Goldreserven - Cambridge Club https://cambridge-club.com Wissen ist Macht Thu, 04 Jul 2024 06:12:53 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.2 https://i0.wp.com/cambridge-club.com/wp-content/uploads/2023/04/cropped-logo-anchor-small.png?fit=512%2C512&ssl=1 Goldreserven - Cambridge Club https://cambridge-club.com 32 32 Goldpreis 5.000$? Operation goldene Schüssel startet jetzt! https://cambridge-club.com/goldpreis-5000-operation-goldene-schuessel-startet-jetzt/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=goldpreis-5000-operation-goldene-schuessel-startet-jetzt Wed, 03 Jul 2024 13:20:43 +0000 https://cambridge-club.com/?p=3516 Geheimplan: „Goldene Schüssel“: Kauft Saudi Arabien bald Edelmetalle und „Minen-Aktien“ für bis zu 1 Milliarde US$ täglich?Jetzt wo ich Ihre Aufmerksamkeit geweckt habe, sollten Sie sich folgende Statistik aus dem Arbeitspapier des Internationalen Währungsfonds, dem IWF anschauen:Gold as International Reserves: A Barbarous Relic No More? (Quelle: IMF.org)Die Analysten des IWF schreiben: „Nachdem die Goldbestände der […]

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Geheimplan: „Goldene Schüssel“: Kauft Saudi Arabien bald Edelmetalle und „Minen-Aktien“ für bis zu 1 Milliarde US$ täglich?

Jetzt wo ich Ihre Aufmerksamkeit geweckt habe, sollten Sie sich folgende Statistik aus dem Arbeitspapier des Internationalen Währungsfonds, dem IWF anschauen:

Gold as International Reserves: A Barbarous Relic No More? (Quelle: IMF.org)

Die Analysten des IWF schreiben:

„Nachdem die Goldbestände der Zentralbanken über einen Großteil der letzten vier Jahrzehnte langsam gesunken waren, sind sie seit der globalen Finanzkrise wieder gestiegen. Wir ermitteln 14 Länder, die Gold gekauft und seinen Anteil an den Gesamtreserven in den letzten zwei Jahrzehnten um mindestens 5 Prozentpunkte erhöht haben.“

Drei Staaten halten beträchtliche Goldreserven, darunter Kasachstan 68%, Usbekistan 60%, Bolivien 57% sowie Belarus 37% ihrer gesamten Währungsreserven.

Obwohl sich die relative Kursentwicklung der Rohstoff-Werte zum Gesamtmarkt seit 2016 stabilisiert und netto sogar besser als die Gesamtmarktentwicklung verlief – wenngleich das in Fieberschüben 2016, 2021/22 sowie zu Beginn von 2023 erfolgte – warten Investoren bei Bergbauaktien auf „den Liquiditätsschub“, der so umfangreich ist, dass er nicht nur die Kurse, sondern auch die Bewertungsverhältnisse von ihren unterirdischen Niveaus nach oben treibt.

Viele Anleger schauen dabei auf die Zu- und Abflüsse der großen Fonds & ETFs, weil das in Vergangenheit ein untrügliches Signal darstellte, den Appetit der Anlegerscharen zu messen und sich bestenfalls vor eine solche Kaufwelle zu positionieren.

Es müssen bei der nächsten Kaufwelle aber längst nicht mehr nur nordamerikanische und europäische Investoren sein. Willem Middelkoop, ein bekannter Goldfondsmanager, der im letzten Goldzyklus das sehr spannende Buch – Amazon: The Big Reset Revised Edition: War on Gold and the Financial Endgame – geschrieben hat, bringt die Entwicklungen auf den Punkt:

Wir sehen, dass mehr Geld aus dem Nahen Osten in den Bergbausektor fließt. Vor allem Saudi-Arabien möchte sich diversifizieren, um die Abhängigkeit von den Öleinnahmen zu                                            erringern, die sich täglich auf fast 1 Milliarde Dollar belaufen. Um ihre Ernsthaftigkeit zu demonstrieren, veranstalten sie seit mehreren Jahren eine große Bergbaukonferenz in Riad. Dies hat zu einem Joint Venture mit Ivanhoe Mines geführt, das das Land bei der Suche nach Kupfer und Gold unterstützt.“

Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock, der ebenfalls an der Konferenz in Riad teilnahm betonte, dass die Chancen im Bergbausektor massiv übersehen worden sind.

Das Maß an Investitionen über die Jahre 2025-2030, müsste doppelt- bis dreimal höher liegen:

Die kommende Super-Region: Afrika – Nahost – Zentralasien und Südostasien

Die „Super Region“ von Afrika bis Zentralasien, umfasst dank seines erheblichen „Erdgas- und Ölreichtums“, dessen Vorhandensein in der Darstellung übergangen wurde, weitere wichtige Rohstoffvorkommen sowie das durch enorme Öleinnahmen gespeiste Sparvermögen von riesigen „Staatsfonds“, die fast die Hälfte der Gesamtvermögen aller globalen Staatsfonds ausmachen. Allein der saudische Public Investment Fund (PIF), weist ein Gesamtvermögen von 700 Milliarden US$ aus, während die „Vereinigten Arabischen Emirate“ zusammen bereits den weltgrößten Fonds dieser Art aus Norwegen überholt haben.

Die 5 größten Staatsfonds der Welt (2022): 

Sobald Anleger vom Plan „goldene Schüssel“ erfahren, ist der Goldmarkt restlos ausverkauft

Würden nur die 5 größten Staatsfonds eine Depotgewichtung von 10% in Gold anlegen, wie es der Öl-Einnahmenfonds aus Aserbaidschan als einer der „kleineren“ längst tut, dann wäre der physische Goldmarkt komplett ausverkauft, denn es käme mit einem potenziellen Investmentvolumen von mehreren Hundert Milliarden US-Dollar, zu einem GOLD-RUN. Die Minenproduktion liegt bei 116 Millionen Goldunzen, im Wert von 276 Milliarden US$. Das bedeutet: Die gesamte Weltminenproduktion wäre mindestens für drei Jahre im Voraus ausverkauft… Da wir aber noch Zentralbanken sowie weitere „kleine“ Institutionelle Vermögensverwalter wie Blackrock und Heerscharen von Privatkäufern haben, würde die „Operation goldene Schüssel“ wohl mindestens 10 Jahre benötigen, bevor sie abgeschlossen wäre und nur Gott weiß, welche Goldpreisniveaus dann erreichbar wären, aber ich vermute, dass der Goldpreis explodieren würde, wenn die „goldene Schüssel“ publik würde. Dann würde Gold als geplante BRICS+ Eingriff in das Weltwährungsgefüge schnell >5.000 US$ steigen.

Lesen Sir hierzu unbedingt ergänzend meinen Tagebucheintrag vom 03.07.2024 auf X (ehm. Twitter.com)

https://x.com/alambrou0815/status/1808445549604946195

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Gold-Minen stark unterbewertet – Getrieben von Währungscrash- & Gold-Rubel-Phantasie? https://cambridge-club.com/goldminen-stark-unterbewertet-getrieben-von-waehrungscrash-gold-rubel-phantasie/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=goldminen-stark-unterbewertet-getrieben-von-waehrungscrash-gold-rubel-phantasie Sun, 17 Mar 2024 10:12:42 +0000 https://cambridge-club.com/?p=3034 Bereiten sich Zentralbanker auf den nächsten Währungs-Crash vor?Heimlich still und leise verliert der US$ seinen laut "Experten" unumstößlichen Status als Weltreservewährung.Jedenfalls scheinen sich derzeit mehrere Zentralbanken an der Peripherie – Deutschland hält wie auch 1971 fest zum US-Dollar – auf einen Währungskollaps vor:So bestätigen die Daten der tschechischen Nationalbank, dass ihre Goldreserven im Februar um […]

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Bereiten sich Zentralbanker auf den nächsten Währungs-Crash vor?

Heimlich still und leise verliert der US$ seinen laut "Experten" unumstößlichen Status als Weltreservewährung.

Jedenfalls scheinen sich derzeit mehrere Zentralbanken an der Peripherie – Deutschland hält wie auch 1971 fest zum US-Dollar – auf einen Währungskollaps vor:

So bestätigen die Daten der tschechischen Nationalbank, dass ihre Goldreserven im Februar um ~1,5 Tonnen gestiegen sind. Damit kauften die Zentralbanker über 12 Monate in Folge mehr als 22 Tonnen auf. Wobei die tschechischen Goldbestände 183% höher sind als vor 12 Monaten.

Man könnte sagen, die Osteuropäer und Russen sind viel schlauer in solchen Fragen, weil sie bereits das Leid eines Währungskollaps hinter sich haben.

So enthüllt ein TOP-Secret CIA Report über die Goldreserven und Förderung in der Sowjetunion, brisante Details:

Obgleich die heutigen Politiker keinen nennenswerten Sachverstand mehr besitzen, war selbst sowjetischen Ökonomen die besondere Bedeutung des Goldes klar, wenn sie in ihren Studien betonten, dass nur Gold den Rubel auf den internationalen Märkten stabilisieren würde:

„Es ist bekannt, dass nur Gold die Rolle eines internationalen Geldes erfüllen kann ... Den Rubel auf Goldbasis zu stellen bedeutet, dass der Rubel die einzige Währung der Welt mit einem Hartgoldgehalt ist ..."

So bewiesen sie schon im Jahre 1949 eine gewisse Weitsicht, als sie schrieben: "Die Politik der USA zielt auf den Erwerb von Gold ... zu einem möglichst niedrigen Preis ... Die bevorstehende Wirtschaftskrise wird der Billigkeit des Goldes ein Ende setzen. Eine Abwertung des Dollars wird eine unvermeidliche Folge der Krise sein"

Untermauert wird diese Ansicht vom erfolglosen Versuch der Sowjets zwischen 1921 bis 1927 eine Goldbasis zu schaffen. Dieser Plan ging zwar in den Wirren des kommunistischen Terrors unter, aber immerhin wusste man damals offensichtlich mehr über Wirtschaft und Geldwertstabilität als wir es von heutigen Ökonomen gewohnt sind.

Die Diskrepanz zwischen dem gestiegenen Goldpreis und dem Goldminen-Index ist gigantisch:

Sie erhalten kostenfreien Zugang auf den Nachrichten-Kanal "#Flächenbrand Geopolitik", den "#Börsenkanal-Gratis" und profitieren vom "#Aktien-Universum" des Cambridge-Club.

Mit diesem Link könnt Ihr Euch direkt in der Cambridge-Club-Community anmelden und mit unseren Clubmitgliedern überspannende Anlagestrategien und Investmentideen diskutieren.

https://discord.gg/VgzZbcqhX4

Ihr Einladungs-Link in die Cambridge-Club-Community

Manchmal könnte ich eine Ausgabe mit einem Chart machen und alles ist bereits gesagt. Der geeignete Tag wäre heute. Aber ich habe noch weitere Informationen Pro Goldminen-Aktie.

Der GDX (Goldminen-Index) liegt trotz Allzeithoch beim Goldpreis rund 20% unter dem Level vom April 2023. Im April 2023 war das letzte Rekordhoch beim Goldpreis.

Es gilt: Je stärker der Goldpreis steigt, desto höher ist die Nettorendite.

Beim aktuellen Goldpreis von knapp 2.200 US-Dollar liegt die Brutto-Gewinnmarge der meisten Goldminenaktien bei >1.000 US$ pro geförderte Unze oder 45%.

Praktisch alle bedeutenden Goldminen verdienen auf dieser Basis gutes Geld. Insofern ist es nicht nachvollziehbar, dass die Goldminenaktien so weit unter dem Goldpreis notieren.

Die beiden Branchenschwergewichte im Bereich der produzierenden Goldminen werden meines Erachtens den neuen Bullenmarkt der Minen für die ersten Monate deutlich anführen, bevor sich ihre steigenden Bewertungsniveaus, verbunden mit Euphorie auf die Junior-Minenkonzerne und schließlich auf die Entwickler mit Multimillionen Unzen Ressourcen überträgt.

Die nachgewiesenen Goldreserven der Goldproduzenten werden mit steigendem Goldpreis automatisch einen deutlichen Effekt auf deren Aktienpreise haben. Mit dem Anstieg der Goldpreise wächst der Reserven-Wert und die Anzahl der förderbaren Unzen automatisch, weil ein höherer Anteil der vorhandenen Erzmengen jetzt profitabel abgebaut werden kann, die früher unprofitabel waren.

GOLDMINEN-AKTIEN SIND STARK UNTERBEWERTET

Obwohl sich die Margen im Goldminensektor eher verbessern, handeln die Goldminen-Aktien im Verhältnis zum Goldpreis auf dem tiefsten Niveau seit mindestens 50 Jahren.

VORSCHAU: Was erwartet euch im Cambridge Investment Club

Vor 12 Monaten habe ich den neuen Cambridge Investment Club ins Leben gerufen, um die Flexibilität zu nutzen, Aktien außerhalb meiner starken Rohstoff-Werte-Strategie kaufen zu können. Mit dem Waffenproduzenten Smith & Wesson Brands SWBI konnten Investment-Club Mitglieder in diesen 12 Monaten +60% Rendite erzielen.

Damit hat nach WK Kellogg (KLG) die zweite von drei Investment-Club-Aktien nach der Global Value-Strategie in 12 Monaten >50% Rendite erzielt (zuzüglich Dividenden !!!).

Starke Quartalszahlen bei meiner Value-Aktie außerhalb des Rohstoff-Sektors Smith & Wesson Brands SWBI:

https://ir.smith-wesson.com/news-releases/news-release-details/smith-wesson-brands-inc-reports-third-quarter-fiscal-2024

Wir werden die Teilnehmerzahl im Cambridge Investment-Club strikt limitieren, wer Interesse an einer Aufnahme hat, sollte am besten eine Email schreiben an: Redaktion@cambridge-club.com

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Neue Welle der Globalisierung – Dollar vs. RMB & Co https://cambridge-club.com/neue-welle-der-globalisierung-dollar-vs-rmb-co/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=neue-welle-der-globalisierung-dollar-vs-rmb-co Sat, 20 Jan 2024 06:04:50 +0000 https://cambridge-club.com/?p=2797 Der Hauptfaktor für steigende Edelmetallpreise für Gold & Silber wird der monetäre Orkan der BRICS+ sein, der zur Abwertung des US-Dollars führtIn Vergangenheit habe ich oft schon viele spannende Analysen aufgegriffen, die eine Abwendung vom US-Dollar als Weltleitwährung bestätigten.Der Philoinvestor veröffentlichte vor einem Jahr ebenfalls eine interessante Analyse: „Peak American Empire“ über die in englischsprachigen Kreisen sehr […]

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Der Hauptfaktor für steigende Edelmetallpreise für Gold & Silber wird der monetäre Orkan der BRICS+ sein, der zur Abwertung des US-Dollars führt

In Vergangenheit habe ich oft schon viele spannende Analysen aufgegriffen, die eine Abwendung vom US-Dollar als Weltleitwährung bestätigten.

Der Philoinvestor veröffentlichte vor einem Jahr ebenfalls eine interessante Analyse: „Peak American Empire“ über die in englischsprachigen Kreisen sehr beliebte Plattform Substack, die den unabhängigen von Lesern bezahlten Journalismus fördert. Über Substack veröffentlichen auch sehr bekannte Investigativ-Reporter wie Seymour Hersh, der in seinen Recherchen offenlegte, dass die Terroranschläge auf das europäische Infrastrukturprojekt Nord Stream 2, mit voller Absicht mutmaßlich von den USA und ihren Verbündeten Ukrainern verübt wurde.

Man könnte zum Schluss kommen, dass die USA alles daransetzen, ein „vereinigten und (zoll-) freien Wirtschaftsraum Eurasien“ zu verhindern, der von Peking bis Lissabon reichen und Milliarden Menschen näher bringen würde. Ein Eurasien in dem das industrialisierte Deutschland mit Sicherheit eine zentrale Rolle eingenommen hätte.

Abbildung: Sie sehen, dass die relative Bedeutung von Europa und den USA im Vergleich zu Asien wieder auf dem Weg zu seinem „natürlichen“ Gleichgewicht ist, das seit Ende des römischen Reiches bis zum 19. Jahrhundert vorherrschte.

Während sich die meisten Anleger sich der damit verbundenen Verwerfung noch gar nicht bewusst sind, ist die Abwendung vom Dollar und den Dollaranleihen an den Finanzmärkten schon heute eine Tatsache. Obwohl diese Entwicklungen noch am Anfang zu stehen scheinen und über die letzten drei Jahre als ein für die Öffentlichkeit kaum wahrzunehmender schleichender Prozess begonnen hatte, werden die gestellten Weichen in einer unaufhörlichen Beschleunigung, bis zu einer chaotischen Absturzphase führen.

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos, brachte der neue Präsident Argentiniens es auf den Punkt: 

„Ich bin hier, um Ihnen zu sagen, dass die westliche Welt in Gefahr ist... weil diejenigen, die die Werte des Westens verteidigen sollen, von einer Weltanschauung vereinnahmt worden sind, die unweigerlich zum Sozialismus und damit zur Armut führt.“

Einige Goldinvestoren waren offensichtlich enttäuscht, als die BRICS-Länder (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) bei ihrer Jahrestagung im August letzten Jahres keine entsprechende goldgedeckte Währung eingeführt haben. Das Format war dafür auch nicht vorgesehen. Trotzdem wissen wir von Aussagen der BRICS-Staatschefs, dass sie weiterhin die Schaffung einer eigenen Handelseinheit anstreben. Der derzeitige Stand der Entwicklung liegt in einer Förderung von lokalen Währungsgeschäften zwischen den BRICS.

Wobei vor allem die Abrechnung der Rohstoffimporte Chinas, in chinesischer Währung, dem RMB stark zugenommen hat. Zentral ist dabei die Abwendung der arabischen Welt vom Petrodollar-System, das einst sicherstellte, dass Ölexporte aus Saudi-Arabien in Dollars bezahlt und auch im Dollarraum gehalten wurden. So verhinderten die USA eine ausufernde Inflation, trotz massiver Ausweitung seines Handelsbilanzdefizits.

Die Welt hielt laut IWF Angaben im 4. Quartal 6,5 Billionen US$ an Währungsreserven in US-Dollar, jedoch scheint der unaufhörliche Trend nach oben bereits zu stottern, denn zu Jahresbeginn 2023 waren es noch 6,63 Billionen US$. Obwohl das US-Zwillingsdefizit, bestehend aus Handels- und Haushaltsbilanz, von Rekord zu Rekord eilt und die Zinsen massiv stiegen, waren ausländische Investoren (netto) nicht mehr bereit das Dollarsystem zu finanzieren wie früher und zogen sogar 130 Milliarden US$ aus diesem System ab. Auch der Euro hat umgerechnet 36 Mrd. US$ eingebüßt, sodass die Weltreserven insgesamt rückläufig waren.

Im Prinzip gab es seit Jahrzehnten nur eine vergleichbare Phase, in der die Weltwährungsreserven zurückgingen, während der Finanzkrise 2008 und seitdem haben die Goldreserven immer weiter zugenommen:

Oben links sehen Sie die historische Zunahme der Geldreserven auf 12.000 Milliarden US$ (58% aller Reserven) und rechts die Goldreserven der Weltzentralbanken in Tonnen. Würde man die gesamten Reserven in Gold decken, müsste der Goldpreis bei mindestens 10.000 US$ notieren.

Laut einem im Frühjahr 2023 veröffentlichten Bericht des IWFs, dessen Daten schon zwei Jahre veraltet waren, sehen Sie ein erhebliches Wachstum bei den Währungsgeschäften in chinesischen RMB.

Ich empfehle Ihnen den Bericht des IWF wirklich genau zu lesen, denn er beschreibt sehr gut den Aufstieg von Chinas Währungssystem, das sich global immer weiter vernetzt:

Ungeachtet der Kapitalverkehrsbeschränkungen begann die People's Bank of China (PBC) nach der globalen Finanzkrise 2008, die Internationalisierung des RMB zu fördern. Der damalige Gouverneur Zhou Xiaochuan rief zu einer Reform der globalen Finanzarchitektur auf (Zhou, 2009), was bei einem späteren Treffen der Gruppe der 20 (G20, 2009) aufgegriffen wurde.

Im Jahr 2009 begann die PBC, grenzüberschreitende Abrechnungen in RMB zuzulassen, zunächst im Rahmen von Pilotprojekten in ausgewählten Provinzen und seit 2011 landesweit. Aufgrund der strengen Kontrolle der grenzüberschreitenden Kapitalströme ist die RMB-Liquidität außerhalb Chinas begrenzt.

Um dieses Problem zu lösen, hat die PBC bilaterale Swap-Linien (Anhang II) und Offshore-Clearingbanken eingeführt, um die grenzüberschreitende Verwendung des RMB zu erleichtern.

Im Jahr 2015 wurde der RMB in den Korb der Sonderziehungsrechte aufgenommen, ein Meilenstein der Internationalisierung des RMB.

Seit 2017 hat sich auch die finanzielle Liberalisierung Chinas beschleunigt und die inländischen Kapitalmärkte sowie der Finanzsektor im Allgemeinen für ausländische Investoren geöffnet, und RMB-Anleihen wurden in wichtige globale Indizes aufgenommen (Schipke u. a. p(2019)).

Wenn sich diese Trends fortsetzen, werden sie dazu beitragen, die finanzielle Integration Chinas mit dem Rest der Welt zu vertiefen und Hindernisse für die globale Verwendung des RMB abzubauen.“

Wobei 25 % der Länder, die den RMB am meisten nutzen ihren Anteil der chinesischen Währung RMB an ihren internationalen Überweisungen in den letzten 10 Jahren von praktisch 0 auf über 70 % erhöht.

Dabei werden zusehends mehr Transaktionen über das chinesische länderübergreifende CIPS-System (Cross Border Interbank Payment System) als SWIFT-Alternative abgewickelt. So wuchs das Transaktionsvolumen von CIPS seit 2020 um 200%.

Die oft ausgesprochene Behauptung, der RMB würde bei internationalen Währungsgeschäften immer das Nachsehen gegenüber dem US-Dollar haben, weil er bisher nicht frei konvertierbar sei, also strikten Kapitalverkehrskontrollen unterliegt, ist nach dieser Betrachtung schlichtweg antiquarisch.

Ein weiterer Faktor, der die sinkende Bedeutung des US-Dollars gut erklärt, ist die Kreditvergabe für die Projekte der neuen chinesischen Seidenstraße (BRI), welche den Dollar seit 2020 als wichtigste Rechengröße verdrängt hat:

Wie Philoinvestor in seinem Artikel schrieb:

„Es muss kein direkter Konkurrent des Dollars vorhanden sein, damit das System zusammenbricht. Tatsächlich bricht das System zusammen, wenn das Ausland beginnt, seine Dollarreserven zu reduzieren, weil das System immer höhere Dollarreserven braucht, um zu funktionieren.“

Gewinner der neuen, weniger US-zentrierten Weltordnung sind die BRICS und ASEAN-Staaten

Darunter sind Aktien und Anleihen von Schwellenländern, die ein prominenter Geldmanager derzeit als einmalige Gelegenheit bezeichnet.

In einem faszinierenden Aufsatz weist Louis-Vincent Gave, vom gleichnamigen Gavekal Research, auf die jüngsten tektonischen geopolitischen Veränderungen von den politischen Maßnahmen der USA hin. Wie die Sanktionen gegen Russland.

Gavekal Research betonte, dass diese Veränderungen dazu führen, dass Russland praktisch nur noch Rohstoffe in seiner eigenen Währung (Rubel) oder an befreundete Handelspartner in lokaler Währung verkaufte, wie dem chinesischen Renminbi, in indischer Rupie, dem brasilianischen Real oder thailändischen Baht anstelle des Dollars.

Um US-Zölle und Handelsbarrieren zu umgehen und seinen Absatz näher an sein Land zu bringen, würde auch China seine Handelsrouten von Nordamerika in andere Schwellenländer verlagern, so Gave. Der Handel zwischen den (BRICS+)-Schwellenländern würde also nicht mehr durch den US-Dollar bestimmt, so Gave weiter und kann das durch seine eindrucksvolle Grafik belegen, welche das monatliche Importvolumen für Rohstoffe aus Russland nach China und Indien belegt:

Das US-Anlegermagazin Barrons berichtete über die Erkenntnisse von Louis Gave:

„Gave verglich dies mit den Ereignissen nach dem Fall von Konstantinopel an die Osmanen im Jahr 1453, was bedeutete, dass Europäer, die Seide oder Gewürze aus Asien wollten, bezahlen mussten, was immer die Osmanen verlangten. Um diese Kosten zu vermeiden, segelte Christoph Kolumbus 1492 auf der Suche nach einer neuen Route nach China, während Vasco da Gama 1498 durch Afrika nach Indien ging. Im 19. Jahrhundert rutschte das Osmanische Reich in wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit.

Die Globalisierung endete damals nicht, aber ihre Zentren verlagerten sich nach London, Rio de Janeiro und Kapstadt, schrieb Gave.

„Heute scheint die Vorstellung, dass sich die Welt de-globalisiert, jedem, der in Dubai, Singapur, São Paulo oder Mumbai lebt, lächerlich zu sein. Vielmehr durchläuft die Welt eine neue Welle der Globalisierung, die sich von ihren Vorgängern unterscheidet.

Chinas Handelsüberschuss ist gestiegen, bemerkte er, da er die Exporte in der Wertschöpfungskette nach oben verschoben und aggressiv preisige Investitionsgüter wie Automobile exportiert hat. Diese Waren gingen nach Südostasien, in den Nahen Osten und nach Afrika, anstatt in die USA.

Und da die Vermögenswerte der russischen Oligarchen beschlagnahmt wurden, ist es weniger wahrscheinlich, dass die Einnahmen in westliche Vermögenswerte recycelt werden, von Pariser Immobilien über englische Fußballmannschaften bis hin zu den USA. Staatsanleihen und mehr in die Schwellenländer selbst, behauptete Gave.“

Eine regelrechte Überraschung sei daher, dass Staatsanleihen aufstrebender Länder, die in US-Dollar notieren, die Entwicklung von US-Anleihen übertroffen hätten.

Gave stellte auch fest, dass die Rendite für diese Emerging Markets-Staatsanleihen unter die der fünfjährigen US-Anleihen gefallen sei, was sehr ungewöhnliches Phänomen wäre, das es so in der Historie noch nie gab. In Vergangenheit wurden die Emerging Marktes stets von „Devisennot“ geplagt und die Anleihen regelrecht „zerquetscht“, wodurch viele relativ arme jedoch oft an Rohstoffen reiche Länder gezwungen waren ihre Rohstoffe zu tiefen US-Dollarpreisen zu verscherbeln.

Anstatt eine historische Abkehr von westlicher Dominanz und Dollar-Hegemonie zu beklagen, sollten Investoren diese aufstrebende neue Weltordnung darum nutzen, um ihr Depot zu diversifizieren, wie Gave es beschreibt.

Im Gegensatz zu US$-Anleihen seien Anleihen von Schwellenländern, die auf ihre eigenen Währungen lauten, selten so attraktiv wie heute. Die Kombination aus ihren höheren Renditen und ihren niedrigen lokalen Währungen im Vergleich zum gegenwärtig hohen Dollarstand, würden sie attraktiv machen.

Einige Beispiele für hochverzinste Lokalwährungsanleihen finden Anleger bei der Börse München mit dem Anleihenfinder. Nach meinem Geschmack wäre die brasilianische Anleihe mit mittlerer Laufzeit aus Renditesicht spannend, wie die XXXXXXXXXXXXXXXXXXX BRL-Anleihe (ISIN: XXXXXXXXX) mit einem Kupon von 10,75% und einer Rendite bis zur Rückzahlung 2028 von ca. 9% jährlich.

Brasiliens Real verlor über die letzten 10 Jahre gegenüber dem US-Dollar beträchtlich an Wert. Sollte sich der Real positiver entwickeln, könnten Anleger neben den Zinsen weitere Währungsgewinne erwarten. Allerdings möchte ich betonen, dass „Papiergeld-Währungen“ zueinander stark schwanken und darum für mich allenfalls eine Ergänzung wären. Wer vor Währungsabwertung und Inflation geschützt bleiben möchte, sollte in Korrekturphasen lieber die Aktien der Schwellenländer kaufen, wie ich Ihnen dies mittels einem Brasilien ETF in der Monatsausgabe 9/2023 von Dezember 2023 vorgestellt hatte.

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