Zinserhöhung - Cambridge Club https://cambridge-club.com Wissen ist Macht Fri, 17 Nov 2023 10:03:57 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.2 https://i0.wp.com/cambridge-club.com/wp-content/uploads/2023/04/cropped-logo-anchor-small.png?fit=512%2C512&ssl=1 Zinserhöhung - Cambridge Club https://cambridge-club.com 32 32 Ich erwarte keinen Anleihen-Crash – aber Liquiditätsdruck auf den Aktienmarkt https://cambridge-club.com/ich-erwarte-keinen-anleihen-crash-aber-liquiditaetsdruck-auf-den-aktienmarkt/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=ich-erwarte-keinen-anleihen-crash-aber-liquiditaetsdruck-auf-den-aktienmarkt Fri, 17 Nov 2023 10:03:38 +0000 https://cambridge-club.com/?p=2444 Weiterhin bleibe ich – was den Ausblick für Gold & Silber sowie Rohöl betrifft – grundsätzlich sehr positiv gestimmt, was den langfristigen Ausblick angeht. Dennoch möchte ich auch eine selbstkritische Haltung vertreten und muss Rücksicht auf die Signale des Marktes und der Sektoren nehmen.Die außergewöhnlich starke Zinserhöhung der US-Notenbank hat zu einer Entwicklung geführt, bei […]

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Weiterhin bleibe ich – was den Ausblick für Gold & Silber sowie Rohöl betrifft – grundsätzlich sehr positiv gestimmt, was den langfristigen Ausblick angeht. Dennoch möchte ich auch eine selbstkritische Haltung vertreten und muss Rücksicht auf die Signale des Marktes und der Sektoren nehmen.

Die außergewöhnlich starke Zinserhöhung der US-Notenbank hat zu einer Entwicklung geführt, bei der sich die Weltwirtschaft deutlicher abschwächte als zunächst erwartet wurde. Wir sind hier noch nicht über dem Berg. Weiterhin erreichen uns schwache Signale – besonders aus China. Allerdings haben die weltweiten Notenbanken schon begonnen ihre Leitzinsen zu senken. Sobald die USA hierzu ebenfalls in der Lage wären, könnte das eine weitere Inflationswelle auslösen, denn der Nachfrage-Belebung durch die Notenbanken stünde weiterhin kein ausreichende Rohstoffversorgung gegenüber.

Die USA stehen vor einer Schuldenwand

In den kommenden 12 Monaten werden allein in den USA Anleihen im Volumen von 8,2 Billionen US$ fällig. Das bedeutet neben der Finanzierung des Haushaltsdefizits schlagen nun im Schnitt rund 700 Milliarden US$ monatlich zu Buche. So sollten laut Crescat Capital 3,5-Mal so viele Anleihen auf den Markt kommen, wie in diesem Jahr.

Die US-Notenbank wird förmlich gezwungen die Inflationsgefahren herunterzuspielen und dafür zu sorgen, dass Anleihen gekauft werden.

Aus meiner Sicht dürften diese platzierten Volumina aber vor allem den Aktienmarkt belasten, weil Großanleger über die kommenden Monate weiter auf Renten umsatteln werden.

Die geschätzten Gesamtabflüsse aus langfristigen Investmentfondsbeliefen sich in der Woche bis Mittwoch, den 1. November, auf 27,97 Mrd. US$. Zudem lag das Niveau der Aktien-Rückkäufe Q2 2023 rund 20% unter dem Vorjahresniveau.

Rückkäufe eigner Aktien sind die größte permanente Käufergruppe geworden. Aktien-Rückkaufprogramme machen bei so hohen Zinsen gar keinen Sinn mehr, schließlich kaufen Unternehmen Aktien mit 4-5% Gewinnrendite zurück, müssen aber schon 6-10% für die Zinsen aufwenden. Es würde also viel mehr Sinn machen Schulden zu tilgen, statt Aktien zurückzukaufen. Das Spiel wird nur noch fortgesetzt, weil die Boni der Manager an den Aktienkursen hängen.

Derzeit ist es also viel leichter die höher verzinsten aber dennoch relativ sicheren Anleihen- oder Mischformen zwischen Eigen- und Fremdkapital zu kaufen. Auf diese Weise können Sie mit jährlich bis zu rund 6-9% Rendite rechnen.

Mein Urteil: Halten Sie für 2024 nach sehr aussichtsreichen Anleihen-Schnäppchen Ausschau

Fallen die Zinsen fallen, steigen die Anleihenkurse, während sie auf günstige Nachkaufkurse an der Börse warten. So halten Sie dennoch den Weg nach oben offen, falls die Zinsen in einer Rezession stark sinken sollten. Eine sehr hohes und vor allem relativ gut abgesichertes Renditepotenzial bieten Ihnen hochprozentige Dividenden-Aktien, wie Enbridge mit derzeit 7% Dividendenrendite oder deren „Preferred-Stocks“, mit bis zu 9% Rendite, die ich heute ausführlicher vorstellen möchte.

Wissens-Akademie: Was sind Preferred-Stocks nach US-Recht?

Preferred Stocks in den USA, die ebenfalls Vorzugsaktien genannt werden, sind hybride Finanzinstrumente, die Merkmale von Eigen- und Fremdkapital aufweisen und in der Kapitalstruktur über Stammaktien, aber unter Anleihen eingestuft werden. Zu den wesentlichen Merkmalen gehören:

  • Dividendenvorzug: Vorzugsaktien haben Vorrang bei der Ausschüttung von Dividenden vor Stammaktien.
  • Liquidationsvorzug: Im Falle der Liquidation haben Inhaber von Vorzugsaktien einen Anspruch auf das Unternehmensvermögen, der über dem der Stammaktien, aber unter dem der Anleiheninhaber liegt.
  • Wandelbarkeit: Vorzugsaktien können unter bestimmten Bedingungen in Stammaktien umgewandelt werden.
  • Kündbarkeit: Sie können vom Unternehmen jederzeit vor Fälligkeit – zum Nominalpreis meist $25 oder $100 – zurückgekauft werden.
  • Nicht stimmrechtlich: Normalerweise gewähren Vorzugsaktien kein Stimmrecht.

Europäische Vorzugsaktien ähneln den US-amerikanischen, können jedoch unterschiedliche Rechte und Privilegien haben, insbesondere in Bezug auf Stimmrechte. In Deutschland beispielsweise haben Vorzugsaktien oft kein Stimmrecht, es sei denn, die Dividende wird ausgesetzt. Der bedeutendste Vorteil von US-Preferred Stocks ist vor allem das Dividendenrecht, das auch bei einer Kürzung der Aktiendividende erhalten bleibt und der Liquidationsvorzug. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass diese Wertpapiere relativ liquide an den Börsen von New York und Toronto handelbar sind. Im Vergleich zu einer Anleihe schwanken die Kurse stärker und können so eine höhere Rendite bis zur Fälligkeit oder Rückzahlung ermöglichen.

Kurzum: Sie erhalten mit Preferred-Stocks nicht nur Höchstzinsen, sondern zusätzlich eine Chance auf Kapitalgewinne, die Sie als eine Art langfristigen Inflationsausgleich betrachten dürfen.

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Banken- & Finanzkrise – Lassen Sie sich nicht von DAX & Co. blenden https://cambridge-club.com/banken-finanzkrise-lassen-sie-sich-nicht-von-dax-co-blenden/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=banken-finanzkrise-lassen-sie-sich-nicht-von-dax-co-blenden Thu, 11 May 2023 07:42:09 +0000 https://cambridge-club.com/?p=943 Ziehen Sie aus der robusten Börsentendenz nicht den Trugschluss, dass die Lage sich beruhigt habe. Die weltweite Banken- und Finanzkrise steht noch immer an ihrem Anfang und wird uns voraussichtlich noch Jahre beschäftigen. Ziehen Sie deshalb Guthaben aus dem US-Dollarraum ab. Keine Frage, die US-Regierung und die US-Notenbank werden alles tun, um weitere Banken vor […]

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Ziehen Sie aus der robusten Börsentendenz nicht den Trugschluss, dass die Lage sich beruhigt habe. Die weltweite Banken- und Finanzkrise steht noch immer an ihrem Anfang und wird uns voraussichtlich noch Jahre beschäftigen.

Ziehen Sie deshalb Guthaben aus dem US-Dollarraum ab. Keine Frage, die US-Regierung und die US-Notenbank werden alles tun, um weitere Banken vor der Pleite zu retten. Nicht einmal acht Wochen nach dem Einbruch der ersten Bankaktien übersteigen die Verluste im US-Bankensektor dieses Jahr bereits die Verluste aus der Banken- und Finanzkrise 2008.

Um dieser Krise Herr zu werden, wird Biden versuchen, die Steuern zu erhöhen, weitere Kredite aufnehmen, Geld aus dem Nichts erschaffen und damit den Wert des US-Dollars zerstören, der seit dem Jahr 1931 um 98,25 % abgewertet hat. Die letzten 1,75 % Wertvernichtung werden beschleunigt ablaufen.

Sie sollten jetzt besonders darauf achten, dass Sie stets mehr Gold als Geld halten. Aber ich hoffe, dass Sie das schon längst beherzigt haben!

US-Notenbank erhöht Leitzins

Vergangenen Donnerstag erhöhte die US-Notenbank den Leitzins um ein weiteres Viertel Prozent auf eine Spanne von 5,00 bis 5,25 %.

In der veröffentlichten Erklärung hieß es, das US-Bankensystem sei solide und widerstandsfähig. Doch man betonte ebenfalls, dass die strengeren Kreditbedingungen für Haushalte und Unternehmen wahrscheinlich die Wirtschaftstätigkeit, die Einstellung von Arbeitskräften und die Inflation beeinträchtigen werden. Wie sich das insgesamt auf die US-Wirtschaft auswirken werde, bleibe ungewiss.

Tatsächlich habe ich allergrößte Zweifel an der Aussage, das US-Bankensystem sei stabil. Ein interner Ausschuss im Februar kam hier noch zu einer ganz anderen Einschätzung. Diese interne Präsentation wurde von der US-Notenbank im Rahmen ihrer S&R-Quartalspräsentation am 14. Februar 2023 gehalten. In ihr warnten die Experten vor einer hohen Verlustwelle im Bankensektor und der bevorstehenden Pleite der Silicon Valley Bank:

„Zum Ende des dritten Quartals meldeten 722 Banken nicht realisierte Verluste von mehr als 50 % ihres Eigenkapitals an.“

Abbildung: Die unrealisierten Verluste bei Staatsanleihen fressen sich in das Kernkapital

Der Grund für die Pleite der Silicon Valley Bank waren die stark gestiegenen Zinsen bei Krediten. Der bekannte Anleihen-Investor Jeffrey Gundlach äußerte in einem Interview letzten Donnerstag gegenüber dem Fernsehsender CNBC, Verbraucher hätten erkannt, dass Banken nicht die vom Markt vorgeschlagenen vier Prozent Zinsen für ihre Einlagen zahlten, weshalb sie diese abzögen, was die Banken und deren Möglichkeit zur Refinanzierung von Krediten einschränke. In wenigen Monaten werde das auch in Form einer Rezession sichtbar werden. Gundlach ist sich außerdem sicher, dass sich die derzeit niedrige Risikoprämie der meisten Aktien erhöhen sollte. Das sei schlecht für Aktienkäufe, weil Anleger bei diesen Aussichten weniger Kapital in die höchste Risikoklasse investieren würden.

Gundlach geht darum davon aus, dass der S&P 500 nur schwerlich über sein Jahreshoch um 4.200 Punkten steigen werde.

Unternehmensanleihen werden immer riskanter

Am meisten Sorgen sollten sich Anleger bei kurzfristigen Unternehmensanleihen und Wechseln  Zumal Unternehmensanleihen zurzeit sogar einen negativen Risikoaufschlag haben. 

Die Verzinsung der Unternehmensanleihen liegt erstmals seit Jahrzehnten unter den kurzfristigen Staatsanleihen. Anleger halten damit ein renditeloses Risiko!

Um Ihnen eine bessere zeitliche Einordnung zu ermöglichen, verweise ich Sie auf Herrn Gundlach, der sich sicher ist, dass sich die Kreditausfälle bei den qualitativ schwächsten im Unternehmenssektor bis zum 4. Quartal häufen werden.

Seiner Ansicht nach, die ich teile, wäre das schlecht für Investitionen in Aktien – welche immer die höchste Risikoklasse darstellen.

Dieser Meinung möchte ich mich anschließen und auf einen weiteren Indikator verweisen.

Der Hochzins-Anleihen-ETF (NYSE: JNK), der die schlechtesten Schuldner investiert, notiert bereits gefährlich nahe an seiner Abbruchkante bei 91 US$ und könnte, wie schon 2015/16 und 2020, plötzlich nach unten abstürzen.

Meine Meinung: Erhöhen Sie die Gold & Liquiditätsquote

Wenn Sie heute in Edelmetalle oder Value-Aktien wie die Rohstoffwerte im Bergbau- und Energiesektor investiert, investieren Sie bereits in das mit Abstand günstigste Marktsegment das die Börse zu bieten hat. Aus meiner Sicht dürften die über die nächsten Jahre zu erwartenden Renditen dort bei weit über 10-15 % pro Jahr liegen. 

Investoren im breiten Aktienmarkt sollten sich aber wärmer anziehen, denn die „fetten Jahre sind vorbei“. Sie können ein diversifiziertes Depot mit einer höheren Liquiditätsquote steuern oder sogar eine kleine Short-Quote aufbauen.  

Denn sobald die angesprochene Anomalie zwischen den Höchstzinsen bei kurzlaufenden Staatsanleihen und den Unternehmensanleihen bricht, werden die extrem niedrigen Risikoprämien und die Schwankungen am Markt – die Volatilität – steigen. Viele herkömmliche Aktien dürften dann wieder einmal einen Ausverkauf erfahren, den Sie später zu einem günstigen Einstig nutzen können.

Bis dahin rate ich Ihnen zum langfristigen Aufbau starker Dividenden- und Value-Aktien im Rohstoffsektor.

Denn als Edelmetall- & Rohstoffanleger und Chefredakteur des exklusiven Börsendienstes Cambridge Rohstoffclubs sehe ich mich immer noch mehr oder weniger allein auf weiter Flur.

Es wird Zeit, den US-Dollar zu meiden und Alternativen wie Gold und starke Value- & Dividenden-Aktien zu kaufen:

Die Fed hat in ihrer Reaktion auf die Bankenpleiten mehr als 500 Milliarden US$ gedruckt, um einige wenige Banken zu retten.

Wenn meine Prognose stimmt, werden noch mehr Banken wie Dominosteine umfallen.

Anleger in Gold schreckten jüngst mehrfach vor dem Allzeithoch des Goldpreises bei knapp 2.080 US$ pro Unze zurück. Er dürfte jedoch nur noch wenige Wochen in seiner Spanne zwischen etwa 1.900–2.050 US$ gefangen bleiben. Im besten Fall werden wir zunächst erleben, dass er zunächst auf rund 1.850 US$ steigen wird, bevor er fulminant nach oben ausbrechen wird.

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