Erdgas - Cambridge Club https://cambridge-club.com Wissen ist Macht Tue, 09 Jan 2024 06:35:15 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.2 https://i0.wp.com/cambridge-club.com/wp-content/uploads/2023/04/cropped-logo-anchor-small.png?fit=512%2C512&ssl=1 Erdgas - Cambridge Club https://cambridge-club.com 32 32 BASF verkauft DEA: Die Energiewende wird zur Katastrophe für Deutschland https://cambridge-club.com/basf-verkauft-dea-die-energiewende-wird-zur-katastrophe-fuer-deutschland/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=basf-verkauft-dea-die-energiewende-wird-zur-katastrophe-fuer-deutschland Thu, 28 Dec 2023 18:21:57 +0000 https://cambridge-club.com/?p=2684 BASF verkauft mit DEA Wintershall das Tafelsilber & Deutschland macht sich abhängig.In meiner Laufbahn sind mir immer – leider mehrheitlich – Menschen begegnet, die ihr Wissen so geheim halten wie eine Schatztruhe, anstatt offen auf die Menschen zuzugehen und lernen zu teilen. Das ist auch eine persönliche Einstellung, aber ich habe festgestellt, dass es mir […]

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BASF verkauft mit DEA Wintershall das Tafelsilber & Deutschland macht sich abhängig.

In meiner Laufbahn sind mir immer – leider mehrheitlich – Menschen begegnet, die ihr Wissen so geheim halten wie eine Schatztruhe, anstatt offen auf die Menschen zuzugehen und lernen zu teilen. Das ist auch eine persönliche Einstellung, aber ich habe festgestellt, dass es mir mehr Freude bereitet und Freunde bringt, wenn ich mein spärliches Wissen teile. Am Ende des Tages bringt nur das geteilte Wissen unsere Menschheit und Zivilisation weiter. Wer weiß, wie viele Menschen schon vor der eigentlichen Erfindung das sprichwörtliche Rad erfunden, aber nie realisiert haben?

Seien Sie sich dennoch immer bewusst, dass die Ressourcen der Erde und die Energien – auch im Universum – erschöpflich sind. Es ist niemals garantiert oder vorgesehen, dass jeder Mensch alle seine irdischen Wünsche und Ziele erreicht. Wir müssen auch Bescheidenheit lernen und uns vor unersättlicher Gier bewahren, die unser Denken und Handeln vernebeln.

Vielleicht wäre es ein guter Rat, wenn wir uns als Menschen nur die Ressourcen schaffen würden, die wir auch zur Realisierung unserer persönlichen Ziele benötigen und nicht in maßloser Gier darüber hinaus zusammenraffen, was nur irgendwie möglich ist?

Wir müssen auch Bescheidenheit lernen und uns vor unersättlicher Gier bewahren, die unser Denken und Handeln vernebeln.

Vielleicht wäre es ein guter Rat, wenn wir uns als Menschen nur die Ressourcen schaffen würden, die wir auch zur Realisierung unserer persönlichen Ziele benötigen und nicht in maßloser Gier darüber hinaus zusammenraffen, was nur irgendwie möglich ist?

Meine Betonung liegt hier auch darauf, dass wir daran denken sollten, wie wir „Ressourcen erschaffen“. Das fängt im weitesten Sinne damit an, zuerst ein Stück brachliegendes Land fruchtbar zu machen und zu bestellen, bevor wir es ernten. Wenngleich es vielleicht auf den ersten Blick leichter wäre vorhandene „oberirdische“ Ressourcen zu „nutzen“, dazu zählt auch den vorhandenen Geld-/Kapitalstock „anderer“ zu nutzen. Wobei es eine innere Einstellung des Menschen ist – ich weiß nicht ob es eher Faulheit oder Boshaftigkeit ist – die dazu führt, dass sich der Parasitismus – was altgriechisch mit „bei einem anderen essend“ übersetzt wird derart schnell ausbreitet.

Parasiten sind im heutigen Geldsystem inhärent

Ich möchte heute keine Berufsgruppe beschuldigen, auch wenn Politikern und deren Beamten als ihren Dienern oft nachgesagt wird, dass sie sich gerne an vorhandenen Ressourcen bedienen, ohne selbst einen produktiven Beitrag zu leisten. In der heutigen Zeit im Westen und vor allem in der EU würde ich dieser Behauptung größtenteils zustimmen. Doch ich möchte auch betonen, dass die Politik – per Definition bezeichnet die Politik Strukturen, Prozesse und Inhalte zur Regelung der Angelegenheiten des Gemeinwesens – eine Daseinsberechtigung hätte, wenn sie die Weichen tatsächlich in eine bessere Zukunft stellen würde.

Aus meiner Sicht ist das heute nicht mehr gegeben, denn heute töten sie mit ihrem Verhalten den „Wirt“.

Dafür möchte ich eine Entwicklung aufgreifen, die direkt mit meiner Anlagestrategie und meinem bewusst gewählten Schwerpunkt bei Rohstoff-Aktien des Energiesektors zusammenhängt.

Im Zentrum dreht es sich dabei um die kurz vor Weihnachten beschlossene Übernahme von DEA Wintershall durch einen britischen Ölkonzern.

Obwohl unsere Club-Mitglieder und ich im Investmentclub als Aktionäre von von einem heftigen Kursanstieg von >35% innerhalb weniger Tage profitierten und sehr wahrscheinlich langfristig enorme Renditen einfahren werden – sobald die Fusion voraussichtlich bis Mitte 2024 rechtlich sicher abgewickelt wurde – so muss ich festhalten, dass sich mit der Übernahme leider 125 Jahre Deutsche Geschichte in Luft auflösen sowie möglicherweise über 2.000 Arbeitsplätze in Deutschland wegfallen werden.

Aber trifft das auch auf alle Zeiten in der Vergangenheit zu? Nun, ich möchte behaupten, selbst wenn mir das schwer fällt, dass frühere Politiker durchaus noch realistische Ziele definieren konnten.

Die Frage der Energiesicherheit bleibt der zentrale Schlüsselfaktor

Wie in der Natur, dreht sich unsere Existenz allein um die Energiefrage.

YOUTUBE-INTERVIEW: MIT DER ENERGIEWENDE IN DIE KATASTROPHE

Die Brisanz dieser Entwicklungen, die einer endgültigen Entmündigung der deutschen Energieversorgung gleicht, habe ich in diesem Youtube-Interview mit unserem Geheimrat und Energieexperten Robert Jungnischke diskutiert.

In einem einstündigen Interview konnte ich nicht alle Begleitinformationen unterbringen, die ich unseren Investment-Club-Mitgliedern in der Neujahrsausgabe 52 / 2023 im Detail erläutert hab.

Mit dieser Ausführung hoffe ich, es hilft besser zu verstehen, von welchen Netzwerken und Politikern wir (von links bis rechts) „regiert“ werden. Korruption, Lobbyismus und Skrupellosigkeit, sind viel zu oft Begleiterscheinungen erfolgreicher Politiker.

Zurück zur eigentlichen Frage, der Sicherstellung der Energieunabhängigkeit.

Ein wichtiger Meilenstein war die Gründung der längst vergessenen DEMINEX

Durchaus vielversprechend als Antwort auf die Dominanz der großen angelsächsischen Ölkonzerne schien 1969 die Gründung der deutschen DEMINEX, einer mittlerweile fast in Vergessenheit geratenen deutschen Konzern der Mineralölbranche. Die DEMINEX war ein staatlich bezuschusster, privat organisierter Ölkonzern, der sich zunächst mit der Finanzierung der hochriskanten Exploration betätigte, vor allem der Erschließung der Nordsee-Vorkommen Norwegens und Großbritanniens.

1998 hatte es DEMINEX tatsächlich geschafft einen Nettogewinn von mehr als einer halben Milliarde D-Mark zu erwirtschaften und wurde sozusagen mitten in seiner Blütezeit aufgespalten, wobei die BASF-Tochter Wintershall alle regionalen Aktivitäten in Russland, Aserbaidschan und Argentinien übernahm und die DEA (Deutsche Erdöl AG) alle Aktivitäten in Ägypten und Norwegen – überwiegend Länder, die noch heute zu den Kernregionen von Wintershall Dea zählen.

Die Welt am Sonntag kommentierte Jahrzehnte später: „Seither gilt es als historische Besonderheit, dass ausgerechnet das am höchsten industrialisierte Land Europas über keinen eigenen Energiemulti verfügt. Die Niederlande haben Shell, die Briten BP, die Franzosen Total und die Italiener Eni“

Im Rückblick kann diese Maßnahme tatsächlich als eine weise Voraussicht interpretiert werden, bei der Deutschland aktiv tätig war, um eine drohende Energiekrise abzuwenden, die mit der Ölkrise von 1973 bis 1980 bevorstand.

Der Spiegel schrieb am 24.6.1973 den Artikel – Öl: Amerikas Krise schlägt auf Europa durch:

„Angstkäufe amerikanischer Mineralölhändler treiben in Europa die Preise hoch. Benzin-Importe aus Rotterdam wurden binnen Jahresfrist um 250 Prozent teurer, der Heizölpreis verdoppelte sich. Fehlplanungen der US-Energiepolitiker und Umweltschutz-Aktionen führten zu verminderter Treibstoff-Produktion bei erhöhtem Bedarf.“

Was sich spannend lies, lässt sich wie heute auf eine lange Periode an Unterinvestitionen zurückführen, die darauf zurückgeführt werden kann, dass sich die westliche Welt, nach dem 2. Weltkrieg, der sehr günstigen saudischen und wachsenden texanischen Ölversorgung sicher glaubte, die von den USA kontrolliert wurden.

Meine Meinung: Öl- und Gas-Aktien bleiben ein Kerninvestment

Einmal mehr sehen Sie, dass alle Hoffnungen auf eine souveräne Wirtschafts- und Energiepolitik Deutschlands, welche die Energiesicherheit und wirtschaftliche Unabhängigkeit in den Vordergrund stellt, bitter enttäuscht wurden. Mit dem Verkauf des „Tafelsilbers“ von BASF, der DEA-Wintershall, droht ein weiterer Sargnagel in die deutsche Industrie getrieben zu werden. Obgleich die BASF zunächst noch eine Mehrheit besitzen wird, kündigte man doch schon an diese Beteiligung eines Tages veräußern zu wollen. Obwohl die deutsche Industrie und der Verkehr täglich auf mehr als 2 Millionen Barrel Rohöl angewiesen ist, gibt die Industrie seine letzten Quellen aus der Hand. Als Bürger können Sie sich den damit drohenden Preisschocks leider nicht entziehen. Doch als Anleger können Sie sich wenigstens diese Verluste über Dividenden und Kursrenditen zurückholen, indem Sie Investition in globale Ölkonzerne tätigen. Für mich bleibt das eine langfristig erfolgreiche Strategie. Von DAX-Anlagen oder vermeintlichen Schnäppchen-Aktien, wie der BASF-Aktie, halte ich mich darum bewusst fern. Es ist einfacher dort zu investieren, wo die Profite hinfließen, als zu investieren, wo die Renditen und Zukunftspotenziale abgesaugt werden. Welche Öl-Aktien heute noch ein Kauf sind, erfahren Sie wieder im neuen Jahr 2024, mit den gewohnt ausführlichen Analysen im Cambridge Investment-Club.

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US-Öl-Förderung & Erdgas im Strukturwandel und vor Produktions-Plateau https://cambridge-club.com/us-oel-foerderung-erdgas-im-strukturwandel-und-vor-produktions-plateau/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=us-oel-foerderung-erdgas-im-strukturwandel-und-vor-produktions-plateau Fri, 15 Dec 2023 09:48:04 +0000 https://cambridge-club.com/?p=2647 Es gibt kein Wunder der US-Ölförderung oder beim Erdgas – diese befindet sich im strukturellen Wandel und vor einem Produktions-PlateauImmer wieder wurde in diesem Jahr über die gefallenen Öl- und Gaspreise berichtet. Es ist nicht ungewöhnlich, dass der Ölpreis nach zwei starken Jahren 2021/22 auch einmal konsolidiert. Doch das negative Maß der Berichterstattung, die mit […]

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Es gibt kein Wunder der US-Ölförderung oder beim Erdgas – diese befindet sich im strukturellen Wandel und vor einem Produktions-Plateau

Immer wieder wurde in diesem Jahr über die gefallenen Öl- und Gaspreise berichtet. Es ist nicht ungewöhnlich, dass der Ölpreis nach zwei starken Jahren 2021/22 auch einmal konsolidiert. Doch das negative Maß der Berichterstattung, die mit den COP28 Gesprächen eine „Abkehr vom Öl und Gas“ sehen und der Anleger-Pessimismus – auch ausgedrückt in überhöhten Short-Positionen im Terminmarkt, insbesondere bei US-Erdgasfutures scheinen mir schon wieder Extremwerte anzunehmen, die einen Nachkauf von ausgesuchten Energietiteln ermöglicht.

Schauen wir uns zunächst die wundersame Produktionsvermehrung in den USA an, die jüngst mit 13 Millionen Barrel Tagesförderung – was dennoch lediglich 13% der Tagesnachfrage ausmacht –   die Erwartungen übertreffen konnte.

Dabei ist ersichtlich, dass das Wachstum ausschließlich aus den Schieferölgebieten stammt: 

Raymond James schätzt, dass 2/3 des überraschend starken Produktionswachstums in diesem Jahr von privaten Betreibern stammten, von denen viele die Produktion vor dem Verkaufsprozess hochgefahren haben. In Anbetracht der nun begrenzten Lebensdauer der Bestände ist dies in Zukunft NICHT wiederholbar.

Obwohl das Ölangebot wohlwollend interpretiert wird, blieb das wahre Ausmaß des Netto-Produktionszuwachses eher verhalten, wie Sie es auch im neuesten OPEC Marktbericht für Dezember nachlesen können. So wuchs die Fördermenge der Nicht-OPEC Länder - trotz erheblicher Investitionsvorhaben in den USA dieses Jahr lediglich um 1,8 Mio. Barrel pro Tag und dürfte 2024 nur noch mit 1,4 Mio. Barrel täglich zunehmen. Demgegenüber wuchs die Weltölnachfrage 2023 um 2,5 Mio. Barrel pro Tag (China machte 56% dieses Wachstums aus) und lag damit deutlich über den Prognosen der IEA, die das Wachstum um rund 1 Mio. Barrel pro Tag unterschätzten. Für 2024 erwartet die OPEC einen weiteren Zuwachs von 2,2 Mio. Barrel pro Tag.

Das US-Produktionswachstum schwächt sich 2024+ massiv ab

Um einen besseren Überblick über die aktuellen Ölmarktentwicklungen zu bekommen, sollten Sie den Blogbeitrag von Goehring & Rozencwajg lesen. Dieser kündigte im Sommer dieses Jahres an, dass die Ölförderung in den USA – die vor allem auf die Schieferförderung im Permian Becken zurückgeht.

Die Prognose der Rohstoffexperten bleibt somit, dass die US-Förderung gegen Ende nächsten Jahres ihrem Höhepunkt zusteuert:

„In Übereinstimmung mit Hubberts Theorien konnten beide Becken nach Überschreiten der 50 %-Marke nicht mehr wachsen. Im Eagle Ford wurde die Hälfte der förderbaren Reserven im August 2019 gefördert; seitdem ist die Produktion um 18 % zurückgegangen. Im Bakken wurde die Hälfte der Reserven im Jahr 2022 gefördert, und die Produktion ist seither gleich geblieben. Unseren Modellen zufolge werden im Permian letztlich 34 Mrd. Barrel Öl gefördert, von denen 14 Mrd. oder 41 % bereits produziert wurden. Bei den derzeitigen Fördermengen wird der Permian irgendwann Ende 2024 die Hälfte seiner förderbaren Reserven produziert haben; zu diesem Zeitpunkt wird er höchstwahrscheinlich aufhören zu wachsen, genau wie die beiden anderen Becken.

Wenn wir Recht haben, liegt das Zeitalter des Schieferwachstums hinter uns, und Hubbert's Peak steht vor der Tür. Das immense Wachstum der Schiefervorkommen in den letzten zehn Jahren hat viele Analysten blind gemacht für die rückläufige Entwicklung der weltweiten konventionellen Förderung. Dieser Luxus hat nun ein Ende.“

Die Tragweite des Höhepunkts der US-Schieferproduktion im Permian Becken kann nicht hoch genug eingestuft werden. Die US-Ölförderung über die letzten Jahre, vor allem aus Schiefergebieten, ist die letzte Bastion, welche die OPEC+ Dominanz noch ein Stück weit gebannt hatte. Fällt die Ölförderung in den USA ab, wird sich der Ölmarkt weiter verengen und die Lagerbestände auf Rekordtiefs absenken.

Goldman Sachs erwartet einen extremen Abfall der Öllagerbestände von bis Ende 2024:

Ich bleibe weiter bei meiner Prognose eines extremen und für die meisten Marktteilnehmer überraschenden Anstieg beim Rohölpreis über 150-200 US$ pro Barrel, in den nächsten 24-36 Monaten.

Diese Fortsetzung der schweren Energiekrise, die 2022 für einen enormen Inflationsanstieg sorgte, hat enorme Konsequenzen für meinen Ausblick der Rohstoff- und Aktienmärkte, da ich glaube, dass sie das Ende vieler Solar- und Windprojekte einläuten wird. Die Analysten von Goehring & Rozencwajg haben unter Verweis auf Professor Charles Hall – den Erfinder des Konzepts der Energierendite (EROI), welche bemisst wie viel investierte Energie aus einem System zurückkommt – analysiert, dass die Weltwirtschaft um Wachstum generieren zu können einen deutlich höheren EROI-Faktor als 3-5 bräuchte, den Biomasse oder Solar- und Windenergie ermöglichen kann. Es benötigte seit der Geburt von Jesus Christus 1.700 Jahre bis sich das weltweite reale Wirtschaftsaufkommen verdoppelte, bevor sich das Wachstum durch die Erfindung der Dampfmaschine und der industriellen Revolution, durch den Einsatz von Kohle, Erdöl und später Erdgas, mit einem EROI von 30 sowie Atomkraft, mit einem EROI von 80 beschleunigte und sich das Wirtschaftsaufkommen seither alle rund 50 Jahre verdoppelt. Das klingt nach viel, aber wenn Sie es genau nachrechnen, entspricht diese 50-jährige Verdoppelungsrate einem inflationsbereinigten Realwachstum von lediglich 1,39% pro Jahr. Es ist demnach völlig unmöglich die heutige Zivilisation oder aufstrebende Volkswirtschaften wie China, Indien, Südostasien sowie Afrika durch erneuerbare Energien mit ausreichend Wachstumspotenzial zu versorgen, um sie aus der Armut zu bringen. Stattdessen ist ein erneuter Investitionszyklus bei fossilen Energiequellen (Kohle, Rohöl und Erdgas) nötig, ebenso bei der Atomenergie.

Fondsmanager Leigh Goering schrieb in seinem jüngsten Ausblick: 

„Es gibt bemerkenswerte Ähnlichkeiten zwischen dem Uranmarkt vor zwölf Monaten und dem heutigen Ölmarkt. Beinahe über Nacht wurde Uran von einem uninteressanten zu einem unverzichtbaren Gut, und wir glauben, dass Öl kurz davor steht, dasselbe zu tun.“

COP28 ist der Beweis dafür, dass die weltweiten Staaten am Ende ihres Lateins angelangt sind

Auf dem COP28 Gipfel lancieren die Länder - USA, Armenien, Bulgarien, Kanada, Kroatien, Tschechische Republik, Finnland, Frankreich, Ghana, Ungarn, Jamaika, Japan, Republik Korea, Moldawien, Mongolei, Marokko, Niederlande, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Schweden, Ukraine, Vereinigte Arabische Emirate und Vereinigtes Königreich - eine gemeinsame Erklärung zur Verdreifachung der Kernenergiekapazität bis 2050 und erkennen die Schlüsselrolle der Kernenergie bei der Erreichung von Netto-Null an.

Derzeit verbrauchen die bestehenden Atomkraftwerke jährlich rund 230 Mio. Pfund Uran (U308), bei einer weltweiten Minenförderung von 120 Mio. Pfund. Gleichzeitig soll der weltweite Stromverbrauch bi 2050 um 76% wachsen.

Es fällt derzeit schwer sich eine Zukunft vorzustellen, in der sich die Uranförderung um Faktor 5 auf knapp 700 Mio. Pfund steigert, zumal es neben Kazatomprom und Cameco kaum weitere Bergbaukonzerne gibt, die über so ergiebige Uranlagerstätten verfügen, um die Produktionsrate deutlich erhöhen zu können.

Uran war einer der besten Rohstoffe des Jahres und stieg um +70% auf derzeit 81 US$ pro Pfund und damit auf den höchsten Wert seit 2007. Angesichts der stattgefundenen Inflation wäre allerdings selbst der doppelte Uranpreis nicht zu hoch gegriffen und könnte in einigen Jahren für Kurse über 150 US$ pro Pfund sorgen, bevor nennenswertes neues Angebot geschaffen wird.

So berichtet die Financial Times, es gäbe 2024 eine anständige Chance, dass der Uranpreis die Marke von 100 US$ pro Pfund durchbricht.

China, der weltweit zweitgrößte Produzent von Kernenergie, macht weltweit fast die Hälfte der im Bau befindlichen Reaktoren aus. In den kommenden 15 Jahren will China 150 neue AKWs errichten, was allein einen zusätzlichen Uranbedarf von mehr als 250 Mio. Pfund entspricht, da neue Reaktoren mit ausreichend Brennstoff für 3+ Jahre ausgestattet werden müssten.

„Die Chinesen rennen herum auf der Suche nach neuem Angebot", sagte Liebenberg.

Atomkraftwerke in der EU und den USA stehen bis 2030 vor einer Welle von neuen Liefervereinbarungen, die den Preis voraussichtlich treiben werden:

Meine Meinung: Uran bleibt ein Spitzen-Rohstoff um vom Superzyklus zu profitieren

Anhand der Anlegerstimmung führt Uran den Rohstoffsektor an, wobei ich persönlich derzeit keine Möglichkeit mehr für einen Einstieg sehe. Was Uran vorgemacht hat, werden andere Rohstoffe wie Gold, Silber, Kohle, Rohöl, Erdgas, Kupfer oder Zink noch nachmachen, denn die Grundvoraussetzungen von zu wenig Angebot und eine wachsende Nachfrage sind überall die gleichen.

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