Stahl - Cambridge Club https://cambridge-club.com Wissen ist Macht Fri, 10 May 2024 11:35:06 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.2 https://i0.wp.com/cambridge-club.com/wp-content/uploads/2023/04/cropped-logo-anchor-small.png?fit=512%2C512&ssl=1 Stahl - Cambridge Club https://cambridge-club.com 32 32 Starke Renditen mit starken Eisen-Aktien https://cambridge-club.com/starke-renditen-mit-starken-eisen-aktien/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=starke-renditen-mit-starken-eisen-aktien Fri, 10 May 2024 10:40:38 +0000 https://cambridge-club.com/?p=3205 In Australien gibt es praktisch nur drei dominante Bergbaukonzerne für EisenerzBHP & Rio Tinto sowie noch der dritte Fortescue Metals. Die Kosten für den Betrieb dieser Transportrouten wurden durch vollautonome Robo-Züge ohne Lokführer bereits erheblich gesenkt, wie die Financial Times bereits in einem Artikel 2014 bemerkte.Weil dieses Eisenerz praktisch immer und überall benötigt wird, kommt […]

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In Australien gibt es praktisch nur drei dominante Bergbaukonzerne für Eisenerz

BHP & Rio Tinto sowie noch der dritte Fortescue Metals. Die Kosten für den Betrieb dieser Transportrouten wurden durch vollautonome Robo-Züge ohne Lokführer bereits erheblich gesenkt, wie die Financial Times bereits in einem Artikel 2014 bemerkte.

Weil dieses Eisenerz praktisch immer und überall benötigt wird, kommt niemand an diesen wenigen Weltkonzernen vorbei, die durch disziplinierte Reinvestition ihrer Dividenden erhebliche Kapitalrenditen ermöglichten.

Starke Renditen mit den wenigen Aktien im Eisenerzbereich:

Die Renditen im Eisenerz-Sektor liegen bereits seit vielen Jahren weit über der Entwicklung der Eisenerzpreise selbst. Während Eisenerz seit 10 Jahren netto nicht gestiegen ist, haben die führenden Eisenerz-Aktien gemessen am S&P GSCI Iron Ore Index eine jährliche Gesamtrendite von 23,2% erzielt.

Seit dem Jahreswechsel hat sich der Preis dür Eisenerz deutlich ermäßigt

Der für mich seit Sommer unerwartete Anstieg der Eisenerzpreise (links in Bild), verlief entgegen meiner persönlichen schwierigen Konjunkturprognose.

Der vorübergehend einsetzende Optimismus führte zu höheren Eisenerzpreisen, die ein Niveau von 140 US$ pro Tonne erklommen hatten, bevor die Neujahrswoche in China, bei der praktisch die gesamte Industrie über Ende Januar abgeschaltet wurde, der Nachfrage und den Preisen einen Dämpfer verpasste. Sie sehen in der folgenden Grafik auch, dass der chinesische Bausektor lediglich 9% der Weltnachfrage ausmacht und wenn von dort weniger nachgefragt wird, kaufen andere Sektoren und Länder eben günstiger ein.

Am einfachsten wird das am weltweiten Verbrauchskuchen für Eisenerz deutlich

Analysten sind sich seit vielen Jahren uneins über die Eisenerzpreise. Derzeit streiten sie einmal mehr, ob die Eisenerznachfrage tatsächlich einen stärkeren Dämpfer erfuhr. Wenn Sie sich einen langfristigen Verlauf der Eisenerznachfrage anschauen, kommen Sie nicht umhin zu erkennen, dass Eisenerz im Grunde genauso ist wie Rohöl.

Es wird täglich gefördert, an den Hafen verbracht, exportiert und in den Stahlwerken der Welt verbraucht. Darum ist es eigentlich Unsinn darüber zu diskutieren, ob sich die Wirtschaft Chinas strukturell abschwächte oder einfach nur zyklisch, weil vor dem chinesischen Neujahr die Lager aufgebaut werden und temporär eine höhere Nachfrage suggerierten.

Trotz des immer höheren Weltverbrauchs stammt das ausgedünnte Angebot von Eisenerz im Wesentlichen von nur 5 Konzernen:

Aufgrund dieser Marktaufteilung, die meistens geografische Gründe hat, sehe ich keinen Grund, die für anhaltend schwächere Eisenerzpreise von sagen wir einmal deutlich unter 80 US$ pro Tonne sprechen würden. Dafür sorgt schon allein die Kostenkurve, die sich beim Eisenerz, seit mehr als 10 Jahren kaum verschoben hat und bei den weltführenden Konzernen um 50-60 US$ pro Tonne liegt, während neue Produzenten erst bei Preisen von deutlich über 100 US$ pro Tonne profitabel wären. Bei derzeit um 100 US$ pro Tonne wird darum zusätzliches Angebot erfolgreich erstickt, während es sich frühestens ab 150 US$ pro Tonne ausweiten dürfte.

So gibt es gute Gründe, die relativ bald wieder Eisenerzpreise von 120-150 US$ pro Tonne führen sollten. Allerdings dürften noch höhere Preise von bis zu 200 US$ pro Tonne eher kurzfristiger Natur bleiben, weil die großen Konzerne natürlich alles tun, um weitere Eisenerzprojekte zu verhindern.

Die Ausweitung des Rohstoffangebots geht niemals über Nacht

Um Ihnen dies zu erläutern, möchte ich Ihnen von meiner persönlichen Erfahrung berichten. So besuchte ich vor mehr als 13 Jahren einmal ein potenziell neues Eisenerz-Projekt vor Ort in Australien. Dieses Projekt wies nur leicht niedrigere Eisenerz-Gehalte auf, wie die riesigen und unerschöpflich anmutenden Vorkommen von Rio Tinto oder BHP.

Das Problem wären dabei weniger die geringeren Eisenerz-Gehalte und damit leicht höheren Förderkosten gewesen. Das Projekt scheiterte auch nicht allein am für den Abbau benötigten Kapital. Viel schwerer gestaltete sich eher die Anbindung an das weit entfernte Straßen- und Schienennetz und die zur Verfügung stehenden Kapazitäten des potenziell einzigen Verschiffungshafens in Darwin. Obwohl ich selbst feststellen konnte, dass die Hafenbetreiber durchaus willens sind diesen Flaschenhals zu verbessern. Wer den Hafen einmal besucht und die von Zeit zu Zeit rege Bautätigkeit begutachtet, könnte glauben, dass dieser Hafen vielleicht einmal ein bedeutenderer Exporthafen für Eisenerz der Region werden könnte. Schließlich gilt der Hafen von Darwin als ein bewährtes internationales Drehkreuz und als nächstgelegener Hafen zu Asien das "nördliche Tor" Australiens.

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Von der lokalen Regierung wird der Ausbau des Hafens als bedeutender Erfolg dargestellt:

„Zu den wichtigsten Investitionen zur Erweiterung der Hafenkapazität gehören die Erschließung von rund 80.000 Quadratmetern zusätzlicher Lagerfläche für Schüttgut sowie Investitionen in zusätzliche überdachte Lagereinrichtungen.“

Dennoch wird von diesem Hafen aus lediglich ein Marktvolumen von 500.000 Tonnen Eisenerz jährlich bedient. Das entspricht nicht einmal einem prozentualen Anteil von 0,02 Prozent der Weltnachfrage, die bei 2,5 Milliarden Tonnen Eisenerz liegt.

Wie bei jedem industriell in rauen Mengen benötigtem Rohstoff hat auch beim Eisenerz alles mit einer stetig wachsenden Weltnachfrage und einem sehr unelastischen, starren Angebot zu tun, das die Preise eher oben hält und für satte Renditen sorgt.

Anleger streichen ihre Gewinne hier mit einer Regelmäßigkeit ein, wie die mit Eisenerz voll beladenen Züge und Tanker tagein und tagaus vom Anbieter zum Abnehmer rollen.

Weltweiter Handelswert (grün) und das gehandelte Volumen von Eisenerz (in Millionen Tonnen) von 1980-2016 Quelle: UN (2017)

Dieser über mehr als 100 Jahre existierende Kostenvorteil, wirkt sich sehr zum Vorteil der Handvoll im Eisenerz tätigen Konzerne aus, die durch ihre Kontrolle der Transportwege für eine ausreichende Verknappung sorgen, um so die Preise diktieren zu können, während die Welt der Anleger vom „Grünem Gerede“ und den „bösen Rohstoffinvestoren“ überspielt wird.

Das alles sorgt dafür, dass die Bergbaukonzerne ihre Aktionäre an Milliardengewinnen, durch Dividenden und Aktienrückkäufe partizipieren lässt.

Parallel dazu schwankt der Kurs der Bergbaukonzerne kurzfristig mit den Preisen und erlaubt so praktisch unentwegt antizyklische Kaufchancen und Verkaufsmöglichkeiten, das oftmals mit einem Kurspotenzial von mindestens +50% zuzüglich der Dividenden einhergeht, die Sie einstreichen, während Sie die Wartezeit und die Positions-Aufbauzeit überbrücken.

Darum gehören starke Industrie- & Rohstoff-Aktien zur besten Anlage der Welt

Praktisch alle großen Rohstoffkategorien haben über die letzten 10 Jahre einen deutlichen Anstieg ihrer jährlichen Rendite gesehen. Es hört sich vielleicht für Sie langweilig an, wenn ich Ihnen raten würde, einen bedeutenden Teil Ihres Kapitals in nur 10 Aktien zu investieren, doch genau diese Strategie geht seit dem Start des „10.000 € Insider-Depots“ bereits kurz nach der Depoteröffnung bereits auf.

So konnten Sie bei unseren ersten drei Depot-Aktien seit dem Kaufkurs schon überwiegend satte Renditen verbuchen: Der Online- XXXXXX +17%,der Goldminen-Aktie XXXXXX +47%, während der Energiekonzern XXXXXX noch bei -9% steht, aber immer noch mit einem sattem Kurspotenzial und einer Dividendenrendite um 8% aufwartet.

Würde ich heute ein Depot mit maximal 10 Aktien für die nächsten 10 Jahre setzen, ohne die komfortable Möglichkeit zu haben zwischendurch zu handeln, also opportunistisch oben zu verkaufen und unten wieder zu kaufen, würde ich einfach diese 10 Aktien (Die Liste meiner 10 Favoriten habe ich in der Investment-Club Wochenausgabe 14/2024 (INVESTMENT-CLUB – hier jetzt Mitglied werden)) und die Dividenden stets in die gleichen Papiere reinvestieren.

Über die nächsten 10 Jahre glaube ich, dass die Gesamtrendite aus Kursanstieg und Dividenden für dieses Depot wesentlich besser sein wird als die meisten Indizes, bei einem deutlich geringerem Risiko einer dauerhaften Schwächephase.

Während dieser 10 Jahre werden die Marktstimmungen sehr unterschiedlich sein. Mal werden die Anleger Ölaktien hochjubeln, dann wieder Bergbau-Aktien und irgendwann, womöglich wenn die halbe Welt in einer schweren Krise steckt, sogar Goldminen-Aktien, die ein eher schwieriges Geschäftsmodell haben, aber von steigenden Goldpreisen und wachsender Unsicherheit profitieren können, wie Sie in der „10.000 € Insider-Depot-Aufnahme“ bei Newmont Gold gesehen haben, die innerhalb von nur 8 Wochen +46% (siehe Artikel) gestiegen ist und Sie haben mit dem „Cambridge Investment-Club“ auch das absolute Tief miterlebt und hoffentlich herzhaft eingekauft.

Etwa so ähnliche Entwicklung erwarte ich mir von meiner neuen „Insider-Depot-Aktie“, dem Eisenerzkonzern XXXXXX. Leider führen sehr schlechte Anlageexperten immer wieder aus, warum sich eine Investition in Eisenerz derzeit nicht lohnend wäre und erklären dann, dass Eisenerz kein „knappes Gut“ sei, wie vielleicht Gold, sondern in einer Konzentration im Boden von bis zu 60% auftritt. Tatsächlich lässt sich der kurzfristige Verlauf der Eisenerzpreise nicht vorhersagen. Der Irrglaube liegt darin, dass Anleger oder Analysten stets die Eisenerzpreise als Grundlage für ihre Investition oder Empfehlungen der Aktien von Eisenerz-Konzernen nehmen. 

Wie ich oben aber bereits gezeigt habe, lohnt es sich dennoch irgendwann einfach auf den „Eisenerz-Zug“ aufzuspringen, um laufende Dividenden- und Kursgewinne einzufahren. Aktuell bei rund 100 US$ pro Tonne Eisenerz, sind die meisten Aktien sehr preiswert und damit investierbar.

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Stasi 2.0? Parasitäre Bußgeldsöldner als Vollzugshilfe https://cambridge-club.com/stasi-2-0-parasitaere-bussgeldsoeldner-als-vollzugshilfe/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=stasi-2-0-parasitaere-bussgeldsoeldner-als-vollzugshilfe Sat, 10 Feb 2024 10:16:52 +0000 https://cambridge-club.com/?p=2920 Milliardärs-Planwirtschaft – Teil 11Stasi 2.0? Parasitäre Bußgeldsöldner als VollzugshilfeVom Unwesen staatlich befohlener RecyclingquotenHohe Recyclingquoten sind rein oberflächlich betrachtet eine gute Sache und erstrebenswert. Seit einigen Jahren versucht die gesetzgebende Obrigkeit durch staatlichen Zwang die Quoten zu erhöhen. Zu diesem Zweck ist unter anderem die sogenannte EU-Gewerbeabfallverordnung per August 2017 in Kraft getreten. Der Plan ging […]

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Milliardärs-Planwirtschaft – Teil 11
Stasi 2.0? Parasitäre Bußgeldsöldner als Vollzugshilfe
Vom Unwesen staatlich befohlener Recyclingquoten

Hohe Recyclingquoten sind rein oberflächlich betrachtet eine gute Sache und erstrebenswert. Seit einigen Jahren versucht die gesetzgebende Obrigkeit durch staatlichen Zwang die Quoten zu erhöhen. Zu diesem Zweck ist unter anderem die sogenannte EU-Gewerbeabfallverordnung per August 2017 in Kraft getreten. Der Plan ging nicht auf, die Recyclingziele wurden verfehlt und nun sollen die Daumenschrauben für Abfallerzeuger und Entsorgungsunternehmen gewaltig angezogen werden.

Neben verschärften Dokumentationspflichten sollen nun empfindliche Bußgelder und vor allem private Gutachter die überforderten Gewerbeaufsichtsämter als Vollzugshilfe entlasten. Diese Maßnahmen werden mit hoher Wahrscheinlichkeit viele mittelständische Betriebe ohne eigene Rechtsabteilung und entsprechende Umsatzgrößen komplett überfordern. Man muss kein Prophet oder Branchenkenner sein, um das zu erkennen – der gesunde Menschenverstand reicht dafür aus.

Bußgeldsöldner: Eine weitere parasitäre Branche soll etabliert werden

Branchen und Unternehmen, die nicht am Wertschöpfungsprozess teilnehmen, verbessern nicht unmittelbar den Wohlstand einer Volkswirtschaft. Im Gegenteil, sie reduzieren die Produktivität, verbrauchen Ressourcen, mindern folglich den Wohlstand und schaden durch den verschwenderischen Charakter der Umwelt. Sie erbringen keine Dienstleistungen oder produzieren Waren, die der Bedürfnisbefriedigung der Menschen zuträglich sind. Es gibt heutzutage viele unproduktive Branchen, die es noch vor drei bis vier Jahrzehnten nicht gab. Die meisten von ihnen unterstützen die Unternehmen bei der Erbringung des Bürokratieerfüllungsaufwandes. Zum Teil „dürften“ die Unternehmen ohne diese externen Berater ihre Tätigkeiten gar nicht ausführen. Ich denke unter anderem an Datenschutzbeauftragte, an Zertifizierer und so weiter. Diese Dienstleister erhöhen die Kosten in den Unternehmen. Kleine Unternehmen sind besonders davon betroffen. Hier verteilt sich die Kostenerhöhung auf weniger abgesetzte Stückzahlen (Waren, Güter, Dienstleistungen), wodurch die absolute Gewinnmarge schwindet. Da es nur bedingt möglich ist, die gestiegenen Kosten weiterzureichen, leidet die Wettbewerbsposition der kleinen und mittelständischen Unternehmen. Die großen Unternehmen übernehmen die Marktanteile der kleinen und mittelständischen Unternehmen, die Wirtschaft zentralisiert sich und die konkurrenzwirtschaftliche Ordnung macht Platz für oligopolistische Strukturen.

Umsetzung einer totalitären Maßnahme in einer Nische – Bußgeld als Köder

Hoheitliche Aufgaben an private Dienstleister abzugeben, wäre nach meiner Einschätzung mit einem rechtsstaatlichen Dammbruch gleichzusetzen. Würde dieser Versuch in der Nische der Entsorgungswirtschaft fruchtvoll sein, könnte das Beispiel Schule machen und auf sämtliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Bereiche ausgedehnt werden. Die staatlichen Behörden und Aufsichtsämter sind zunehmend nicht mehr in der Lage, all die Gesetze und Verordnungen zu kontrollieren und zu exekutieren. Folglich braucht es außerstaatliche Helfer und einen entsprechenden monetären Anreiz. In der Überschrift habe ich diese Helfer als Bußgeldsöldner bezeichnet. Ich überspitze die Angelegenheit bewusst, um möglichst viele Menschen aufzurütteln. Das Bußgeld ist der Köder, um einen Spitzelstaat zu etablieren. Finanziert wird dieser Apparat aus den Bußgeldern. Der parasitäre Charakter sollte deutlich erkennbar sein, denn diese neue Branche wird sich von der Substanz Dritter ernähren. Eine derartige Entwicklung würde Angst und Misstrauen gleichermaßen schüren. Der moderne Säbelzahntiger in Gestalt des Gewerbeaufsichtsamtes würde wesentlich aktiveren Nachwuchs bekommen. Aktiver deshalb, weil die privaten Kontrolleure dem monetären Anreiz folgen: Je mehr Bußgelder verhängt werden, desto größer der wirtschaftliche Erfolg für den privaten Gutachter. Der Gewerbeaufsichtsbeamte bekommt sein Einkommen auch ohne Ermittlungserfolge, also rein durch Anwesenheit.

Um es sinngemäß mit den Worten von Ludwig von Mises zu sagen: Ein Gesetz oder eine Regierungsanordnung, gleichgültig, ob aus Brüssel oder Berlin, ist mit staatlicher Zwangsgewalt ausgestattet. Wer sich der Anordnung nicht unterwirft oder ihr zuwiderhandelt, gerät mit der Polizei in Konflikt. Allerdings nur dann, wenn diese Zuwiderhandlung überhaupt identifiziert wird. Daran mangelt es aus Sicht der Obrigkeit bislang und daher möchte man die Vollzugshilfen etablieren.

Ausdehnung auf ESG- und CO2-Zielsetzungen

Vermutlich dauert es nicht allzu lange und die Kontrollen werden auf andere Bereiche ausgedehnt. Die Erweiterung könnte auf Basis der recht willkürlichen ESG-Kriterien eine zusätzliche Dynamik erfahren. Oder die strenge Überwachung der sogenannten CO2-Produktion könnte mithilfe von privaten Gutachtern eine totalitäre Ausgestaltungsform annehmen. Es geht um die Ausübung von Zwang und Gewalt zur Umsetzung einer gewissen Agenda.

Gezielte Lobbyarbeit des milliardärsplanwirtschaftlichen Zirkels?

Es ist offensichtlich, dass sämtliche Maßnahmen weder mit freiheitlichen noch mit marktwirtschaftlichen Grundsätzen in Einklang zu bringen sind. Die offene Gewaltandrohung wird viele Unternehmer verunsichern und ihnen den Spaß am Unternehmertum zusätzlich nehmen. Die Kosten für die Dokumentationspflichten werden die Wettbewerbsposition der kleinen und mittelständischen Unternehmen erheblich schwächen. Nach meiner Einschätzung handelt es sich bei einer Vielzahl von Maßnahmen um gezielte Lobbyarbeit, um den Mittelstand aus dem Markt zu treiben. Möglich werden diese Lobbystrategien durch den starken Staat. Durch die Zentralisierungseffekte der EU sind die großen Unternehmen in der Lage, diese Maßnahmen europaweit auszurollen. Wenn es dann um die Ausführung in den Ländern geht, ist zu beobachten, dass Deutschland wieder einmal deutlich gründlicher vorgeht als die südlichen Länder Europas – zum großen Nachteil der Wettbewerbsposition der deutschen Unternehmen.

Recyclingquoten erhöhen sich durch marktwirtschaftliche Anreize

Den wichtigsten und grundsätzlichsten Punkt möchte ich in der Abschlussbemerkung anbringen. Recyclingquoten unter Gewaltandrohung zu erzwingen, ist mit einem Rückfall in unfreiheitliche und antimarktwirtschaftliche Zeiten gleichzusetzen. Stahl, Pappe, Kunststoffe und andere Rohstoffe werden an den Märkten auf der ganzen Welt gehandelt. Je höher der Preis für den betreffenden Rohstoff, desto größer ist die potenzielle Gewinnspanne für Recyclingprozesse und desto größer ist der Anreiz, altes Material zu recyceln. Der positive Anreiz liegt in der konsequenten Umsetzung der freien Marktwirtschaft. Findige Unternehmer entwickeln permanent technologische Verfahren, um durch Recyclingverfahren Produktivitätsfortschritte zu erzielen. Die Lösung des Recyclingproblems stellt eine unglaubliche Ertragsmöglichkeit für Unternehmer dar. Da braucht es keine anmaßenden und einschränkenden Vorschriften, um die Recyclingquoten zu erhöhen.

Es braucht keine Zwangsmittel des Gewaltmonopolisten. Schon gar nicht dann, wenn Staaten und Superstaaten als gesetzgebende Instanz von Sonderinteressengruppen zur eigenen Zielerreichung eingespannt werden. Vordergründig und in der medialen Propaganda geht es um die gute Sache. Gegen hohe Recyclingquoten und Ressourcenschonung kann ja kein Mensch Einwände anbringen.

Es ist auch ganz sicher nicht so, dass die Menschen mehrheitlich Umweltsünder oder Ressourcenverschwender wären. Medial wird der Bevölkerung suggeriert, dass dem so sei. Damit wird der staatliche Eingriff begründet und auf dieser Basis werden Mehrheiten für Gesetzgebungsverfahren zwanghafter Natur organisiert. Die Unternehmen und Einzelpersonen, die sich an der Umwelt vergehen und kriminell agieren, werden sich auch durch schärfer werdende Gesetze nicht abschrecken lassen. Den Schaden der zunehmenden Bürokratie und des staatlichen Kontrollwahns tragen die Unternehmen und durch höhere Endpreise letztendlich auch die Verbraucher.

Überdies sei anzumerken, dass eine Staatsquote (Anteil des Staates an der Wirtschaftsleistung) von über 50 Prozent die zentrale Stellschraube darstellt, um Ressourcenverschwendung in den Griff zu bekommen. Der jährliche Bürokratieerfüllungsaufwand für die Unternehmen in Deutschland wird auf über 40 Milliarden Euro taxiert – Tendenz steigend. Anstatt die Staatsquote durch neue Steuern (und Bußgelder) und Bürokratieerfüllungsaufwand durch neue Gesetze weiter auszubauen, sollten die Menschen die Widersinnigkeit der Aktionsmechanismen erkennen und strikt ablehnen.

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Infrastruktur & Wohnungsbau: Die Zinsen werden deutlich fallen https://cambridge-club.com/infrastruktur-wohnungsbau-die-zinsen-werden-deutlich-fallen/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=infrastruktur-wohnungsbau-die-zinsen-werden-deutlich-fallen Sat, 13 Jan 2024 12:31:56 +0000 https://cambridge-club.com/?p=2734 Ein Hauptfaktor für eine Erholung im Industrie-Sektor sowie Baugewerbe werden fallende Zinsen und steigende Staats-Investitionen sein:Die schöngerechnete Kerninflationsrate in den USA ist mittlerweile auf 2% gesunken und liefert der US-Notenbanken wieder Argumente für eine Senkung der Leitzinsen.Darum rechne ich in den nächsten 12-18 Monaten mit drei Zinssenkungen auf 3%Obwohl viele Volkswirte und Marktteilnehmer noch immer […]

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Ein Hauptfaktor für eine Erholung im Industrie-Sektor sowie Baugewerbe werden fallende Zinsen und steigende Staats-Investitionen sein:

Die schöngerechnete Kerninflationsrate in den USA ist mittlerweile auf 2% gesunken und liefert der US-Notenbanken wieder Argumente für eine Senkung der Leitzinsen.

Darum rechne ich in den nächsten 12-18 Monaten mit drei Zinssenkungen auf 3%

Obwohl viele Volkswirte und Marktteilnehmer noch immer Zweifel äußern, ob die kurzfristigen Zinsen tatsächlich deutlich fallen werden, deutet die überwiegenden Indikatoren daraufhin, dass die Zinsen fallen. Zunächst möchte ich hierbei betonen, dass die langfristigen 10- bis 30-jährigen Anleihenrenditen bereits von 5 % auf 4 % gefallen sind und zu einer so genannten „inversen Zinskurve“ führten. Diese ist ein untrügliches Rezessions-Signal.

Außerdem sind die Refinanzierungszinsen so schnell gestiegen, dass mittlerweile der Immobiliensektor weltweit in einer tiefen Krise steckt. Für Deutschlands Stimmungsindikator im Wohnungsbausektor meldete das ifo Institut diese Woche ein neues Allzeittief, den tiefsten Stand seit 1991. Vor allem kaum einhaltbare Bauvorschriften, neue Energieverordnungen sowie schlicht ein Mangel an „arbeitswilligen Fachkräften im Baugewerbe“ führen mit den gestiegenen Zinsen zu unerschwinglichen Baukosten. Überdies scheint der deutsche Staat mit der „Vollkasko“-Versorgung von Millionen zugewanderter Menschen überfordert, die sich selbst – ohne Integration im Arbeitsmarkt – wohl niemals eine Wohnung oder ein Haus leisten könnten, während die „Stammes“-Bevölkerung durch immer mehr Abgaben, Inflation und Steuern soweit geknechtet wurde, dass sie die Hypotheken kaum noch stemmen kann. Werfen Sie nur einen Blick auf die Wohneigentumsquoten in Europa:

Italiener, Ungarn, Polen, Spanier, Dänen oder Briten haben alle wesentlich höhere Eigentumsquoten und leiden weniger stark unter den steigenden Mieten oder Wohnraumverknappung. Früher sagten Politiker und Medien dazu oft, dass die „Deutschen“ wegen der erschwinglichen Miete kein Eigentum haben wollen. Doch das war schlichtweg gelogen. Laut Statista hatten 2021 doch 72% aller Mieter den Wunsch einer eigenen Immobilie geäußert. Doch leider können sich große Teile der ärmer werdenden Bevölkerung und Rentner schlichtweg kein Eigentum leisten. Nach meiner Erfahrung sind vor allem gut verdienende Angestellte, mit hohen Vermögen und dividendenstarken Aktien-Depots, „glückliche Mieter“ in der Stadt.

Ohne die Möglichkeit einer wachsenden Beleihung der Immobilien, wird die volkswirtschaftliche Entwicklung insgesamt gehemmt. Sie sehen das an den Daten von Japan, dessen Wirtschaft und Aktienmarkt seit 1989 für knapp drei Jahrzehnte stagnierte, weil die Immobilienpreise als Beleihungsgrundlage für private Immobilienkredite rückläufig war. Allein der japanische Staat sorgte mit seiner Erhöhung der Schuldenquote von rund 60% auf >200%, dass die Wirtschaft dort nicht vollends kollabierte.

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Würden sich die Zinsen und Inflation entspannen, könnte das zu einer leichten Belebung führen. Doch weiterhin sind der größte Risikofaktor weitere unsinnigen Auflagen oder die Pflicht zum Einbau extrem teurer Heizungssysteme. Zudem sind die Kapazitäten für Baustahl, Zement oder auch Energie am Anschlag und könnten jederzeit eine neue Welle von Preiserhöhungen einleiten, die aufkeimende Hoffnungen schnell ersticken dürften.

Fakt ist aber auch: Es muss irgendwann mehr gebaut werden, sonst drohen immer mehr Wohnungslose zu Obdachlosen zu werden oder die Wohnqualität zu leiden.

Vor 12 Monaten waren laut offiziell und wohl stark geschönten Berechnungen des Statistischen Bundesamts in Deutschland gut 372.000 Personen wegen Wohnungslosigkeit untergebracht, mehr als doppelt so viele wie noch Anfang 2022.

Laut einem Bericht bei n-tv verloren die meisten Menschen ihre Wohnung der BAG zufolge aufgrund einer Kündigung. Weitere Auslöser seien demnach vor allem auch Miet- und Energieschulden.

Aber keine Angst: Sozialistische Staaten halfen sich gerne mit der Einrichtung von kommunalen WG-Wohnungen, bei denen man am Ende selbst mit einer Familie höchstens noch ein Zimmer zugewiesen bekommt...

Wohnen wie zu Sowjet-Zeiten: Kommunalkas in Russland

Es ist beängstigend, wohin die Sowjetunion nach der Oktoberrevolution 1917 innerhalb weniger Jahre hineinschlitterte. Das heutige Russland leidet seit Jahrzehnten noch unter diesem Investitionsstau aus längst vergangenen Zeiten.

Deutschland befindet sich noch nicht dort, aber auf dem besten Weg dorthin, wenn nichts unternommen wird.

Weil der Staat heute schon eine so gewichtige Rolle in der Wirtschaft und bei der Umverteilung der Einnahmen spielt, dürfte der Staatsanteil über die nächsten Jahre höchstwahrscheinlich nur weiterwachsen und zu großen Problemen führen.

Laut der Hans Böckler Stiftung, ist die Mehrheit der Deutschen unzufrieden mit der öffentlichen Infrastruktur. Im Bundesdurchschnitt fordern gut zwei Drittel höhere staatliche Investitionen, vor allem bei Gesundheit und Bildung

Wohin die Reise geht, zeigt unser Nachbar Frankreich, wo uns ein gut informierter Leser berichtete:

„Wir beobachten seit etwa eineinhalb Jahren weniger Bauvorhaben = weniger Arbeit für Architekten. Das hat zur Folge, dass Architekturbüros schließen und Leute entlassen.

Das einzige Projekt, das derzeit gut läuft, ist Cegelog (Bauträger Eiffage, zu dessen Großaktionären Blackrock gehört. Zudem profitiert Eiffage von „Neo“, einem auf 1,5 Milliarden Euro dotierten Großauftrag der französischen Armee, für deren Soldaten 8.000 Wohnungen sanieren und weitere 3.000 Wohnungen bauen werden.

Das Unternehmen, in dem ich arbeite, hat mit ihnen einen Vertrag über die Lieferung von Sanitäreinrichtungen abgeschlossen. Die Lage für Bauträger, die Wohnungen für Privatpersonen bauen, sind eine Katastrophe. Keiner kauft Häuser."

Cegelog ist ein mit 600 Mio. Euro von der Europäischen Investitionsbank (EIB) finanziertes Projekt, dessen Ziel darin besteht:

Sie sehen: Der Trend geht also immer mehr in Richtung der großen staatlichen Infrastrukturprojekte (ÖPP = Öffentlich Private Partnerschaften), die von privaten Großkonzernen ausgeführt und vom Staat mittels Schuldenaufnahme bezahlt werden.

Vor allem wird damit auch der Ausbau von Straßen, Bahnstrecken, des öffentlichen Nahverkehrs oder dem Klimaschutz vorangetrieben, während die dringend nötigen und seit Jahren geforderten Schutzmaßnahmen gegen Hochwasser scheinbar irgendwo „vergessen“ worden sind.

So zeigte sich jene französische Eiffage im jüngsten Halbjahresbericht optimistisch, was ihre Aufträge der öffentlichen Hand anbelangt:

„In Europa (ohne Frankreich) stieg der Umsatz um 32,5 % auf 2,3 Mrd. €, vor allem aufgrund des hohen Geschäftsvolumens beim Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnprojekt HS2 in Großbritannien, beim Autobahnprojekt E18 in Norwegen, beim Autobahnprojekt A3 in Deutschland und bei Offshore-Windprojekten.“

Eiffage ist übrigens auch in Deutschland aktiv, mit dem Ausbau der extrem stark überbeanspruchten A3 in Nordbayern, zwischen Würzburg und Nürnberg, wo die Strecke über 76 Kilometer von 4 auf 6 Spuren erweitert wird.

Mit solchen riesigen Bauvorhaben, die Unmengen an Stahl (Eisenerz), Beton (Zement) sowie Stromleitungen (Kupfer) verbrauchen, erklärt sich das weiterhin enorme Bedarf an Rohstoffen, obwohl westliche Privatwirtschaft längst in der unvermeidlichen Rezession steckt.

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Aktien: Jetzt beginnt der Bärenmarkt – Diese Auffangkurse sichern Ihr Depot ab https://cambridge-club.com/aktien-jetzt-beginnt-der-baerenmarkt-diese-auffangkurse-sichern-ihr-depot-ab/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=aktien-jetzt-beginnt-der-baerenmarkt-diese-auffangkurse-sichern-ihr-depot-ab Fri, 06 Oct 2023 10:07:02 +0000 https://cambridge-club.com/?p=1994 Obwohl Experten eigentlich im Vorwahl-Herbst für die USA keine dramatische Verschlechterung der Finanzmärkte erwarteten, weisen die Daten auf eine Verknappung der verfügbaren Liquidität hin, welche die Aktienkurse weiter belasten.Die Ausgangslage ist dieses Jahr völlig neu. Die Hälfte der neu platzierten US-Anleihen, in einem Volumen von derzeit mehr als 500 Milliarden US$ pro Monat muss mittlerweile […]

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Obwohl Experten eigentlich im Vorwahl-Herbst für die USA keine dramatische Verschlechterung der Finanzmärkte erwarteten, weisen die Daten auf eine Verknappung der verfügbaren Liquidität hin, welche die Aktienkurse weiter belasten.

Die Ausgangslage ist dieses Jahr völlig neu. Die Hälfte der neu platzierten US-Anleihen, in einem Volumen von derzeit mehr als 500 Milliarden US$ pro Monat muss mittlerweile von Inländern gekauft werden und die Nachfrage wird derzeit eher bei den kurzen einjährigen Laufzeiten bedient. Dieses kurzsichtige Verhalten erhöht das Risiko einer plötzlichen Verstopfung der langfristigen Anleihenmärkte, die für den Finanzmarkt ähnlich wie die Arterien im Körper sind. Kommt es hier zu einem Stau der Nachfrage bei der Nachfrage nach längerfristigen Anleihen, erhöht das die Risikoprämie für alle Anlageklassen und sorgt so für rückläufige Aktienkurse.

Diese Gefahr wird derzeit mit dem Rückgang des Nasdaq 100 und S&P 500 deutlich, die beide seit Ende Juli wieder stärker mit der Entwicklung der Anleihen korreliert. Seit Herbst 2022 hatten sich die Kurse hier vorübergehend stark voneinander abgekoppelt.

Zuletzt stiegen die Zinsen bei Hochzinsanleihen auf den dritthöchsten Wert seit dem pandemischen Schock. Gemessen am ICE BofA US High Yield Index stehen die Zinsen wieder auf fast 9%. 2020 erreichten sie kurzzeitig ein Niveau von 12% und im Herbst 2022 von knapp 10%.

Insgesamt führen diese höheren Zinskosten dazu, dass Rückkaufprogramme bei Aktien für Unternehmen mit relativ höheren Schulden unattraktiver werden und den Bewertungsniveaus eher schaden, weil die zu zahlenden Zinsen über der erwarteten Gewinnrendite liegen.

Meines Erachtens befinden sich die Aktien nun klar am Beginn eines Bärenmarktes

Das Sentiment hat jüngst schon eine leichte Übertreibung erreicht, sodass sich der Abwärtstrend nun auch abflachen könnte, falls die Impulse der Ertragssaison zum 2. Quartal positiv ausfallen. Eine Prognose ist hier aber fast unmöglich und enttäuschen die Zahlen, ist auch eine Beschleunigung der Abwärtsbewegung realistisch. Das müssen Sie jetzt einfach abwarten.

Allerdings ist der Trend der Aktiengewichtung von Privatkunden der Bank of America (Abbildung links: Chart 19 GWIM equity allocation) schon länger rückläufig und erreichte jüngst 59%. Die Aktienquote liegt damit wieder im langfristigen Durchschnitt, jedoch immer noch weit über der Allokation von 39% zum Tiefpunkt der Finanzkrise 2009. Heute sind die Zinsen wieder so attraktiv, dass ich eine weitere Rückführung der Aktienquote bis auf 50% sehr wahrscheinlich erachte.

Fallende Stahlpreise belasteten jüngst auch unsere Vermögensaufbauliste mit Industrie-Werten

Der Index für Stahlaktien an der New Yorker Börse.

Der Kurs von ArcelorMittal (Cambridge Vermögensaufbau-Aktie) hat nachgegeben, obwohl die Deutsche Bank ihre Kauf-Einschätzung bestätigte, aber sagte, „dass der Stahlhersteller einen sequenziellen Rückgang der Zahlen im dritten Quartal melden könnte, der durch schrumpfende Margen und geringere Mengen beeinträchtigt wird.“

Jefferson de Paula, der den brasilianischen Zweig des weltweit zweitgrößten Stahlherstellers ArcelorMittal leitet, sagte bei einer Industriekonferenz in Brasilien, dass billiger Stahl aus Russland und China den Markt überschwemmt. Chinesische und russische Unternehmen würden „den Markt mit Stahlprodukten zu subventionierten Preisen überschwemmen".

Langfristig halte ich ein Engagement im sehr günstig bewerteten Stahlsektor für weiterhin spannend, weil vor allem Indien stärker wächst und den Weltstahlverbrauch begünstigt. ±±

Allerdings waren auch meine Favoriten, wie Arcelor Mittal und XXX seit dem Jahreshoch im März – als ich Ihnen zu Teil-Gewinnmitnahmen und einer maximal halben Positionshöhe riet – rückläufig.

Potenzielle Auffangkurse und Rückkauf-Niveaus sind:

Die Mitte August begonnene Korrektur-Welle sollte zunächst noch weiter gehen:

Das rückläufige Stahlpreise und Kurse bei den Stahlaktien hatte ich bereits als Indiz für eine bevorstehende Korrekturwelle vorhergesehen und Ihnen am 16. August, in der Wochenausgabe 33/2023 ab Seite 7 „Wie wahrscheinlich ist das Korrektur-Szenario“ geschrieben:

"Trotzdem bewerte ich aus der hohen Korrelation in der Vergangenheit heraus, den Indikator als aussagekräftig, dass wir vor einer Korrekturphase im Industriesektor stehen. Momentan halte ich mich darum auch mit Zukäufen im Sektor zurück.“

Seit dieser Feststellung hat der Dow Jones Industriewerteindex schon 2.000 Punkte oder rund 6% verloren und damit seinen Anstieg seit Jahresbeginn aufgezehrt. Der Dow Jones signalisiert damit eine deutlich gedrückte Investorenstimmung und befindet sich nun wieder in seinem Abwärtstrend, der durch ein tieferes Zwischenhoch bestätigt wurde und über die kommenden Wochen bis Monate zu einem Rückgang unter 30.000 Punkte führen könnte.

 In dieser Phase stark rückläufiger Aktienkurse und Schätzungen im Industriesektor, halte ich mich mit dem Aufbau von neuen Positionen zurück. Es ist einfacher, die Schnäppchenkurse auf dem Weg nach unten zu nutzen, statt sich vorschnell auf vermeintlich günstige Aktien zu stürzen. Bestehende Absicherungs-Positionen bleiben intakt, wie der XXX-ETF (ISIN: XXX, WKN: XXX) und das XXX-Shortzertifikat (WKN: XXX) +76% seit 17.07 - +21% seit Erstvorstellung am 05.07. (Ausgabe 27/2023). Wer seine Liquiditätsquote über die letzten Wochen erhöht hat, darf dann in die Stärke hinein auch bei den Short-Wetten erste Positionsrückführungen betreiben, um zusätzliche Renditen zugunsten der „Cash-Quote“ mitzunehmen.

Hier wissen unsere Investment-Club-Mitglieder natürlich genau Bescheid und werden als erste davon profitieren...

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