in den Bankbilanzen verarbeiten müssen.

Wir sehen, dass die Banken - um ihre Profitabilität zu halten - ihre Buchverluste ignorieren. Würden sie ihr Kapital bereinigen, was durch höhere Zinsen eigentlich nötig wäre, dann wären sie faktisch insolvent und müssten gigantische Verluste verbuchen. Andererseits sehen die Bankmanager, dass ihre Sicherheiten nicht mehr ausreichen, um neue Kredite zu vergeben. Darum streichen sie die Kreditvergabe zusammen...

Die EZB Direktorin Isabel Schnabel scheint jedenfalls von den desolaten Wirtschaftszahlen der EU und den Immobilienpleiten Deutschlands bereits schockiert zu sein, wenn sie bereits das Ende der Zinserhöhungen bestätigt:

Erhebliche Abschreibungswellen dürften den Aktienmarkt belasten

Das Researchhaus Fathom Consulting merkte an, dass die Finanzkraft der Unternehmen sich über die letzten Jahrzehnte extrem eingetrübt hat.

So schreibt Bloomberg in einem Editorial:

„Die Finanzkraft des Unternehmenssektors ist schon seit einiger Zeit rückläufig, ein Trend, der nur kurz durch den Versuch der Sanierung im Zuge der globalen Finanzkrise 2008 unterbrochen wurde. Das folgende Diagramm, das von Dimos Andronoudis, Wirtschaftswissenschaftler bei Fathom Consulting in London, zusammengestellt wurde, klassifiziert alle börsennotierten US-Unternehmen nach ihrem Altman Z-Score - einem Maß, das von dem New Yorker Universitätsprofessor Edward Altman entwickelt wurde, um abzuschätzen, wie nah sie am Konkurs waren. Dabei werden Konzepte wie Rentabilität, Verschuldung, Liquidität, Solvenz und Aktivitätskennzahlen kombiniert. Im letzten Jahrhundert sahen mehr als die Hälfte aller börsennotierten Unternehmen nach Altmans Maßstäben stark und gesund aus. Diese Zahl ist nun zum ersten Mal in den Aufzeichnungen unter 10 % gesunken.“

Nicht einmal 10 Prozent aller Unternehmen gilt noch als „finanziell gesund“:

Mit anderen Worten: Anleger investieren heute in 91 % Schrott-Unternehmen, wenn sie keine kritische Bilanz- und Liquiditätsanalyse durchführen, welche die Höhe der tatsächlichen Verbindlichkeiten berücksichtigt.  Tatsächlich gelten laut dieser Analyse 36,2 % aller börsennotierten US-Unternehmen als „pleitegefährdet“ und 54,8 % als „Borderine“ Wackelkandidaten. Andronoudis weist daraufhin, dass ein größerer Teil an Unternehmen keine traditionelle Substanz mehr aufweist, sondern seine Gewinnkraft aus immateriellen Vermögenswerten zieht. Dennoch zeigt seine Analyse, dass die Besicherung für Kredite – wie es auch mit der Signa Holding deutlich wurde – schwer nachgelassen hat.

Meine Meinung: In unsicheren Zeiten wächst der Bedarf nach sicheren Cashflows

Weiterhin bin ich der Überzeugung, dass die meisten Aktien weltweit drastisch überbewertet sind und im Finanzsektor – bei Banken und Versicherern – 2024 noch erheblicher Wertberichtigungsbedarf insbesondere für Immobilien besteht. Deshalb suche ich vor allem nach sicheren Cashflows, mit hohen Dividendenpotenzialen die ich weiterhin im Energiesektor, bei den Goldminen sowie bei starken Unternehmen im Konsumsektor finde.

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Aktien: Jetzt beginnt der Bärenmarkt – Diese Auffangkurse sichern Ihr Depot ab https://cambridge-club.com/aktien-jetzt-beginnt-der-baerenmarkt-diese-auffangkurse-sichern-ihr-depot-ab/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=aktien-jetzt-beginnt-der-baerenmarkt-diese-auffangkurse-sichern-ihr-depot-ab Fri, 06 Oct 2023 10:07:02 +0000 https://cambridge-club.com/?p=1994 Obwohl Experten eigentlich im Vorwahl-Herbst für die USA keine dramatische Verschlechterung der Finanzmärkte erwarteten, weisen die Daten auf eine Verknappung der verfügbaren Liquidität hin, welche die Aktienkurse weiter belasten.Die Ausgangslage ist dieses Jahr völlig neu. Die Hälfte der neu platzierten US-Anleihen, in einem Volumen von derzeit mehr als 500 Milliarden US$ pro Monat muss mittlerweile […]

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Obwohl Experten eigentlich im Vorwahl-Herbst für die USA keine dramatische Verschlechterung der Finanzmärkte erwarteten, weisen die Daten auf eine Verknappung der verfügbaren Liquidität hin, welche die Aktienkurse weiter belasten.

Die Ausgangslage ist dieses Jahr völlig neu. Die Hälfte der neu platzierten US-Anleihen, in einem Volumen von derzeit mehr als 500 Milliarden US$ pro Monat muss mittlerweile von Inländern gekauft werden und die Nachfrage wird derzeit eher bei den kurzen einjährigen Laufzeiten bedient. Dieses kurzsichtige Verhalten erhöht das Risiko einer plötzlichen Verstopfung der langfristigen Anleihenmärkte, die für den Finanzmarkt ähnlich wie die Arterien im Körper sind. Kommt es hier zu einem Stau der Nachfrage bei der Nachfrage nach längerfristigen Anleihen, erhöht das die Risikoprämie für alle Anlageklassen und sorgt so für rückläufige Aktienkurse.

Diese Gefahr wird derzeit mit dem Rückgang des Nasdaq 100 und S&P 500 deutlich, die beide seit Ende Juli wieder stärker mit der Entwicklung der Anleihen korreliert. Seit Herbst 2022 hatten sich die Kurse hier vorübergehend stark voneinander abgekoppelt.

Zuletzt stiegen die Zinsen bei Hochzinsanleihen auf den dritthöchsten Wert seit dem pandemischen Schock. Gemessen am ICE BofA US High Yield Index stehen die Zinsen wieder auf fast 9%. 2020 erreichten sie kurzzeitig ein Niveau von 12% und im Herbst 2022 von knapp 10%.

Insgesamt führen diese höheren Zinskosten dazu, dass Rückkaufprogramme bei Aktien für Unternehmen mit relativ höheren Schulden unattraktiver werden und den Bewertungsniveaus eher schaden, weil die zu zahlenden Zinsen über der erwarteten Gewinnrendite liegen.

Meines Erachtens befinden sich die Aktien nun klar am Beginn eines Bärenmarktes

Das Sentiment hat jüngst schon eine leichte Übertreibung erreicht, sodass sich der Abwärtstrend nun auch abflachen könnte, falls die Impulse der Ertragssaison zum 2. Quartal positiv ausfallen. Eine Prognose ist hier aber fast unmöglich und enttäuschen die Zahlen, ist auch eine Beschleunigung der Abwärtsbewegung realistisch. Das müssen Sie jetzt einfach abwarten.

Allerdings ist der Trend der Aktiengewichtung von Privatkunden der Bank of America (Abbildung links: Chart 19 GWIM equity allocation) schon länger rückläufig und erreichte jüngst 59%. Die Aktienquote liegt damit wieder im langfristigen Durchschnitt, jedoch immer noch weit über der Allokation von 39% zum Tiefpunkt der Finanzkrise 2009. Heute sind die Zinsen wieder so attraktiv, dass ich eine weitere Rückführung der Aktienquote bis auf 50% sehr wahrscheinlich erachte.

Fallende Stahlpreise belasteten jüngst auch unsere Vermögensaufbauliste mit Industrie-Werten

Der Index für Stahlaktien an der New Yorker Börse.

Der Kurs von ArcelorMittal (Cambridge Vermögensaufbau-Aktie) hat nachgegeben, obwohl die Deutsche Bank ihre Kauf-Einschätzung bestätigte, aber sagte, „dass der Stahlhersteller einen sequenziellen Rückgang der Zahlen im dritten Quartal melden könnte, der durch schrumpfende Margen und geringere Mengen beeinträchtigt wird.“

Jefferson de Paula, der den brasilianischen Zweig des weltweit zweitgrößten Stahlherstellers ArcelorMittal leitet, sagte bei einer Industriekonferenz in Brasilien, dass billiger Stahl aus Russland und China den Markt überschwemmt. Chinesische und russische Unternehmen würden „den Markt mit Stahlprodukten zu subventionierten Preisen überschwemmen".

Langfristig halte ich ein Engagement im sehr günstig bewerteten Stahlsektor für weiterhin spannend, weil vor allem Indien stärker wächst und den Weltstahlverbrauch begünstigt. ±±

Allerdings waren auch meine Favoriten, wie Arcelor Mittal und XXX seit dem Jahreshoch im März – als ich Ihnen zu Teil-Gewinnmitnahmen und einer maximal halben Positionshöhe riet – rückläufig.

Potenzielle Auffangkurse und Rückkauf-Niveaus sind:

Die Mitte August begonnene Korrektur-Welle sollte zunächst noch weiter gehen:

Das rückläufige Stahlpreise und Kurse bei den Stahlaktien hatte ich bereits als Indiz für eine bevorstehende Korrekturwelle vorhergesehen und Ihnen am 16. August, in der Wochenausgabe 33/2023 ab Seite 7 „Wie wahrscheinlich ist das Korrektur-Szenario“ geschrieben:

"Trotzdem bewerte ich aus der hohen Korrelation in der Vergangenheit heraus, den Indikator als aussagekräftig, dass wir vor einer Korrekturphase im Industriesektor stehen. Momentan halte ich mich darum auch mit Zukäufen im Sektor zurück.“

Seit dieser Feststellung hat der Dow Jones Industriewerteindex schon 2.000 Punkte oder rund 6% verloren und damit seinen Anstieg seit Jahresbeginn aufgezehrt. Der Dow Jones signalisiert damit eine deutlich gedrückte Investorenstimmung und befindet sich nun wieder in seinem Abwärtstrend, der durch ein tieferes Zwischenhoch bestätigt wurde und über die kommenden Wochen bis Monate zu einem Rückgang unter 30.000 Punkte führen könnte.

 In dieser Phase stark rückläufiger Aktienkurse und Schätzungen im Industriesektor, halte ich mich mit dem Aufbau von neuen Positionen zurück. Es ist einfacher, die Schnäppchenkurse auf dem Weg nach unten zu nutzen, statt sich vorschnell auf vermeintlich günstige Aktien zu stürzen. Bestehende Absicherungs-Positionen bleiben intakt, wie der XXX-ETF (ISIN: XXX, WKN: XXX) und das XXX-Shortzertifikat (WKN: XXX) +76% seit 17.07 - +21% seit Erstvorstellung am 05.07. (Ausgabe 27/2023). Wer seine Liquiditätsquote über die letzten Wochen erhöht hat, darf dann in die Stärke hinein auch bei den Short-Wetten erste Positionsrückführungen betreiben, um zusätzliche Renditen zugunsten der „Cash-Quote“ mitzunehmen.

Hier wissen unsere Investment-Club-Mitglieder natürlich genau Bescheid und werden als erste davon profitieren...

Mehr Informationen über unsere "Exklusiven-Dienste" finden Sie hier:

https://cambridge-club.com/exklusive_dienste/

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