Gaspreis - Cambridge Club https://cambridge-club.com Wissen ist Macht Sun, 28 Jan 2024 17:29:55 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.2 https://i0.wp.com/cambridge-club.com/wp-content/uploads/2023/04/cropped-logo-anchor-small.png?fit=512%2C512&ssl=1 Gaspreis - Cambridge Club https://cambridge-club.com 32 32 „Gewinn-Garantie“ für Öl- & Gas-Aktien durch den ECT-Vertrag https://cambridge-club.com/gewinn-garantie-fuer-oel-gas-aktien-durch-den-ect-vertrag/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=gewinn-garantie-fuer-oel-gas-aktien-durch-den-ect-vertrag Sun, 28 Jan 2024 17:26:58 +0000 https://cambridge-club.com/?p=2891 Es ist bekannt, dass viele Anleger sich bei Kohle-, Rohöl- und Erdgas-Aktien zurückhalten, weil sie befürchte, dass sich die von den Weltregierungen vorangetriebene, voll subventionierte Energiewende durchsetzen und damit Investitionen in konventionelle Energiequellen und Träger obsolet würden. Zugegeben, dieses Narrativ war die letzten Jahre nicht zu überhören. Es wurde mehrfach von „gestrandeten Vermögenswerten“ berichtet.Die Öl- […]

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Es ist bekannt, dass viele Anleger sich bei Kohle-, Rohöl- und Erdgas-Aktien zurückhalten, weil sie befürchte, dass sich die von den Weltregierungen vorangetriebene, voll subventionierte Energiewende durchsetzen und damit Investitionen in konventionelle Energiequellen und Träger obsolet würden. Zugegeben, dieses Narrativ war die letzten Jahre nicht zu überhören. Es wurde mehrfach von „gestrandeten Vermögenswerten“ berichtet.

Die Öl- & Gasbranche lacht über solche Naivität

Tatsächlich können sich die Energiekonzerne auf weitreichende, staatliche „Investitionsgarantien“ berufen, die ihnen den Betrieb ihrer konventionellen Energieanlagen weiter ermöglicht und mindestens den Weg für einen geebneten Übergang zu erneuerbaren Energien erlaubt, ohne irgendwelche Einbußen bei ihren Gewinnen befürchten zu müssen.

Sie könnten nach Lektüre meiner Analyse leichter nachvollziehen, warum ich die Energiecharta als eine „Gewinngarantie“, für die in der EU tätigen Internationalen Konzerne betrachte. Selbst skeptische Anleger dürfte das überzeugen, eine hohe Gewichtung bei aussichtsreichen Aktien des Öl- & Gassektors, auch in der EU zu halten.

Eine „Gewinn-Garantie“ für Öl- & Gas-Aktien durch den Energiecharta-Vertrag ECT

Der Vermögensverwalter Aviva Investors titelte Ende Februar 2020 in seiner Geschichte „Gestrandet“ vom angeblichen Risiko eines Totalverlusts bei Öl, Gas und Kohleaktien in Anlegerdepots. Sie wissen, dass ich solche Aussagen für maßlos übertrieben halte.

Lassen wir die Zahlen sprechen: Seit Erscheinen dieser „Studie“, haben sich die Energieaktien wie folgt entwickelt:

  • Kohleaktien (Welt):  (Einzelwerte, da Indizes und ETFs nicht mehr berechnet werden)
  • Shenhua Energy China +141%, Teck Resources +471%, New Hope Coal +259%

Die Aktien im Sektor sind trotz ihres massiven Anstiegs weiterhin stark unterbewertet, denn unter der Ausblendung der Pandemie, relativieren sich die Kursanstiege.

Dennoch schnitten die Aktien gut ab, seit Ende 2019:

  • MSCI Weltindex +32% (vergiftet durch die hohe US-/Technologie-Gewichtung!)
  • VanEck Low Carbon Energy ETF (NYSE: SMOG) +23% (KGV: 17, KBV: 2,4)
  • Ishares MSCI European Energy +34% (KGV: 5,1, KBV: 1,2, Dividenden-Rendite: >5%)
  • S&P 500 Energy +37%

Unter dem Strich war die Entwicklung der konventionellen Energie-Werte also selbst über die letzten 5 Jahre nicht schlechter als der Markt und sogar deutlich besser als die vielversprechenden „de-karbonisierten Energietitel“, die über die letzten drei Jahre um -50% eingebüßt haben.

Trotzdem bleiben die konventionellen Energiewerte gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis, Kurs-Buchwertverhältnis (KBV) sowie den Dividendenrenditen (>5%) deutlich günstiger, weil sich der Mythos der „gestrandeten Vermögenswerte“ in die Köpfe der Anleger gebrannt hat.

In Wahrheit ist diese Befürchtung von „gestrandeten Werten“ vollkommen unbegründet und trifft aus mindestens zwei Gründen nicht zu.

  • Erstens sprudeln die konventionellen Energiequellen weiter und sorgen für immense Kapitalzuflüsse (Cashflows) und Gewinne bei den Energiekonzernen.
  • Zweitens haben die Staatsführer der EU – die populistisch über das Ende des „fossilen Zeitalters“ debattieren – offenbar eine entscheidende Sache „vergessen“: Die Energiecharta (ECT), einem Investitionsschutzvertrag, der die Kapitalrückflüsse aus Energieprojekten absichert.

Laut den Bestimmungen des Energiecharta-Vertrags (ECT) können Energiekonzerne die Staaten auf entgangene Gewinne verklagen:

Der ECT wurde ausgearbeitet, um die Gewinne der europäischen Energieunternehmen zu schützen, als die Sowjetunion in den frühen 1990er Jahren zerfiel. Damals versuchten viele Konzerne die reichhaltigen Energievorkommen Russlands und Kasachstans anzuzapfen.

Nach den Bestimmungen des ECT-Vertrags können Unternehmen Regierungen verklagen, wenn diese politische Entscheidungen treffen, die ihre Gewinne schmälern könnten.

Sollten die Regierungen versuchen ihre Emissionen aus fossilen Brennstoffen eigenhändig zu reduzieren und im Gegenzug keine einvernehmliche Lösung mit den Energiekonzernen und Kartellen auszuarbeiten, wie das beispielsweise mittels Ausgleichszahlungen für „Standby-Kraftwerke“ bereits geschieht oder durch erhebliche Investitionszuschüsse für den Bau alternativer Energieparks.

Laut Yamina Saheb, einer hohen ECT-Beamtin, die zur Whistleblowerin wurde und auch die Hauptautorin eines Papiers der Arbeitsgruppe des Zwischenstaatlichen Ausschusses der Vereinten Nationen für Klimaänderungen (IPCC) zum Klimaschutz ist, könnten die Auszahlungen im Rahmen des Abkommens bis 2050 bis zu 1,3 Billionen US-Dollar erreichen.

Langsam wird ein Schuh daraus, warum wir "klimaneutral" werden sollen, um Milliarden Vorauszahlungen an die Ölindustrie zu leisten, bevor womöglich der Währungskollaps eintritt.

45-minuten Geheimrats-Talk mit Energieexperte Robert Jungnischke:

Mit dem Energiecharta Vertrag verdoppeln sich die Kosten der Energiewende!

Ein vorzeitiger Ausstieg aus der Kohle-, Öl- und Gasenergie ist vor 2040 unmöglich

Um es kurz zu sagen: Durch dieses Vertragsgebilde des ECT-Investitionsschutzvertrags, ist ein vorzeitiger Ausstieg aus der Fossilen Energie nicht oder nur sehr teuer realisierbar. Einzelne Länder können zwar theoretisch den Vertrag kündigen, wie das Deutschland oder Italien es tat, werden aber trotzdem noch zwei Jahrzehnte haftbar gemacht werden.

Ein ausnahmsweise schlauer Thinktank des Europäischen Parlaments bezifferte die damit verbundenen Schadensersatzansprüche der betroffenen internationalen Energiekonzerne sogar auf über 2 Billionen Euro.

Das bedeutet, im Falle eines verfrühten, vorgezogenen Ausstiegs aus Kohle, Kernkraft, Öl oder Gas, würden die betroffenen Energiekonzerne mit ihren Spitzenanwälten gegen die Staaten klagen, die diesen ECT-Vertrag ratifiziert haben.

Eine Kündigung dieses Vertrags oder eine Herausnahme von konventionellen Energieträgern ist zwar möglich und wird auch schon seit 2020 zur Abstimmung dem Europaparlament vorbereitet. Bis die Kündigung für Altprojekte wirksam wird – besteht ein Bestandsschutz von 20 Jahren.

Deutschland hat den ECT-Vertrag 2020 eigenmächtig gekündigt, obwohl man sich sonst gerne darauf beruft, dass das EU-Recht angeblich über allen nationalen Gesetzen stehen würde, bleibt nichtsdestotrotz noch bis zum Jahr 2040 haftbar.  

Meine Einschätzung: Die EU steuert auf eine Hungersnot epochalen Ausmaßes zu

Ebenso enthusiastisch wie die EU-Politiker heute mit Subventionen die alternativen Energieprojekte vorantreiben, haben sie vor 30 Jahren noch weitreichende „Investitionsgarantien“ in Form des Investitionsschutzvertrags (ECT) unterschrieben, der den Energiekonzernen den Betrieb ihrer konventionellen Anlagen praktisch für die nächsten 20 Jahre ermöglicht, ohne Einbußen befürchten zu müssen.

Sie wissen, ich bin kein Freund von Staatsgarantien und Subventionen. Am Ende des Tages wird sich immer die effizienteste Form der Energieerzeugung durchsetzen. Diese bleibt weiterhin die Öl-, Gas- und Kohleverbrennung. Politiker, die das nicht wahrhaben wollen, werden von der Realität eingeholt und abgestraft. Ohne die politische Wende, drohen ihre Länder wirtschaftlich ins Abseits befördert zu werden, ähnlich wie einst China, das sich vor der industriellen Revolution und dem Welthandel verweigerte und sich noch nicht einmal in das „sowjetische“ System einbinden lassen wollte. Das Ergebnis: China stand bis zu seiner Öffnung Ende der 70er Jahre mehr als 100 Jahre im Abseits und wies eine der höchsten Armutsquoten, mit Millionen Hungertoten auf. Zur Erinnerung: Die Große Chinesische Hungersnot ereignete sich in den Jahren 1959 bis 1961 und forderte mutmaßlich 40 Millionen Opfer und führte sogar vereinzelt zum Kannibalismus.

Der Energiecharta-Vertrag (ECT) ist vergleichbar mit einer "Gewinn-Garantie" für Energiekonzerne, deren Investitionen durch den ECT abgesichert wurden. Eine hohe Beamtin des ECT berechnete die potenziellen Kosten des Ausstiegs aus konventionellen Energien auf mindestens 1,3 Billionen Euro.

Für alle Anleger, die sich jetzt richtig positionieren, ist der ECT aber eine "Gelddruckmaschine"

Wir haben im Investment-Club bereits die nächste große Gewinneraktie im Fokus. Es handelt sich um ein Energieunternehmen, welches möglicherweise in Kürze schon ein Vielfaches seines aktuellen Börsenwertes aus dem ECT-Vertrag überwiesen bekommt. Welche Auswirkungen dies auf den aktuellen Börsenkurs dieses Unternehmens haben wird, kann sich ja jeder selbst ausrechnen.

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US-Öl-Förderung & Erdgas im Strukturwandel und vor Produktions-Plateau https://cambridge-club.com/us-oel-foerderung-erdgas-im-strukturwandel-und-vor-produktions-plateau/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=us-oel-foerderung-erdgas-im-strukturwandel-und-vor-produktions-plateau Fri, 15 Dec 2023 09:48:04 +0000 https://cambridge-club.com/?p=2647 Es gibt kein Wunder der US-Ölförderung oder beim Erdgas – diese befindet sich im strukturellen Wandel und vor einem Produktions-PlateauImmer wieder wurde in diesem Jahr über die gefallenen Öl- und Gaspreise berichtet. Es ist nicht ungewöhnlich, dass der Ölpreis nach zwei starken Jahren 2021/22 auch einmal konsolidiert. Doch das negative Maß der Berichterstattung, die mit […]

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Es gibt kein Wunder der US-Ölförderung oder beim Erdgas – diese befindet sich im strukturellen Wandel und vor einem Produktions-Plateau

Immer wieder wurde in diesem Jahr über die gefallenen Öl- und Gaspreise berichtet. Es ist nicht ungewöhnlich, dass der Ölpreis nach zwei starken Jahren 2021/22 auch einmal konsolidiert. Doch das negative Maß der Berichterstattung, die mit den COP28 Gesprächen eine „Abkehr vom Öl und Gas“ sehen und der Anleger-Pessimismus – auch ausgedrückt in überhöhten Short-Positionen im Terminmarkt, insbesondere bei US-Erdgasfutures scheinen mir schon wieder Extremwerte anzunehmen, die einen Nachkauf von ausgesuchten Energietiteln ermöglicht.

Schauen wir uns zunächst die wundersame Produktionsvermehrung in den USA an, die jüngst mit 13 Millionen Barrel Tagesförderung – was dennoch lediglich 13% der Tagesnachfrage ausmacht –   die Erwartungen übertreffen konnte.

Dabei ist ersichtlich, dass das Wachstum ausschließlich aus den Schieferölgebieten stammt: 

Raymond James schätzt, dass 2/3 des überraschend starken Produktionswachstums in diesem Jahr von privaten Betreibern stammten, von denen viele die Produktion vor dem Verkaufsprozess hochgefahren haben. In Anbetracht der nun begrenzten Lebensdauer der Bestände ist dies in Zukunft NICHT wiederholbar.

Obwohl das Ölangebot wohlwollend interpretiert wird, blieb das wahre Ausmaß des Netto-Produktionszuwachses eher verhalten, wie Sie es auch im neuesten OPEC Marktbericht für Dezember nachlesen können. So wuchs die Fördermenge der Nicht-OPEC Länder - trotz erheblicher Investitionsvorhaben in den USA dieses Jahr lediglich um 1,8 Mio. Barrel pro Tag und dürfte 2024 nur noch mit 1,4 Mio. Barrel täglich zunehmen. Demgegenüber wuchs die Weltölnachfrage 2023 um 2,5 Mio. Barrel pro Tag (China machte 56% dieses Wachstums aus) und lag damit deutlich über den Prognosen der IEA, die das Wachstum um rund 1 Mio. Barrel pro Tag unterschätzten. Für 2024 erwartet die OPEC einen weiteren Zuwachs von 2,2 Mio. Barrel pro Tag.

Das US-Produktionswachstum schwächt sich 2024+ massiv ab

Um einen besseren Überblick über die aktuellen Ölmarktentwicklungen zu bekommen, sollten Sie den Blogbeitrag von Goehring & Rozencwajg lesen. Dieser kündigte im Sommer dieses Jahres an, dass die Ölförderung in den USA – die vor allem auf die Schieferförderung im Permian Becken zurückgeht.

Die Prognose der Rohstoffexperten bleibt somit, dass die US-Förderung gegen Ende nächsten Jahres ihrem Höhepunkt zusteuert:

„In Übereinstimmung mit Hubberts Theorien konnten beide Becken nach Überschreiten der 50 %-Marke nicht mehr wachsen. Im Eagle Ford wurde die Hälfte der förderbaren Reserven im August 2019 gefördert; seitdem ist die Produktion um 18 % zurückgegangen. Im Bakken wurde die Hälfte der Reserven im Jahr 2022 gefördert, und die Produktion ist seither gleich geblieben. Unseren Modellen zufolge werden im Permian letztlich 34 Mrd. Barrel Öl gefördert, von denen 14 Mrd. oder 41 % bereits produziert wurden. Bei den derzeitigen Fördermengen wird der Permian irgendwann Ende 2024 die Hälfte seiner förderbaren Reserven produziert haben; zu diesem Zeitpunkt wird er höchstwahrscheinlich aufhören zu wachsen, genau wie die beiden anderen Becken.

Wenn wir Recht haben, liegt das Zeitalter des Schieferwachstums hinter uns, und Hubbert's Peak steht vor der Tür. Das immense Wachstum der Schiefervorkommen in den letzten zehn Jahren hat viele Analysten blind gemacht für die rückläufige Entwicklung der weltweiten konventionellen Förderung. Dieser Luxus hat nun ein Ende.“

Die Tragweite des Höhepunkts der US-Schieferproduktion im Permian Becken kann nicht hoch genug eingestuft werden. Die US-Ölförderung über die letzten Jahre, vor allem aus Schiefergebieten, ist die letzte Bastion, welche die OPEC+ Dominanz noch ein Stück weit gebannt hatte. Fällt die Ölförderung in den USA ab, wird sich der Ölmarkt weiter verengen und die Lagerbestände auf Rekordtiefs absenken.

Goldman Sachs erwartet einen extremen Abfall der Öllagerbestände von bis Ende 2024:

Ich bleibe weiter bei meiner Prognose eines extremen und für die meisten Marktteilnehmer überraschenden Anstieg beim Rohölpreis über 150-200 US$ pro Barrel, in den nächsten 24-36 Monaten.

Diese Fortsetzung der schweren Energiekrise, die 2022 für einen enormen Inflationsanstieg sorgte, hat enorme Konsequenzen für meinen Ausblick der Rohstoff- und Aktienmärkte, da ich glaube, dass sie das Ende vieler Solar- und Windprojekte einläuten wird. Die Analysten von Goehring & Rozencwajg haben unter Verweis auf Professor Charles Hall – den Erfinder des Konzepts der Energierendite (EROI), welche bemisst wie viel investierte Energie aus einem System zurückkommt – analysiert, dass die Weltwirtschaft um Wachstum generieren zu können einen deutlich höheren EROI-Faktor als 3-5 bräuchte, den Biomasse oder Solar- und Windenergie ermöglichen kann. Es benötigte seit der Geburt von Jesus Christus 1.700 Jahre bis sich das weltweite reale Wirtschaftsaufkommen verdoppelte, bevor sich das Wachstum durch die Erfindung der Dampfmaschine und der industriellen Revolution, durch den Einsatz von Kohle, Erdöl und später Erdgas, mit einem EROI von 30 sowie Atomkraft, mit einem EROI von 80 beschleunigte und sich das Wirtschaftsaufkommen seither alle rund 50 Jahre verdoppelt. Das klingt nach viel, aber wenn Sie es genau nachrechnen, entspricht diese 50-jährige Verdoppelungsrate einem inflationsbereinigten Realwachstum von lediglich 1,39% pro Jahr. Es ist demnach völlig unmöglich die heutige Zivilisation oder aufstrebende Volkswirtschaften wie China, Indien, Südostasien sowie Afrika durch erneuerbare Energien mit ausreichend Wachstumspotenzial zu versorgen, um sie aus der Armut zu bringen. Stattdessen ist ein erneuter Investitionszyklus bei fossilen Energiequellen (Kohle, Rohöl und Erdgas) nötig, ebenso bei der Atomenergie.

Fondsmanager Leigh Goering schrieb in seinem jüngsten Ausblick: 

„Es gibt bemerkenswerte Ähnlichkeiten zwischen dem Uranmarkt vor zwölf Monaten und dem heutigen Ölmarkt. Beinahe über Nacht wurde Uran von einem uninteressanten zu einem unverzichtbaren Gut, und wir glauben, dass Öl kurz davor steht, dasselbe zu tun.“

COP28 ist der Beweis dafür, dass die weltweiten Staaten am Ende ihres Lateins angelangt sind

Auf dem COP28 Gipfel lancieren die Länder - USA, Armenien, Bulgarien, Kanada, Kroatien, Tschechische Republik, Finnland, Frankreich, Ghana, Ungarn, Jamaika, Japan, Republik Korea, Moldawien, Mongolei, Marokko, Niederlande, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Schweden, Ukraine, Vereinigte Arabische Emirate und Vereinigtes Königreich - eine gemeinsame Erklärung zur Verdreifachung der Kernenergiekapazität bis 2050 und erkennen die Schlüsselrolle der Kernenergie bei der Erreichung von Netto-Null an.

Derzeit verbrauchen die bestehenden Atomkraftwerke jährlich rund 230 Mio. Pfund Uran (U308), bei einer weltweiten Minenförderung von 120 Mio. Pfund. Gleichzeitig soll der weltweite Stromverbrauch bi 2050 um 76% wachsen.

Es fällt derzeit schwer sich eine Zukunft vorzustellen, in der sich die Uranförderung um Faktor 5 auf knapp 700 Mio. Pfund steigert, zumal es neben Kazatomprom und Cameco kaum weitere Bergbaukonzerne gibt, die über so ergiebige Uranlagerstätten verfügen, um die Produktionsrate deutlich erhöhen zu können.

Uran war einer der besten Rohstoffe des Jahres und stieg um +70% auf derzeit 81 US$ pro Pfund und damit auf den höchsten Wert seit 2007. Angesichts der stattgefundenen Inflation wäre allerdings selbst der doppelte Uranpreis nicht zu hoch gegriffen und könnte in einigen Jahren für Kurse über 150 US$ pro Pfund sorgen, bevor nennenswertes neues Angebot geschaffen wird.

So berichtet die Financial Times, es gäbe 2024 eine anständige Chance, dass der Uranpreis die Marke von 100 US$ pro Pfund durchbricht.

China, der weltweit zweitgrößte Produzent von Kernenergie, macht weltweit fast die Hälfte der im Bau befindlichen Reaktoren aus. In den kommenden 15 Jahren will China 150 neue AKWs errichten, was allein einen zusätzlichen Uranbedarf von mehr als 250 Mio. Pfund entspricht, da neue Reaktoren mit ausreichend Brennstoff für 3+ Jahre ausgestattet werden müssten.

„Die Chinesen rennen herum auf der Suche nach neuem Angebot", sagte Liebenberg.

Atomkraftwerke in der EU und den USA stehen bis 2030 vor einer Welle von neuen Liefervereinbarungen, die den Preis voraussichtlich treiben werden:

Meine Meinung: Uran bleibt ein Spitzen-Rohstoff um vom Superzyklus zu profitieren

Anhand der Anlegerstimmung führt Uran den Rohstoffsektor an, wobei ich persönlich derzeit keine Möglichkeit mehr für einen Einstieg sehe. Was Uran vorgemacht hat, werden andere Rohstoffe wie Gold, Silber, Kohle, Rohöl, Erdgas, Kupfer oder Zink noch nachmachen, denn die Grundvoraussetzungen von zu wenig Angebot und eine wachsende Nachfrage sind überall die gleichen.

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