Preise - Cambridge Club https://cambridge-club.com Wissen ist Macht Thu, 03 Aug 2023 07:29:57 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.2 https://i0.wp.com/cambridge-club.com/wp-content/uploads/2023/04/cropped-logo-anchor-small.png?fit=512%2C512&ssl=1 Preise - Cambridge Club https://cambridge-club.com 32 32 Die Lebensmittelpreise werden weiter explodieren! https://cambridge-club.com/die-lebensmittelpreise-sollen-weiter-explosiv-steigen/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=die-lebensmittelpreise-sollen-weiter-explosiv-steigen Thu, 03 Aug 2023 06:14:11 +0000 https://cambridge-club.com/?p=1805 Derzeit führe ich meine Transaktionen an der Börse sehr behutsam durch und setze meine freie Liquidität nicht überstürzt ein, um einen „Trade“ zu generieren, der zurzeit mehr Risiken als Chancen hätte. Aus Sicht eines Investors in Rohstoffwerten beurteile ich die aktuelle Marktphase weiterhin als äußerst positiv. Zwar besitzt das Umfeld durch höhere Zinsniveaus kurzfristig noch […]

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Derzeit führe ich meine Transaktionen an der Börse sehr behutsam durch und setze meine freie Liquidität nicht überstürzt ein, um einen „Trade“ zu generieren, der zurzeit mehr Risiken als Chancen hätte. Aus Sicht eines Investors in Rohstoffwerten beurteile ich die aktuelle Marktphase weiterhin als äußerst positiv. Zwar besitzt das Umfeld durch höhere Zinsniveaus kurzfristig noch einige Herausforderungen, doch am Ende setzt sich die Unterbewertung und die Finanzkraft der Rohstoffwerte gegenüber den überschuldeten Volkswirtschaften durch.

Um Ihnen ein praktisches Beispiel zu geben, wohin die Reise geht, besuchen Sie einfach die nächste Penny-Filiale. Dort werden nämlich in einer Versuchsaktion, die bis 5. August läuft, neben den aktuellen Preisen die „wahren Preise“ für umweltfreundliche Produkte aufgezeigt, die um bis zu 94% über den aktuellen Preisen liegen.

Die Tagesschau berichtete darüber ebenfalls:

Vom 31.07. bis zum 05.08.2023 erhebt Penny auf mehrere Produkte einen Umweltausgleich und will damit eine Studie unterstützen. Doch wer misst am Ende die "indirekten" Kosten und wie wird das Geld, das nichts anderes als eine Steuer ist verteilt?

Wie das Finanzmagazin Capital in diesem lesenswerten Artikel schreibt: 

„Wer diese Woche bei Penny einkauft, muss feststellen: Auf den Preisschildern von neun Produkten ist der günstigere Preis durchgestrichen, daneben steht ein höherer Preis. Die Würstchen kosten jetzt etwa 6,01 Euro statt 3,19 Euro, der Mozzarella 1,55 Euro statt 89 Cent und der Fruchtjoghurt 1,44 Euro statt 99 Cent. Die Discounter-Kette sagt: Das ist der „wahre“ Preis. Denn was wir momentan normalerweise an der Supermarktkasse bezahlen, entspricht nicht den tatsächlichen Kosten.“

Ökonomen sprechen bei dieser Art der ganzheitlichen Betrachtung von indirekten Kosten, die für die Gesellschaft anfallen, ohne diese direkt bei den Preisen zu sehen.

Ökonomisch betrachtet verursachen die geringen Preise einen Marktfehler, erklärt der Ökonom Tobias Gaugler von der Technischen Hochschule Nürnberg:

„Wir bezahlen einen Preis für Lebensmittel, der weit geringer ist als wir ihn der Umwelt, der Gesellschaft und künftigen Generationen schulden“, sagt er. „Wenn die Effekte sozialer und ökonomischer Natur nicht in den Preis internalisiert sind, entsprechen weder die Preise noch die Nachfragemenge der Realität.“

Was so logisch und nachvollziehbar klingt, erzeugt allerdings mehrere größere Dilemmas.

Würde man die indirekten Kosten tatsächlich direkt auf die Preise aufschlagen, würde natürlich jedes Wirtschaftssubjekt versuchen, seine eigene Interpretation der indirekten Kosten zu maximieren.

Ein Betreiber von Windrädern würde seinen Strom zum Beispiel als umweltschonender darstellen als ein Gaskraftwerk. Dagegen dürften Anwohner, die vom Aufbau und Anblick der Windräder gestört würden oder Vogelschützer, die wahren indirekten Kosten deutlich höher schätzen.

Die Messung dieser Kosten, wird immer komplizierter und würde Heerscharen von Politikern, Ökonomen und Aktivisten einbeziehen, die natürlich auch „indirekt“ Kosten verursachen.

So konstatiert Capital am Ende des Artikels:

„Eine flächendeckende Einführung der Umweltkosten ist laut Experten zwar möglich, würde den Endverbraucher aber enorm belasten. Viele Menschen könnten sich die steigenden Preise schlicht nicht leisten. Schon bei dieser Aktion fragt man sich: Wer kauft überhaupt die teureren Produkte? Penny hat die Mengenkalkulationen für die betroffenen Produkte angepasst und rechnet bei der Aktion mit einem Umsatzrückgang in Höhe eines einstelligen Millionenbetrags.“

Tatsächlich geht es bei der Penny-Aktion noch um viel mehr als einfach nur einen wohlgewollten Versuch. In Wahrheit soll daraus eine Studie mit Handlungsempfehlungen für Politik, Landwirtschaft und Gesellschaft entstehen.

Im Hintergrund arbeiten natürlich längst ganz andere Kräfte. Nachdem die Politik weltweit die Schulden massiv erhöht hat, erfolgt den Ausweg aus der Misere über einen beschleunigten Kaufkraftrückgang. Mit jeder künstlichen Aktion werden die wahren Preise verzerrt und in Richtung gesteuerter – planwirtschaftlicher – Preise geführt.

Würden sich die Energie- und Lebensmittelpreise derart verteuern, wie die Experten es befürworten, bliebe bei den meisten Familien wohl kaum noch ausreichend Geld in der Haushaltskasse. Schon heute könnten sich laut Berechnungen des Magazins Spiegel mehr als jeder Zehnte täglich keine ausgewogene Mahlzeit mehr leisten und nur noch jeden zweiten Tag vernünftig essen.

Die derzeitigen Entwicklungen erinnern mich sehr an eine Passage im Buch von Mark Twain, das ich in meinem Arbeitsurlaub gerade gelesen habe:

Ein Yankee am Hofe des König Artus. 

Darin wird das Zeitreise-Abenteuer des US-Amerikaners Hank Morgan in das mittelalterliche 6. Jahrhundert beschrieben.

Die Handlung des Romans:

Ein typischer Connecticut Yankee des späten 19. Jahrhunderts wird bei einer Schlägerei mit einem Brecheisen auf den Kopf geschlagen und verliert das Bewusstsein.

Als er wieder aufwacht, stellt er fest, dass er in die Zeit des britischen Königs Artus, dem Helden vieler Ritterromane, zurückgereist ist. Nachdem er sich in einem der Kapitel des Romans mit König Artus angefreundet hat, reisen er und der König als arme Männer verkleidet durch Britannien.

Auf ihrer Reise treffen sie auf einen Schmied, der wegen seines unvorstellbaren Reichtums von seinen Mitbürgern geachtet und respektiert wird:

„Dowley war gekleidet wie ein Pfau. Ich hatte keine Schwierigkeiten, ihn zum Reden zu bringen und seine Geschichte zu erzählen; es war ein Vergnügen, unter dem Baum zu sitzen und seinem Geplapper zuzuhören.

Er hatte sein eigenes Glück geschmiedet. Und solche Männer sind gute Geschichtenerzähler; sie sind vertrauenswürdiger als andere und man glaubt ihnen gerne.

Er erzählte, wie er als Waisenkind ins Leben getreten war, ohne Geld und ohne Freunde; wie er schlechter gelebt hatte als die Sklaven irgendeines Herrn;

wie er sechzehn oder achtzehn Stunden am Tag gearbeitet und nur Schwarzbrot gegessen hatte; wie sein Fleiß schließlich die Aufmerksamkeit eines gütigen Schmieds erregte, der ihn mit dem großzügigen Angebot, ihn für neun Jahre als Lehrling zu nehmen, mit Verpflegung und Kleidung zu versorgen und ihm das Handwerk oder "das Geheimnis", wie Dowley es ausdrückte, beizubringen, fast vom Hocker riss.

Es war sein erster Aufstieg, sein erstes glänzendes Glück, von dem er noch heute mit Freude spricht und sich immer wieder darüber wundert, dass ein so außergewöhnliches Glück einem gewöhnlichen Menschen zuteilwerden konnte.

Während seiner ganzen Lehrzeit hatte er nie ein neues Kleidungsstück erhalten, aber an dem Tag, an dem seine Lehrzeit endete, schenkte ihm sein Meister ein neues Gewand aus grauem Stoff, in dem er sich unsagbar reich und schön fühlte.

Ich erinnere mich an diesen Tag! - rief der Wagenlenker begeistert aus.

Und ich auch! - rief der Maurer aus.

Ich habe damals nicht geglaubt, dass es deine Kleider sind. Ehrlich gesagt, ich habe es nicht geglaubt!

Niemand hat es geglaubt! - rief Dowley, und seine Augen funkelten. - Ich gab mir alle Mühe, die Nachbarn davon zu überzeugen, dass die Kleider nicht gestohlen waren. Es war ein großer Tag, ein großer Tag! Solche Tage vergisst man nicht.

Ja, sein Herr war ein guter Mann. Sein Geschäft lief so gut, dass er zweimal im Jahr Fleisch und Weißbrot, echtes Weizenbrot, bekam; in Wahrheit lebte er wie ein Lord. Mit der Zeit erbte Dowley sein Unternehmen und heiratete seine Tochter.

Und jetzt sieh nur, wie sich die Dinge verändert haben", sagte er andeutungsweise. - Zweimal im Monat esse ich frisches Fleisch.

Er schwieg für einen Moment, damit seine Zuhörer die volle Bedeutung dieser Worte verstehen konnten. - Und achtmal im Monat Corned Beef.

Es ist wahr", bestätigte der Wagenlenker und hielt den Atem an.

Ich habe es selbst gesehen", bestätigte der Maurer respektvoll.

Und Weißbrot steht jeden Sonntag auf meinem Tisch, das ganze Jahr über - fügte der Schmied feierlich hinzu.

Sagt mir mit gutem Gewissen, Freunde, ist das nicht wahr? Es ist wahr! - rief der Maurer.

Sagen Sie mir doch selbst, welche Möbel ich in meinem Haus habe! - Dowley breitete die Arme weit aus, als wolle er jedem die volle Redefreiheit gewähren. - Sagen Sie, was Sie wollen. Sagen Sie es, als wäre ich nicht da.

Du hast fünf Stühle, und die sind gut verarbeitet, obwohl deine Familie aus drei Personen besteht", sagte der Wagenlenker mit großem Respekt.

Und zum Essen und Trinken hast du sechs hölzerne Becher, sechs hölzerne Teller und zwei Zinnteller", sagte der Maurer feierlich.

Nun, jetzt weißt du, was für ein Mann ich bin, Bruder Jones", sagte der Schmied mit edler und freundlicher Herablassung. Du denkst sicher, dass ein solcher Mann Respekt verlangt und sich nicht unter Fremde mischt, bis er weiß, wer sie sind?

Aber keine Sorge: Du sollst wissen, dass ich bereit bin, jeden als Gleichen und Freund anzunehmen, ganz gleich, wie bescheiden seine Stellung in der Welt ist, solange er ein guter Mensch ist. Und zur Bestätigung meiner Worte, hier ist meine Hand; ich selbst erkläre, dass du und ich gleich sind, vollkommen gleich", und er lächelte alle mit dem selbstzufriedenen Lächeln eines Gottes an, der eine edle und wunderbare Tat vollbracht hat und sich dessen vollkommen bewusst ist.

Der König nahm die ausgestreckte Hand mit schlecht verborgenem Missfallen an und warf sie prompt weg, wie eine Dame einen glitschigen Fisch wegwirft; das Ganze machte einen ausgezeichneten Eindruck, denn man hielt es für die natürliche Verlegenheit eines Mannes, der vom Glanz der Majestät geblendet ist.“

Mir scheint es schon längst so zu sein, dass die gegenwärtige Politik mit fadenscheinigen Argumenten ebenfalls den Rückschritt in vergangene Jahrhunderte in einer verklärenden nostalgischen Form als eine unausweichliche aber letztlich sehr positive Entwicklung propagiert und mit ihren Forderung auf Energieverzicht den Fortschritt torpediert.

Meine Meinung: Eine erfolgreiche Zukunft und renditeorientierte Anlagestrategie verlangt Realismus statt Träumerei

Sie können die Rückschlüsse aus diesem Marktbericht für sich selbst ziehen.

Ich rufe darum alle Cambridge Club-Mitglieder dazu auf, den Supermarkt-Discounter Penny im August komplett zu boykottieren!

Wenn Sie genug davon haben, dass Ihre Kaufkraft und Entscheidungsfreiheit als Konsument von utopischen planwirtschaftlichen Vorstellungen geprägt wird, dass unser Leben immer weiter einschränken und verteuern wird, sollten Sie ein Zeichen gegen die Einführung von "indirekten Kosten" setzen. Aus meiner Sicht handelt es sich dabei um ein weiteres geplantes Instrument zur Beschränkung der Freiheit, dass wir nicht tolerieren sollten.

Neben der bereits höheren Inflationsrate, die das Resultat eines jahrzehntelangen instabilen schuldenbasierten Papiergeldsystems ist, führt die vermeintliche Klimaschutzpolitik zum gewissen Ausgang, einer weiteren erheblichen Einschränkung der Versorgungssicherheit von Energie und lebensnotwendigen Gütern.

Die jüngste Abstufung der US-Staatsanleihen zeigt, dass die Politik die drohenden Konsum- und Investitions-Ausfallraten und die Schmerzen der höheren Zinsen, nicht so einfach wie in Vergangenheit mit Staatsgeldern ausgeglichen werden kann.

Trotz der zunehmenden Hoffnung auf eine sanfte Landung nach den Zinserhöhungen, bleiben die Aktienbewertungen laut JP Morgan nach wie vor zu hoch und Zinssenkungen in den Industrieländern in naher Zukunft unwahrscheinlich.

Die Strategen von JP Morgan stellen darum fest:

„Wir bleiben jedoch skeptisch, da wir davon ausgehen, dass sich der Inflationsrückgang als unvollständig erweisen wird, so dass restriktive Maßnahmen bestehen bleiben, die die Anfälligkeit des privaten Sektors erhöhen und die globale Expansion beenden dürften.“

Hierzu passend, möchte ich Ihnen diese Grafik zeigen, die mir ein guter Freund schickte, der in der Solarwirtschaft arbeitet und dem sicher niemand vorwerfen würde, dass er die Zahlen zugunsten der konventionellen Energieerzeugung „manipulieren würde“.

Der dargestellte Energieverlust von 85% nach heutigen technischen Möglichkeiten, übersteigt die vertretbaren Umwandlungsverluste um ein Vielfaches und beschränkt die Wasserstoff-Wirtschaft auf ein experimentales Stadium:

Für potenzielle Wasserstoff-Investitionen und die defizitären Unternehmen mit deren Aktien in diesem Sektor selbst führen, sehe ich meine Skepsis bestätigt und bleibe bei vollster Überzeugung, mich von alternativen Energie-Aktien weitgehend und von Wasserstoff-Aktien vollständig fernzuhalten. Stattdessen erwarte ich eine breit angelegte Fortsetzung der Erholung und steile Renditen bei allen meinen Öl- und Gasinvestitionswerten.

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Die EU ist verloren – wenn sie mit ihrer Politik so weiter macht… https://cambridge-club.com/die-eu-ist-verloren-wenn-sie-mit-ihrer-politik-so-weiter-macht/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=die-eu-ist-verloren-wenn-sie-mit-ihrer-politik-so-weiter-macht Thu, 20 Jul 2023 14:34:19 +0000 https://cambridge-club.com/?p=1793 Die Europäer sind mit einer neuen wirtschaftlichen Realität konfrontiert: Sie werden ärmer und ihre Kaufkraft schmilzt dahin, berichtet das Wall Street Journal. „Die Nachfrage nach hochwertigen Lebensmitteln ist eingebrochen. Im Jahr 2022 verbrauchten die Deutschen 52 Kilogramm Fleisch pro Person, etwa 8 % weniger als im Vorjahr und den niedrigsten Wert seit Beginn der Berechnungen im […]

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Die Europäer sind mit einer neuen wirtschaftlichen Realität konfrontiert: Sie werden ärmer und ihre Kaufkraft schmilzt dahin, berichtet das Wall Street Journal.

„Die Nachfrage nach hochwertigen Lebensmitteln ist eingebrochen. Im Jahr 2022 verbrauchten die Deutschen 52 Kilogramm Fleisch pro Person, etwa 8 % weniger als im Vorjahr und den niedrigsten Wert seit Beginn der Berechnungen im Jahr 1989.

Martin Sandbu, ein Journalist für die Financial Times beschreibt in seinem Beitrag „The EU should aim for its own Belt and Road“ sehr gut die Herausforderungen.

Die EU wird als Partner für Länder außerhalb der EU immer unattraktiver.

Leider ist die Realität davon weit entfernt und die Anregungen von Herrn Sundbu sind, wenn auch vielleicht gut gemeint, am Ende viel zu naiv und gefärbt von politischer Ideologie.

Er erkennt aber trotzdem, um was es geht:

„Der Aufbau der europäischen Einheit nach 1945 auf der Grundlage wirtschaftlicher Integration führte dazu, dass die führenden Politiker die Weltbühne als einen Marktplatz betrachteten: einen Ort, an dem Exporte verkauft und Rohstoffe beschafft werden konnten."

Das zeigt sich daran, dass beim jüngsten Gipfel mit Brasilien und weiteren Ländern Lateinamerikas keine Abschluss-Botschaft unterzeichnet wurde. Das Treffen war also im Grunde aus Sicht der europäisch-lateinamerikanischen Kooperation unnütz.

Schon im Vorfeld am 7. Juni veröffentlichte die Europäische Kommission ihre neue Agenda für die Beziehungen zwischen der EU und Lateinamerika,

Das European Centre for International Political Economy aus Brüssel beschreibt die Lage in seiner jüngsten Publikation sehr zutreffend:

„Die Annäherung der EU an Lateinamerika hat jedoch auch eine weniger sonnige Seite. In den kommenden Jahren werden lateinamerikanische Exporteure in die EU mit zusätzlichen Kosten konfrontiert werden, die sich aus dem EU-Mechanismus zur Anpassung der Kohlenstoffbilanz, der Richtlinie über die Sorgfaltspflicht im Bereich der unternehmerischen Nachhaltigkeit und der Verordnung über die Entwaldung ergeben. Daher wird es auf dem Gipfel einige unangenehme Fragen und Schuldzuweisungen seitens der Lateinamerikaner geben.“

Die BRICS besitzen mehr als 40% der Weltbevölkerung und ihr Anteil an der Weltwirtschaft liegt mittlerweile bei rund 26%, verglichen mit einem Wirtschaftsanteil der EU von nur noch 16%.

Die wichtigsten Handelspartner der BRICS – vor allem für den Export von Rohstoffen oder Industriegütern – ist aktuell zwar noch immer die EU-27 mit einem Anteil von 18,3%, gefolgt von den USA mit 12,5%. Doch Waren-, Energie- und Rohstofflieferungen, lassen sich auch „umpolen“. Das sehen Sie am internen BRICS-Handel, der trotz großer geografischer Entfernungen und mangelnder Infrastruktur bereits auf über 10% des Welthandels gewachsen ist.

Genaue Statistiken des Intra-BRIC-Handels sind noch immer sehr schwer erhältlich oder werden kaum beachtet, doch besagen alle zugänglichen Datenreihen, dass die BRICS immer stärker miteinander kooperieren und ihr Handel mit der EU langsam sinkt. Das belegen auch die Daten von China, dem größten Block innerhalb der BRICS links abgebildet.

Nach Angaben von UNCTAD ist der Gesamtbestand an ausländischen Direktinvestitionen zwischen den BRICS-Ländern von 27 Mrd. US$ im Jahr 2010 auf 167 Mrd. US$ im Jahr 2020 gewachsen und wuchs allein seit Gründung der neuen von China geleiteten asiatischen Entwicklungsbank (ADB) im Jahr 2015 um 100 Milliarden US$.

Meine Meinung: Kaufen Sie BRICS & Rohstoffe

Überspitzt würde ich sagen, dass die heutigen europäischen Polter-Politiker außer einigen "Lektionen über Klimawandel" den meisten Entwicklungs-Länder die derzeit von BRICS bzw. China umgarnt werden, praktisch kaum noch eine zukunftsfähige Vision bieten können.

So sollte die EU den BRICS langfristige Finanzierungen und Logistik-Hilfen anbieten und wieder eine traditionelle Aufbaupolitik betreiben, die den Handel stärkt und über Institutionen, die Infrastruktur vorantreibt.

Man müsste, um das drohenden Kollaps abzuwenden und letztlich zu beheben, den EU-Markt nach außerhalb öffnen und auf Handelsbarrieren verzichten, wie es früher mit der Montanunion innerhalb der EU klappte. Stattdessen erhöht die EU mit immer komplexeren Anforderungen wie Öko- und Sozial-Standards die Handelshemmnisse und schottet seinen Markt gegenüber günstigen Lieferanten ab, die sich aufgeschreckt von diesen Entwicklungen nun nach neuen sicheren Abnehmern umsehen, die idealerweise noch in einer stabilen „goldgedeckten“ Währung zahlen könnten.

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