Russland - Cambridge Club https://cambridge-club.com Wissen ist Macht Mon, 16 Oct 2023 18:39:29 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.2 https://i0.wp.com/cambridge-club.com/wp-content/uploads/2023/04/cropped-logo-anchor-small.png?fit=512%2C512&ssl=1 Russland - Cambridge Club https://cambridge-club.com 32 32 Verknappung & Steuern: Stimulatoren der Inflation https://cambridge-club.com/verknappung-steuern-stimulatoren-der-inflation/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=verknappung-steuern-stimulatoren-der-inflation Mon, 16 Oct 2023 18:38:57 +0000 https://cambridge-club.com/?p=2036 Die „freien Marktwirtschaft“ ist eine Theorie und noch nie die Realität gewesen. Allerdings wird es heute immer offensichtlicher. Die Einmischung von Politik (Regulierungs-Orgien, Steuer-Politik, Verbote und Verordnungen sowie im schlimmsten Fall geopolitische Maßnahmen im Sinne von Kriegen) hat direkte Auswirkungen auf die Finanzmärkte.Wie man zuletzt im Fall des Ukraine/Russland Krieges gesehen hat, entsteht bei Kriegen […]

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Die „freien Marktwirtschaft“ ist eine Theorie und noch nie die Realität gewesen. Allerdings wird es heute immer offensichtlicher. Die Einmischung von Politik (Regulierungs-Orgien, Steuer-Politik, Verbote und Verordnungen sowie im schlimmsten Fall geopolitische Maßnahmen im Sinne von Kriegen) hat direkte Auswirkungen auf die Finanzmärkte.

Wie man zuletzt im Fall des Ukraine/Russland Krieges gesehen hat, entsteht bei Kriegen immer eine „künstliche“ Verknappung, die auf politische Entscheidungen zurückzuführen ist. Im jetzigen Fall der Eskalation in Israel sprechen wir von einem geographischen Raum der Energie-Rohstoffe. Die Unsicherheit hat sich bereits am Ölpreis gezeigt, der nach einer vorherigen Korrektur prompt wieder angesprungen ist. Die Unsicherheit betrifft potenziell auch die Lieferwege (See- und Landweg), so dass die Gefahr weiter steigender Preise für Energie-Rohstoffe sogar wahrscheinlich ist.

Der Turbo-Faktor wird im Zentrum Europas – nämlich Deutschland – im Januar 2024 einsetzen. Im Zuge der CO2-Steuer Anhebung steigen die Endverbraucherpreise überproportional an. Gehebelt wird die bevorstehende Preisexplosion durch eine nahezu Verdopplung der Mautgebühr, die alle Transporte von physischen Gütern nochmals teurer macht und darauf der weitere Turbo der 19% „Mehr-WERT-Steuer“ gesetzt wird.

Wer an dieser Stelle nun denkt, dass die Inflation im Jahr 2024 rückläufig sein wird, sollte sich jetzt lieber doch anschnallen. Die Kombination aus Verknappung, erschwerte Lieferketten und Kalkulations-Problematik mit der steigenden Steuerlast wird die Güter-Preise im Jahr 2024 durch die Decke schießen lassen. In der Regel reagieren die Märkte dann mit fluchtartigen Käufen bei Gold. Hier entgegen spricht die wahrscheinlich weiter stark steigende Inflation (in der 2.Welle). In anderen Worten: die Zinspolitik wird an dieser Stelle die nächsten Weichen stellen. Rezession vs. Inflation: wohin wird das Geld fließen?

Nun, auf der einen Seite steigen die Anleihen-Preise und ersetzen dadurch in einem rezessiven Wirtschaftsumfeld die Chancen von Dividenden-Renditen bei Aktien. Auf der anderen Seite nimmt auch die Skepsis gegenüber den Staatsverschuldungen zu. Dies spricht wiederum für Edelmetalle. In dieser Kurzanalyse sieht man wie eng die Geldflüsse in unterschiedliche Asset-Klassen liegen. Denn selbst (oder vor allem) bei in Phasen steigender Inflationsraten können auch die Umsätze der Unternehmen steigen. Schließlich werden die gestiegenen Preise an den Endverbraucher weitergegeben. Ich nenne diese Situation: Inflationäre Asset-Bubble.

Die sinnvollste Investmententscheidung liegt nun darin, dass man a) Investments braucht, die mindestens die Inflation ausgleichen und b) von finanzpolitischen Entscheidungen abgekoppelt ist. Deshalb erschließen sich für mich 2 Möglichkeiten: physisches Gold oder Goldminen und Energie-Rohstoffe. Ich hoffe, dass diese Kurzanalyse für die Cambridge-Club Community hilfreich ist und freue mich auf eine anregende Diskussion in der Cambridge-Club Community auf Discord (kostenlos anmelden)

Der Cambridge Investmentclub findet die aussichtsreichsten Aktien für dieses inflationäre und von Kriegen oder Krisen geprägte Marktumfeld. Der erfahrene Geheimrat und das Cambridge-Club Investment-Team stellt Ihnen in den Wochenausgaben Aktien vor, die in der Regel nur wenige kennen und deren innerer Wert deutlich unterschätzt wird.

Erfahren Sie in der jüngsten Wochenausgabe von einer neuen Value-Perle: Es ist die Aktie eines krisensicheren, global führenden Nahrungsmittelkonzerns - der mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 6 nur ein Drittel so hoch bewertet wird, wie eine Nestle. Dazu kommt eine außergewöhnlich attraktive Dividendenrendite zwischen 6-8% je nach Analystenprognosen und Gewinnentwicklungen ab 2024. Cambridge-Club Chefanalyst Andreas Lambrou ist der Meinung, dass das Kurspotenzial über die kommenden 24 Monate bei bis zu +100% liegen sollte, wobei das Wertaufholpotenzial auf 5-Jahressicht noch höher, bei bis zu 200% liegt.

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BRICS Länder bereiten sich auf die multipolare Weltordnung vor! https://cambridge-club.com/brics-laender-bereiten-sich-auf-die-multipolare-weltordnung-vor/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=brics-laender-bereiten-sich-auf-die-multipolare-weltordnung-vor Sat, 26 Aug 2023 14:12:56 +0000 https://cambridge-club.com/?p=1875 Die BRICS+ Länder haben Anfang dieser Woche ihr Gipfeltreffen begonnen. Der ganz große Wurf – wie es eine einheitliche Goldwährung zum Ausgleich der gegenseitigen Handelsbilanz wäre – dürfte bei dem Treffen allerdings ausbleiben.Die Marktstrategin Lyn Alden argumentierte, dieses Modell sei fehlerhaft: „Die Unterlegung eines fraktionierten Bankensystems mit Gold funktioniert nur vorübergehend, weil sich die Währungen […]

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Die BRICS+ Länder haben Anfang dieser Woche ihr Gipfeltreffen begonnen. Der ganz große Wurf – wie es eine einheitliche Goldwährung zum Ausgleich der gegenseitigen Handelsbilanz wäre – dürfte bei dem Treffen allerdings ausbleiben.

Die Marktstrategin Lyn Alden argumentierte, dieses Modell sei fehlerhaft:

„Die Unterlegung eines fraktionierten Bankensystems mit Gold funktioniert nur vorübergehend, weil sich die Währungen schneller vermehren als das Gold“.

Stattdessen sieht Alden ein wahrscheinlicheres Ergebnis darin, dass die BRICS-Staaten ihre Abhängigkeit vom US$ für grenzüberschreitende Zahlungen verringern, indem sie zunehmend ihre eigenen Währungen für den Handel verwenden und den China-Handel insbesondere mit chinesischen Yuan abwickeln dürften.

Es ein offenes Geheimnis, dass sich die Führer der BRICS vor einer „Dollar-Schwemme“ fürchten.

So sprach Dilma Rousseff, die ehemalige Präsidentin Brasiliens und Leiterin der New Development Bank davon, dass die BRICS von einem unipolaren (US-dominierten), zu einem multipolaren Weltfinanzsystem umschwenken sollten. Diese Pläne stehen im Widerspruch zur Interpretation unserer westlichen Leitmedien, die weiterhin an der Dollar-Vorherrschaft glauben wollen, obwohl der BRICS- Anteil der Weltwirtschaft mittlerweile über das Niveau der G7-Staaten gewachsen ist:

Diese stetige Erhöhung der Bedeutung der BRICS – vor allem in den Sektoren Energie, Rohstoffe und Industrie – spiegelt sich meines Erachtens nicht an den Kapitalmärkten wider, die über die letzten Jahre von einem enormen Anstieg der US-Technologie- und Startup-Industrien geprägt waren. Dafür waren besonders die tiefen Zinsen ausschlaggebend, die Risikoanlagen spannender machte, gegenüber höher „verzinsten“ Value-Aktien oder Anleihen.

Laut einer aktuellen Analyse der Bank of America würde der US-Staatshaushalt – ohne eine Korrektur bei den Zinsen oder Ausgaben – schon in wenigen Jahren auf das Niveau des 2. Weltkriegs bei 44% des gesamten Wirtschaftsaufkommens wachsen.

Vermutlich werden sie den US-Dollar nicht generell ablehnen, so lange man für diesen noch Waren und Dienstleistungen in aller Welt kaufen kann. Allerdings werden die Vorteil von Bankreserven im Dollarraum natürlich geringer je mehr Dollar in Umlauf kommen und je kleiner der Handel mit dem Dollarraum wird.

Die US-Notenbank von Dallas stellte fest, dass während das Handelsvolumen Chinas mit den USA seit 2001 bis zum Ausbruch der Pandemie zunächst stark zugenommen und beinahe einen Anteil von 20% erreichte, es mittlerweile unter das Niveau seiner Nachbarländer Mexiko und Kanada zurückgefallen ist. Die Bedeutung Chinas für den US-Außenhandel fällt damit beinahe auf ein relatives 20-Jahrestief, das zuletzt in den Jahren 2005/06 erreicht wurde. Gleichzeitig wuchs im vergangenen Jahr der Handel zwischen den BRIC-Ländern und hierbei besonders der Handel zwischen China und Russland um über 70%. Die aktuellen Daten aus China, die in der folgenden Grafik noch keine Berücksichtigung fanden, bestätigen, dass die Lieferungen in die USA im Juli um 23,1 % zurückgegangen sind.

Es läuft weiterhin darauf hinaus, dass mit den BRICS und USA/EU zwei Wirtschaftsräume entstehen. Wobei die BRICS vor allem ihre Waren, vor allem Rohstoffe, gegen preiswert produzierte Güter aus China tauschen können, wobei sie ihre überschüssigen Reserven eher in Gold investieren, ohne die Verwässerung der Währungsreserven befürchten zu müssen. Weiterhin haben wir es auf der anderen Seite mit dem westlichen Euro- und Dollarraum zu tun, der vor allem Wissen & Dienstleistungen offeriert. Wobei diese Waren aus den USA und Europa mitunter weniger gefragt sind.

Über die Vor- und Nachteile dieser Abhängigkeit lässt sich diskutieren, aber es ist allgemein bekannt, dass dieser Dollarzentrismus den heimischen Markt der USA bevorteilt, der von der Kreditvergabe und Dienstleistungsgesellschaft abhängig ist und zu wenige Wachstumsimpulse für die Weltwirtschaft generiert, die von einer Erhöhung des allgemeinen Produktionsniveaus profitiert.

Zu diesem Ergebnis kommt auch Jacques Sapir, der in seinem Beitrag für das American Affairs Journal, Volume VI, Ausgabe 4 (Winter 2022): Seiten 81–86, eine

„Geostrategische Bewertung der russischen und chinesischen Wirtschaft“ durchführte und feststellte:

„In Kriegszeiten verlieren die Dienstleistungen gegenüber der Landwirtschaft, der Industrie und dem Baugewerbe an Bedeutung. Es ist dann notwendig, den Anteil der güterproduzierenden Sektoren in verschiedenen Volkswirtschaften zu berechnen, um ein genaues Bild davon zu bekommen, wie sie wirklich im Vergleich stehe“.

Nach dieser Betrachtung sei die Wirtschaft Russlands größer als Deutschland, gemessen am kaufkraftbereinigten Ausstoß (PPP) seiner Produktionswirtschaft und das trotz erheblicher Sanktionen und finanzieller Probleme, die den Geld- und Warenfluss stören.

Ich gebe zu, dass die Ergebnisse von Herr Sapir durchaus kontrovers diskutiert werden sollten und zwischen dem Lebensstandard von Russland und Deutschland noch eine große Lücke klafft.

Allerdings bestätigen die jüngsten Veröffentlichungen aus Deutschland in die gleiche Richtung, dass Deutschland nicht mehr unwidersprochen als ein führendes Industrieland gelten kann.

Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland (PMI) präsentierte sich mit einem weiteren Absturz, wie es ihn seit Mai 2020 nicht mehr gegeben hat. Währenddessen die Politiker künftig einfach mehr Geld drucken wollen, um ihre Maßnahmen zu finanzieren.

Die Biden Administration hat in den ersten 10 Monaten seines Haushaltsjahres ein Defizit von 1,62 Billionen Dollar angehäuft, wie aus dem Monatsbericht des Congressional Budget Office für Juli hervorgeht. Ohne die Verschiebung einiger Zahlungstermine wäre das Defizit laut CBO mit 1,7 Billionen Dollar sogar noch höher ausgefallen und entspricht einem Anstieg von 131 % gegenüber dem Vorjahr. Der größte Posten bei den Ausgaben in diesem Jahr waren bisher die Zinsen für die offenen Kredite, die um 146 Mrd. US$ auf 572 Mrd. US$ bzw. 34 % der Ausgaben hochschnellten.

Mit einer solchen extremen finanziellen Lockerung sind die BRICS als Einheit nicht mehr einverstanden, denn sie fürchten den "Verwässerungseffekt", der durch die immensen Doppeldefizite aus der Haushalts- und Handelsbilanz entstehen.

Darum mussten die Zentralbanken der USA und EU mittlerweile reagieren und haben nun die Zinsen erhöht, um Billionenguthaben wieder positiv zu verzinsen. Nur wird das nicht mehr lange funktionieren, weil ganz einfach die mit Krediten aufgeblähte Wirtschaft dabei nicht mitspielt.

Zudem ist die Realisierung der nächsten Stufe der geplanten Energiewende praktisch unisono von tiefen Zinsen abhängig, sonst würden diese Investitionen mit niedriger Effizienz sich niemals gegenüber konventionellen Energiequellen rechnen.

Jeremy Grantham, Mitbegründer der in Boston ansässigen Investmentfirma Grantham Mayo Van Otterloo (GMO), sagte vor wenigen Wochen erneut eine nicht abzuwendende Rezession in den USA voraus, die "vielleicht bis weit ins nächste Jahr hineinreicht".

Laut Danielle Park, Autor des Finanzblogs Juggling Dynamite:

„In der Zwischenzeit bewegt sich die Geldpolitik mit mehrmonatiger Verzögerung durch die Wirtschaft, und der Großteil der raschen Straffung seit März 2022, die gerade erst zu wirken beginnt, wird das globale BIP-Wachstum in den nächsten 18 Monaten bremsen.“

Der Verzögerungseffekt steigender Zinsen, wird sich bis Ende 2024 stark auswirken:

Weiter betont Frau Park:

„Die relative Überbewertung von Aktien gegenüber Staatsanleihen ist heute so extrem wie seit mindestens 35 Jahren nicht mehr (der Wilshire 5000 im Vergleich zu den Anleihekursen ist unten seit 1990 dargestellt) - und deutet darauf hin, dass eine epische Mittelwertumkehr bevorsteht, bei der die Aktienkurse fallen und die Kurse von Staatsanleihen steigen.“

Ein weiteres Argument für fallende Aktienkurse, ist die sinkende Aufnahmebereitschaft für immer mehr Anleihen.

Viele Entwicklungsländer legen 60 % ihrer Reserven in Form von Staatsanleihen in den USD an - in der Regel sind sie preisunempfindliche Käufer. Allerdings ist die Nachfrage in den Entwicklungsländern, die über 300 Mrd. USD ausmacht, versiegt.  Der Ökonom Edward Yardeni führte in seiner Analyse an, dass die ausländischen Käufer von US-Staatsanleihen weiter austrocknen würde.  

Gold ist ein historisch stabiler Wert, der jetzt, da Staatsanleihen international in Ungnade fallen, eine der wenigen Optionen darstellt, um sich vor der Dollarabwertung zu schützen.

S&P stufte diese Woche mehrere US-Banken unter Hinweis auf schwierige Bedingungen ab

Zuvor hatte Moody's im vergangenen Monat 10 Banken herabgestuft und ein Analyst von Fitch warnte letzte Woche auf CNBC, dass man gezwungen sein könnte, Dutzende von Banken herabzustufen, darunter auch JPMorgan Chase.

Meine Meinung: Der BRICS Einfluss wächst langsam aber stetig

Für den neuen Wirtschaftsblock der BRICS-Länder unter der Führung des produktivsten und größten Warenproduzenten Chinas, ist ein höheres Maß an Kooperation, und Integration des Finanzsektors zwingend nötig, um neue Wachstumsperspektiven zu erschaffen. Besonders aus China fehlen derzeit neue Wachstumsimpulse. Das Wirtschaftswachstum 2023 könnte dabei unter das Ziel von 5% sinken, wobei ich betonen möchte, dass die meisten globalen Industrieländer nicht einmal mehr in die Nähe solcher Wachstumsraten kommen und die EU dieses Jahr höchstens mit 1% wachsen dürfte.

Der Yale Professor und ehemalige Chefökonom der Investment Bank Morgan Stanley, Stephen Roach, merkte in einem Artikel für die Finanzial Times an:

„Die Mischung ist das Problem. Je nach Maßstab kontrolliert der (chinesische) Staat immer noch mindestens 30-40 Prozent der Wirtschaft. Daraus folgt, dass bei der Bewertung der potenziellen Rückzahlung der jüngsten politischen Stimuli Chinas Vorsicht geboten ist. Die People's Bank of China hat begonnen, die Zinssätze geringfügig zu senken. Es ist jedoch schwer zu glauben, dass dies in einer schwächelnden Wirtschaft, die bereits zu sehr von zinsabhängigen Investitionen in Produktionskapazitäten, Infrastruktur und Bauwesen abhängig ist, viel bewirken wird. (…) Pan Gongsheng, der neue Gouverneur der Zentralbank, hat angedeutet, dass die PBoC die vernünftigen Finanzierungsanforderungen der Bauträger unterstützen würde.“

Ebenfalls zurückhaltend gegenüber Chinas Lockerungspolitik bleibt auch Aaron Castello, der führende Asien-Analyst bei Cambridge Associates. Chinas Regierung seien zurzeit eher die Hände gebunden und man dürfte planen in den kommenden Monaten darauf zu warten, bis die US-Notenbank hinsichtlich ihrer Straffungsmaßnahmen resignieren. Erst wenn die Zinsen im Einklang mit den USA gesenkt werden, könnte das für Wachstum bei den weltweiten Investitionen sorgen, ohne die Wechselkurse zu stark zu gefährden.

Langfristig spielt den BRICS aus meiner Sicht der höhere Anteil an der Weltbevölkerung und sein Rohstoffreichtum in die Hände. Je höher zudem der Anteil der ideologisch geprägten und unproduktiven Investitionen wird, desto schneller fällt der Außenwert des Dollars. Das führt zu einem Umdenken und Gegenmaßnahmen der BRICS-Länder.

Mittlerwiele ist es bereits bestätigt:
Das BRICS-Bündnis großer Schwellenländer soll sich von fünf auf elf Mitglieder vergrößern. Das haben die bisherigen Mitglieder Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika auf ihrem Gipfel in Johannesburg am Donnerstag beschlossen. Die neuen Mitglieder sollen zum 1. Januar 2024 beitreten.

Aufgenommen werden sollen Saudi-Arabien, der Iran, die Vereinigten Arabischen Emirate, Argentinien, Ägypten und Äthiopien. Damit werden gleich vier Länder aus der arabisch-muslimischen Welt Mitglied.

Die Aussichten für unsere Strategie des realen Werterhalts mit Edelmetallen und Rohstoff- und insbesondere Energie-Aktien bleiben darum sehr günstig.

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Was bedeutet die geplante Gold-Währung der BRICS+ Länder https://cambridge-club.com/was-bedeutet-die-geplante-gold-waehrung-der-brics-laender/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=was-bedeutet-die-geplante-gold-waehrung-der-brics-laender Fri, 14 Jul 2023 09:40:16 +0000 https://cambridge-club.com/?p=1762 In dieser Woche fokussiere ich mich auf die ersten konkreten Informationen, die uns hinsichtlich einer „Gold-Währung“ vorliegen. Schon jetzt sind alle mutmaßlichen Pläne schon aus gesicherten Quellen. Laut dem staatlichen Sender Russia Today hat die russische Regierung am letzten Freitag bestätigt, dass die BRICS-Länder (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) eine neue Währung einführen werden, […]

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In dieser Woche fokussiere ich mich auf die ersten konkreten Informationen, die uns hinsichtlich einer „Gold-Währung“ vorliegen. Schon jetzt sind alle mutmaßlichen Pläne schon aus gesicherten Quellen.

Laut dem staatlichen Sender Russia Today hat die russische Regierung am letzten Freitag bestätigt, dass die BRICS-Länder (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) eine neue Währung einführen werden, die durch Gold gedeckt sein soll. Die offizielle Ankündigung wird voraussichtlich während des BRICS-Gipfels im August in Südafrika erfolgen.

Eine iranische Quelle berichtete davon, dass BRICS-Staaten riesige Mengen an Gold kaufen, um die neue Währung zu stützen.

Eine iranische Quelle berichtete davon, dass BRICS-Staaten riesige Mengen an Gold kaufen, um die neue Währung zu stützen.

Minister für Makroökonomie der Eurasischen Wirtschaftskommission, Sergey Glazyev, beschrieb im Dezember bereits seine Sicht im Aufsatz: Goldrubel 3.0 und führte dabei überdies aus, welche Rolle die Goldbindung einst in der Sowjetunion spielte.

Sergey Glazyev unterrichtet uns konkret von den gigantischen Goldtransfers von West nach Ost, die unter Goldkennern seit mindestens 20 Jahren bekannt sind und immer wieder zu Spekulationen führen, wann die Nationen aus dem Schatten ins Licht treten:

„China, das bei der Goldproduktion an erster Stelle steht, hat ein gesetzliches Verbot für die Ausfuhr des gesamten geförderten Goldes. Nach Angaben der Shanghai Gold Exchange haben die Kunden in den letzten 15 Jahren 23.000 Tonnen des Metalls angehäuft (in physischer Form erworben). Indien gilt als Weltmeister in der Anhäufung von Gold - mehr als 50.000 Tonnen (die Reserve Bank of India hat fast zwei Größenordnungen weniger). Seit einem Vierteljahrhundert fließt Gold von West nach Ost über die wichtigsten Umschlagplätze (London, Schweiz, Türkei, VAE usw.) mit einer Kapazität von 2.000 bis 3.000 Tonnen pro Jahr. Bleibt das "verabscheuungswürdige Metall" in den Tresoren der westlichen Zentralbanken oder wurde es durch Swaps und Leasing "demonetisiert"? Der Westen wird dies nie sagen, und es wird keine Prüfung von Fort Knox geben.“

Es ist bemerkenswert, dass der Aufsatz nur in russischer Sprache veröffentlicht und damit von den westlichen Medien praktisch unbeachtet blieb.

Glazyev betont:

„In den letzten 20 Jahren hat sich das Volumen des Goldbergbaus in Russland fast verdoppelt, während es sich in den USA fast halbiert hat. Es ist wie beim Uran-Deal (HUU-NOU): Nachdem der reale Reichtum demonetisiert wurde, haben die USA die Kompetenz und das Interesse an der Produktion und Verarbeitung dieser strategischen Ressourcen (Gold, Uran usw.)
verloren - die Druckerpresse kauft, was immer wir wollen.“

Der Goldbergbau, der heute kaum 1 % des BIP ausmacht, könnte (aufgrund des Anstiegs sowohl der Produktion als auch der relativen Ölpreise) durchaus auf 2 bis 3 % des BIP anwachsen und die Grundlage für das rasche Wachstum des gesamten Rohstoffsektors (30 % des BIP) und den Ausgleich des Außenhandels bilden, der immer noch auf der Arroganz der Emittenten "harter" Währungen und den Risiken der Abwertung und der unzureichenden Konvertierbarkeit "weicher" Währungen beruht. In diesem Fall wird Russland aufgrund eines gut organisierten weltweiten "Goldrausches" (und die russische Bevölkerung hat, den Zentralbanken der Welt folgend, ihre Investitionen in Gold bereits um das Vierfache im Vergleich zum Vorjahr erhöht) in der Lage sein, die Goldproduktion (allein aufgrund von drei großen Lagerstätten, die bereits in Betrieb genommen wurden) von 330 Tonnen um das 1,5-fache auf 500 Tonnen zu steigern und auch in diesem strategischen Industriezweig weltweit führend zu werden. "Als Bonus werden wir einen starken Rubel, einen starken Haushalt und, wenn die Strategie der fortgeschrittenen Entwicklung umgesetzt wird, eine starke Wirtschaft bekommen.“

Für Ihre Goldinvestitionen dürfte sich damit eine Aufwertung von aktuellen Preisen um 2.000 US$ auf mindestens 3.000 US$ pro Unze realisieren lassen. Gleichzeitig sollte der Goldbergbau weltweit um Faktor 2-3 an Bedeutung wachsen, was Investitionen in starken Goldminenprojekten und Produzenten natürlich sehr attraktiv erscheinen lässt.

Die technische Ausgangslage für die Goldminen, hat sich über die jüngsten Wochen erheblich verbessert, wie der Verlauf des GDX-ETF zeigt:

Die Einführung einer neuen Welt-Goldwährung, wäre das symbolträchtigste und mit Abstand wichtigste Ereignis, seitdem Nixon und die USA als letzte große Nation im Sommer 1971 den Goldstandard beziehungsweise ihr Eintauschversprechen für US-Dollar in Gold gebrochen haben.

Dieses historische Ereignis beendete den wohl größten Falschspieler-Trick des Jahrtausends, der schleichend im 18. Jahrhundert begonnen hatte, als die Bank of England den europäischen Kontinent nach den napoleanischen Kriegen stabilisieren und dabei sein „modernes Bankenwesen“ etablieren sollte, dem die meisten Staaten bis heute treu blieben.

Ein kurzer Ausflug in die Geschichte: Alles begann 1816 mit der großen Münzprägung, dem „Great Recoinage“ und der Einführung des „Sovereign“, einer Goldmünze mit einem Goldanteil von etwas mehr als einer Viertel Unze Gold. Diese Münze blieb so zusagen bis zum 1. Weltkrieg ein gültiges Zahlungsmittel.

Noch wichtiger, dieses Prägegesetz von 1816 führte das moderne Konzept unseres bis heute bekannten Mindestreserve-Bankwesen ein und legalisierte die Geldschöpfung durch private Banken Diese Regelung führte zu einer noch nie dagewesenen Geldmenge, aber auch zu enormen Schwachstellen im System. Darum wurden mit dem Bankgründungsgesetz von 1844 die geschaffene Geldmenge der Privatbanken strikt begrenzt und eine 100% Deckung durch Gold oder Staatsanleihen verlangte.

Das Bild oben zeigt den Ökonomen Murray Rothbard, der immer wieder betonte, dass der einzelne Mensch frei sein sollte, seinen Geschäften friedlich und ohne Einmischung von irgendjemandem, einschließlich der Regierung, nachzugehen.

Der Artikel - Märkte ohne Grenzen: Eine Biographie von Murray Rothbard – von Jim Powell vom 4. Juli 2000, für die libertäre Internetseite https://www.libertarianism.org/ beschreibt Rothbards Ideale:

Er wandte sich gegen Raub, ob er nun von einem Kriminellen oder einem Steuereintreiber begangen wird. Er räumte ein, dass es viele Probleme gebe, die den privaten Sektor beträfen, aber in der Vergangenheit habe der Staat die Dinge immer nur durch seine Eingriffe in die Freiheit verschlimmert, indem er die Unternehmen und die Menschen unterdrückt habe.

Regierungen seien darauf aus, ihre Macht auszuweiten, und nicht, den Menschen zu dienen. Aus diesem Grund neigen Regierungen, unabhängig davon, welche politische Partei an der Macht ist, dazu, größer zu werden, mehr Gesetze zu erlassen und mehr von dem zu besteuern und auszugeben, was hart arbeitende Menschen produzieren.

Rothbard bestand darauf, dass Politiker und Bürokraten nicht in der Lage sind, die Probleme der freien Märkte zu beheben, da sie unvollkommene Menschen mit begrenztem Wissen sind, die von ihrem eigenen Interesse getrieben werden - und die Macht besitzen, die gesamte Wirtschaft zu stören, wozu selbst die mächtigsten Unternehmensleiter nicht in der Lage sind.“

In seinem Aufsatz: Das Plädoyer für einen echten Gold-Dollar schreibt Rothbard:

„In der Tat hat jeder Nationalstaat seit 1933, und insbesondere seit dem Ende der Goldeinlösung 1971 das uneingeschränkte Recht und die Macht, Papiergeld zu schaffen, das in seinem eigenen geografischen Gebiet als gesetzliches Zahlungsmittel fungiert. Ich behaupte, dass wenn eine Person oder Organisation jemals das Monopolrecht zur Geldschöpfung erhält, dazu neigen wird, dieses Recht bis zum Äußersten zu nutzen. Der Grund dafür ist einfach: Jeder oder jede Gruppe, die befugt ist, Geld praktisch aus dem Nichts herzustellen, wird von diesem Recht Gebrauch machen, und zwar mit großem Eifer. Denn die Macht, Geld zu schaffen, ist in der Tat ein berauschendes und profitables Privileg.“

Rothbard zeichnete in vielen Schriften weiter die intellektuelle Geschichte der natürlichen Rechte und der wirtschaftlichen Freiheit vom alten China bis zum Europa des frühen 19. Jahrhunderts nach. Zu seinen Lieblingsdenkern gehörten Lao-Tzu, Chrysippus, Marcus Tullius Cicero, Francisco Suarez, Jacques Turgot, Jean-Baptiste Say und Frederic Bastiat.

Jener Frederic Bastiat kletterte in jungen Jahren eine unglaublich steile Wissensleiter empor, denn er starb schon im Alter von 49 Jahren. Legendär sind seine Streitschriften, die er sich mit Vertretern des Marxismus lieferte.

Das bekannteste Werk von Frederic Bastiat ist der 74-seitige Aufsatz, "Das Gesetz". Dieses Werk wurde kurz vor Bastiats Tod im Jahr 1850 veröffentlicht.

Dieser Aufsatz, den ich Ihnen auf deutscher Sprache verlinkt habe und sich bestens für eine Sommerlektüre am Strand eignet, ist eine Widerlegung von Karl Marx' Kommunistischem Manifest, das zwei Jahre zuvor veröffentlicht worden war.

Hätten die Menschen besser auf Bastiat gehört, statt ihn bis heute zu vergessen, wären ihnen vermutlich Abermillionen Tote durch Hunger und Gewalt im 19. und 20. Jahrhundert erspart worden.

Bastiat schrieb in "Das Gesetz", dass jeder Mensch ein natürliches, von Gott gegebenes Recht hat, seine Person, seine Freiheit und sein Eigentum zu verteidigen, und dass das Gesetz die natürlichen Rechte jedes Einzelnen schützen und erhalten sollte.

Auch die Zeitung die Welt beschreibt Bastiat im positiven Sinne als einen Querdenker:

„Wahr ist, dass weniger der Freihandel als der Agrarprotektionismus mit einhergehenden verteuerten Lebensmittelpreisen zur massenhaften Verarmung im 19. Jahrhundert beitrug. Und der diente nur den Interessen einiger Großgrundbesitzer, die Bastiat ebenso brandmarkte wie den Kolonialismus. Protektionismus bedeute immer Gewalt und Raub, meinte Bastiat. Er setzte vielmehr auf Wachstum und die Genossenschaften bei der Fürsorge für die Armen.“  

Besonders zutreffend beschreibt Bastiat den Staat mit dem Zitat:

„Der Staat ist eine große Fiktion, in der jedermann auf Kosten von jedermann zu leben versucht."

Machen wir nun einen kurzen Zeitsprung in das Jahr 2020. Die meisten Bürger haben in den Medien praktisch nichts darüber erfahren, dass der US-Notenbankausschuss am 15. März 2020 die Mindestresenanforderungen mit Wirkung vom 26. März 2020 auf null Prozent senkte. Seit dieser geradezu absurden Maßnahme entfällt die Pflicht für private Banken anstandshalber einige Reservenüberschüsse zu halten.

Die EZB wendet einen einheitlichen positiven Mindestreservesatz an, der seit dem 18. Januar 2012 bei 1 % liegt, nachdem er am 1. Januar 1999 auf 2 % gesenkt worden war.

Sie sehen also schon, wie das in den meisten Schul-Lehrbüchern oft verwendete Anschauungsbeispiel für Mindestreserven und den daraus entstehenden Geldschöpfungsmechanismus, bei dem typischerweise eine 10% Reservenhöhe erklärt wird, längst überholt ist.

Seit spätestens 20 Jahren tendieren die Mindestreservesätze in den westlichen Industriestaaten (G7) einheitlich Richtung Null-Linie und führen zu einem noch nie zuvor in der Historie dagewesenen Multiplikator-Effekt.

Bei einer Reserve von 10%, können 90% der Einlagen ausgeliehen werden, beim Satz von 1% sind es 99%. Der Multiplikator wächst somit von 10 auf 100 und besagt, dass pro 1 € Bankguthaben 100 € Kredite geschaffen werden können.

Während eines Kreditbooms müssen also immer weniger Reserven vorgehalten werden, während die Zentralbanken in einer Kontraktionsphase, wie zurzeit, sehr schnell einschreiten müssen, um dem privaten Bankensektor ihre „faulen Kredite“ abzunehmen.

Aktuell ist das besonders am Beispiel deutlich, das die bei den Zentralbanken aufgenommenen Liquiditätshilfen aufzeigt, die stets mit Staatsanleihen besichert werden, die bis zum Endfälligkeitstermin gehalten werden und zu 100% beleihungsfähig sind, obwohl ihr Marktwert aufgrund der höheren Zinsen längst deutlich niedriger liegt.

Es werden also Papiere als werthaltig verbucht, deren Wert allein schon durch die Inflationsrate aufgefressen wird und dem kein entsprechend höherer „Zins-Kupon“ gegenübersteht, der für einen Inflationsausgleich sorgen könnte.

Viele historisch bewanderte Bankkunden – darunter vor allem Institutionelle Anleger, zu denen auch Zentralbanken der BRICS gehören – haben im Gegensatz zum „Privatkunden und Sparer“, diesen Systemfehler und die immensen Risiken des Mindestreservesystems längst erkannt und investieren lieber in Alternativen, wie Edelmetalle, Rohstoffe oder schichten in Lokalwährungen um, in Länder die außer Zinsen noch ein gesundes Mindestreservesystem besitzen.

Tatsächlich gibt es nämlich noch Ausnahmen, wie Sie an den Reservesätzen sehen können, die der Datenanbieter CEIC verfolgt:

So weist Brasilien, mit 21%
Mindestreservensatz (MRR) noch immer immens hohe Reservenquoten aus, obwohl man diese mit der Pandemie von 45% senkte. Selbst China besitzt noch immer einen durchschnittlichen MRR von 7,6%, wobei China einen großen Unterschied macht, zwischen den sicheren Staatsbanken einerseits, die immer noch 5% und damit fünfmal mehr Reserven vorhalten müssen als EU-Banken und andererseits, den Privatbanken, die bis zu 10% Reserven halten. Sogar Südkorea – das sich vermutlich noch ihrer großen Probleme seit der Finanzkrise Ende der 90er Jahre erinnert – leistet sich mit 7% einen für Industrieländer vergleichbar hohen MRR.

Ich würde nicht so weit gehen und jedes Land mit einem hohen MRR als sicheres Land für Ihre Bankguthaben zu bezeichnen. Es kommt sicher auch noch auf die Kreditqualität der Volkswirtschaft an. Es sollte Ihnen trotzdem bewusstwerden, dass die EU und USA mit einem überhitzten Immobilienmarkt kämpfen und immer mehr Investitionskredite, mit dem primären Ziel zur Förderung von alternativen Energien ausgeben. In Zukunft werden diese Kreditvolumen wesentlich geringere Realzinsen erwirtschaften. So liegt der errechnete Zinsfuß (IRR) eines Solar- oder Windkraftwerkprojekts – das nach 10 Jahren so fehleranfällig wird, dass man die Anlagen ersetzen muss, was auch aus Umweltaspekten sehr fragwürdig scheint – lediglich bei 6-8%, gegenüber 15% bei Gaskraftwerken liegen. Mit der Folge, dass sich die Nettoerträge halbieren, während die Investitionskosten und Energiepreise – die eine Belastung für die Gesamtwirtschaft darstellt – im Verhältnis deutlich steigen.

Aktuelle Datenerhebungen zeigen, dass aus Deutschland im vergangenen Jahr netto mehr als 100 Milliarden Euro abgeflossen sind. Ein Armutszeugnis einer sterbenden Industrie- und Exportnation.

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Die Gefahr des Ausbruchs eines 3. Weltkriegs ist real! https://cambridge-club.com/die-gefahr-des-ausbruchs-eines-3-weltkriegs-ist-real/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=die-gefahr-des-ausbruchs-eines-3-weltkriegs-ist-real Sat, 08 Jul 2023 08:18:25 +0000 https://cambridge-club.com/?p=1736 Aus aktuellem Anlass möchte ich einmal die Geopolitik eingehen und welche Auswirkungen diese auf meine Anlagestrategie haben könnte. Die Befürchtungen, dass ein von Russland besetzter Kernreaktor in der Südukraine das Ziel neuer Angriffe sein könnte, haben sich verstärkt, da sich Kiew und Moskau wegen der Gefahr eines radiologischen Zwischenfalls heftige Wortgefechte lieferten. Der ukrainische Präsident […]

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Aus aktuellem Anlass möchte ich einmal die Geopolitik eingehen und welche Auswirkungen diese auf meine Anlagestrategie haben könnte. Die Befürchtungen, dass ein von Russland besetzter Kernreaktor in der Südukraine das Ziel neuer Angriffe sein könnte, haben sich verstärkt, da sich Kiew und Moskau wegen der Gefahr eines radiologischen Zwischenfalls heftige Wortgefechte lieferten.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelenskij bekräftigte über Nacht seine Warnung, dass Russland möglicherweise Sabotageakte gegen das Kernkraftwerk Saporischschja plane, das seit Beginn des Krieges von Moskaus Truppen besetzt ist.

Zelenskij zitiert angebliche Geheimdienstberichte, wonach der Reaktor bereits mit „Sprengkörpern“ versehen wurde.

Doch diese Information scheint zurzeit sehr zweifelhaft und gehören wohl eher ins Märchenreich der ukrainischen Propaganda, die seit Kriegsausbruch teils absurde Züge zeigt und bisher unkritisch von unseren Medien übernommen wurde.

Glaubhafter scheinen da die offiziellen Inspektoren der Internationalen Atomenergie-Organisation der Vereinten Nationen (IAEO). Diese haben nach eigenen Angaben keine Hinweise auf Antipersonenminen auf dem Gelände der Anlage gefunden, die die Reaktorsicherheit gefährden könnten. Ein Sprecher der IAEA sagte, dass die Beobachter der Anlage die Situation weiter beobachten. 

Heute scheinen die „moralischen Fingerzeig-Apostel“ nicht mehr willens auch nur ein Mindestmaß an Dialogbereitschaft mit Moskau offen zu halten, obwohl über ein Jahr auf dem Schlachtfeld die Realitäten zeigen, in denen tausende Soldaten auf beiden Seiten fallen, ohne signifikante Erfolge an der Front vorzuweisen.

Der russische Botschafter Anatoli Antonow kritisierte die eingangs angesprochene US-Resolution, die obwohl sie schon seit über einer Woche bekannt ist noch gar nicht in deutschen Medien thematisiert wurde – im Magazin Newsweek und warnte, dass diese nicht nur eine weitere verrückte Initiative von russophilen US-Senatoren sei:

„Sie ist ein Beispiel für diejenigen, die wirklich den Kurs auf einen direkten globalen Konflikt zwischen Russland und den NATO-Ländern unter Führung der Vereinigten Staaten verfolgen“.

Was ich Ihnen eingangs über die Gefahr des Ausbruchs eines 3. Weltkriegs geschrieben habe, meine ich ernst. Bisher hielt ich es aus Anlegersicht für sinnvoll solche kaum berechenbaren Risiken zu verdrängen. Haben wir nicht auch die Zeit des kalten Krieges überlebt, in dem wir uns augenscheinlich mehrmals nur noch wenige Minuten vor der totalen atomaren Eskalation befunden haben?

Tatsächlich muss ich aber auch festhalten, dass die schwierigste Phase des kalten Krieges zwischen den Westmächten und der Sowjetunion immerhin von gegenseitigem Respekt und einer aufrechtgehaltenen Diplomatie beruhte. Zeitzeuge von damals ist der ehemalige US-Botschafter für die Sowjetunion, Jack F. Matlock, Jr., der sein Amt 1987 antrat und heute zu einem der größten Befürworter eines Friedens mit Russland zählt. Er ließ die Ereignisse seit damals Revue passieren und legte seine Ansichten im April bei der Princeton Friedensinitiative dar: Distorted Visions – How we ended the Cold War but lost the Peace. Die Tatsache, dass dieses Video bei Youtube lediglich rund 100 Aufrufe verzeichnete, zeigt die Ignoranz gegenüber Verständigungen und ist in meinen Augen eine gefährliche Entwicklung.

So betonte Matlock in einem Artikel im Herbst 2022:

„Der Krieg hätte verhindert werden, wenn die Ukraine bereit gewesen wäre, sich an das Minsker Abkommen zu halten, den Donbas als autonome Einheit innerhalb der Ukraine anzuerkennen, auf NATO-Militärberater zu verzichten und sich zu verpflichten, nicht der NATO beizutreten. Doch was noch im Januar 2022 möglich war, ist jetzt möglicherweise nicht mehr möglich. Die russische Annexion weiterer Gebiete erhöht den Einsatz. Doch je länger der Krieg andauert, desto schwieriger wird es sein, die völlige Zerstörung der Ukraine zu verhindern.“

Mir fällt es extrem schwer, das Risiko für den Ausbruch eines 3. Weltkriegs oder einer Konfrontation von NATO-Truppen mit Russland zu bewerten. Ich muss allerdings auch positiv hervorheben, dass eine solche praktisch kaum vorstellbare Eskalation, die höchste Stufe dieses Konflikts darstellen würde. Im Umkehrschluss würde das bedeuten, dass die Finanzmärkte zwar möglicherweise von einem extremen „Schock-Effekt“ heimgesucht würden, aber auch darauffolgend ein signifikantes Tief und eine „historische Kaufchance“ ausbilden würden.

Panik ist an den Börsen zwar meistens der falsche Ratgeber, trotzdem rate ich Ihnen sich dennoch mit den Konsequenzen zu befassen, die ein plötzlich Ausbruch des 3. Weltkriegs mit sich brächte, der immer stärker vorgezeichnet zu sein.

Am Tag nach der Katastrophe in völliger Panik sämtliche Aktien zu verkaufen, erscheint mir jedoch auch kein guter Ratschlag.

Selbst der für Europa katastrophale Ausbruch des 1. Weltkriegs brachte 1914 nur einen kurzfristigen Einbruch der Börsenkurse in New York um -35%, bevor sie sich zwei Jahre später wieder verdoppelt hatten (Quelle: Wie die Finanzmärkte auf den Ersten Weltkrieg reagierten - in fünf Diagrammen):

„Eine der auffälligsten Auswirkungen des Krieges auf das Anlageuniversum war das enorme Angebot an Staatsschulden, das er den Märkten bescherte. Zwischen 1913 und 1920 stieg die Staatsverschuldung des Vereinigten Königreichs um das Zehnfache, die der USA um das Achtfache.“

Behalten Sie einfach im Hinterkopf: Wenn die Wahrscheinlichkeit für dieses Ereignis bei vielleicht 20% anzusetzen wäre – dürfte eine Liquiditätsquote oder Edelmetallquote von 20-30% ausreichen, um die schlimmsten Konsequenzen für Ihr Depot abzufedern.

Zudem glaube ich, dass die höchste Eskalationsstufe nur maximal wenige Monate anhalten könnte, bevor Friedensgespräche gefordert würden.

Die Weltwirtschaft ist viel zu stark vernetzt und die Unterstützung für die Ukraine viel zu schwach, um einen länger anhaltenden Krieg auf europäischen Boden durchstehen zu können.

Ich plädiere darum zu folgendem Stufenplan:

  • Behalten Sie alle Edelmetalle mit mindestens 20-25% Anteil im Depot oder bauen Sie weitere Edelmetallreserven auf.  Bricht der 3. Weltkrieg aus, dürfte das unglaubliche Schwankungen an den Devisen- und Anleihenmärkten hervorrufen. Eine Schuldenexplosion und ein weiterer Anstieg der Inflation, wäre die direkte Folge. Das bedeutet: Je mehr Edelmetall Sie in dieser Phase halten, desto besser schneiden Sie ab. Im Extremfall können Anleger ihre strategische Gewichtung der reinen Edelmetalle sogar in Richtung 50-70% erhöhen. Allerdings würde ich davor noch auf entsprechende Auslöser warten und die Situation tagesaktuell prüfen.
  • Nutzen Sie die Kursschwankungen und bauen Sie einige profitable Aktien-Engagements möglichst vor dem Ausbruch eines Konflikts etwas ab, um Liquidität zu halten (Zielgröße: 25-35%) – Diese Liquidität würde ich nutzen, um sie in  der frühen Phase eines Kurseinbruchs schnell wieder für Aktienkäufe einzusetzen: Das Gegengewicht zu Gold und Silber bleiben natürlich Aktien. Langfristig erwirtschaften diese weiter Erträge und schütten teils heute sehr attraktive Dividenden aus. Ein Krieg ist zumindest für die Bergbau- und Energiekonzerne weit weg und langfristig sogar eher „gut für das Geschäft“ mit Basisgütern und Rohstoffen.

Beachten Sie: Im Falle eines Kriegsausbruchs dürfte es zu temporären Börsenschließungen kommen.

  • Erwägen Sie darum auch Ihre Spekulationsgeschäfte – die über das vertretbare Maß Ihres Vermögensaufbaustrategie hinaus gehen – vorübergehend aufzulösen. Mein Rat: Halten Sie allerhöchstens 5-10% Ihres Depots in „Spekulationslisten-Werten“:

Bereits heute ist die Liquidität für Risiko-Anlagen sehr gering und selbst im Technologiesektor fokussiert sich der anscheinend nie endend wollene Geldfluss auf äußerst wenige Titel, während die Masse am Boden liegt, neue Börsengänge (IPO-Tätigkeit) praktisch zum Erliegen kam und frische Finanzierungsrunden (Privatplatzierungen) kaum noch auf Interesse stoßen. Ein unerwarteter Kriegsausbruch würde tatsächlich dafür sorgen, dass kurzzeitig praktisch die ganze Nachfrage nach Risiko-Anlagen zusammenbricht. Die Kurse wären dann in vielen Fällen nahe an der Null-Linie. Möglicherweise ergeben sich daraus wieder starke Rebound-Chancen, wobei ich das Liquiditätsniveau mit in die Kursbildung einbeziehen würde. Es könnte sein, dass der Unternehmenswert (Enterprise Value EV = Marktkapitalisierung – Schulden + Liquidität) dabei in Richtung Null oder sogar negativ wird.  Die Fallhöhe einiger kanadischer und australischer Spekulationen erscheint mir aus diesem Blickwinkel noch sehr hoch.

Daher habe ich in der aktuellen Ausgabe „Rohstoff-Club 27/2023“ für alle Clubmitgliedern & Abonnenten der exklusiven Dienste eine wichtige NEUORDNUNG DER SPEKULATIONSLISTE“ erarbeitet und vorgestellt.

Ebenso geht es in der aktuellen Ausgabe auch um das wichtige Thema: „Heißes Investment im Meer – Investieren in Fischzucht- & Aquakulturen“

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Beflügelt neue BRICS-Währung den Goldpreis? https://cambridge-club.com/befluegelt-neue-brics-waehrung-den-goldpreis/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=befluegelt-neue-brics-waehrung-den-goldpreis Sun, 02 Jul 2023 11:39:50 +0000 https://cambridge-club.com/?p=1689 In den letzten zwei Jahren konnten Gold & Minenaktien nicht so stark von den vorherrschenden Lieferketten-Problemen und den Inflationsschüben profitieren, wie Rohstoff-Werte aus dem Energie- und Industriesektor. Allerdings werden viele Diskussionen, zur Neuordnung der Warenströme und Währungen innerhalb des BRICS+ Staatenverbunds, erst jetzt diskutiert und werden nach meiner Überzeugung für den Dollar- und Euroraum zu […]

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In den letzten zwei Jahren konnten Gold & Minenaktien nicht so stark von den vorherrschenden Lieferketten-Problemen und den Inflationsschüben profitieren, wie Rohstoff-Werte aus dem Energie- und Industriesektor. Allerdings werden viele Diskussionen, zur Neuordnung der Warenströme und Währungen innerhalb des BRICS+ Staatenverbunds, erst jetzt diskutiert und werden nach meiner Überzeugung für den Dollar- und Euroraum zu sehr erheblichen, zumeist negativen Konsequenzen führen.

Die neue BRIC-Währung könnte dem Goldpreis bis Herbst Flügel verleihen

Wie Forbes in seiner jüngsten Ausgabe schreibt:

„Im August 2023 wird Südafrika Gastgeber für die Staats- und Regierungschefs Brasiliens, Russlands, Indiens, Chinas und Südafrikas sein - eine Gruppe von Nationen, die unter dem Akronym BRICS bekannt ist. Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Schaffung einer neuen gemeinsamen BRICS-Währung.

Der BRICS-Gipfel findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem sich die Länder in der ganzen Welt mit einer sich verändernden geopolitischen Landschaft konfrontiert sehen, die die traditionelle Vorherrschaft des Westens in Frage stellt. Und während die BRICS-Länder seit über einem Jahrzehnt versuchen, ihre Abhängigkeit vom Dollar zu verringern, haben die westlichen Sanktionen gegen Russland nach dessen Einmarsch in der Ukraine diesen Prozess beschleunigt.

Unterdessen haben steigende Zinsen und die jüngste Schuldenkrise in den USA bei anderen Ländern die Besorgnis über ihre auf Dollar lautenden Schulden und den Untergang des Dollars geweckt, sollte die weltweit führende Volkswirtschaft ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen.“

Zwar zweifelt der Forbes-Redakteur weiterhin an einer erfolgreichen Etablierung einer neuen BRICS-Währung gegenüber dem US-Dollar, allerdings muss er dennoch zugeben, dass die neuen Staaten energischer als je zuvor an der Ablösung vom US-Dollar und westlichen Zahlungssystemen arbeiten – wie ich es auch in der Ausgabe 25/2023 mit dem Hinweis auf das CIPS Zahlungssystem zeigte.

Die BRICS-Länder verfügen laut Forbes über ein riesiges Netzwerk miteinander verbundener Mechanismen, die Regierungsbeamte, Unternehmen, Wissenschaftler, Denkfabriken und andere Interessengruppen länderübergreifend miteinander verbinden.

Was verbirgt sich hinter der WOKE-Bewegung

Wobei der im Westen angebrochene „Werteverfall“ mit Sicherheit einer der größten Verbindungselemente darstellt, der die BRICS in ihrem traditionellen Verständnis eint.

In diesem Zusammenhang scheint mir ein Hinweis auf die im Westen völlig gegen die Grundsätze von Traditionen und Familienwerten von oben herab und gegen die Bevölkerungsmehrheiten angezettelte WOKE Bewegung angemessen.

Ich muss gestehen, dass ich bisher gar nicht wusste, was der sperrige Begriff „Woke“ eigentlich bedeuten soll. Außer, dass ich mich schon mehrfach über Medien aufregte, die mit dieser widernatürlichen Bewegung sympathisieren, ohne die wahren Hintergründe zu beleuchten.

Wikipedia schreibt dazu:

„Woke [woʊk] (englisch für erwacht, wach) ist ein im afroamerikanischen Englisch in den 1930er Jahren entstandener Ausdruck, der ein „erwachtes“ Bewusstsein für mangelnde soziale Gerechtigkeit und Rassismus beschreibt.“

Wobei es längst nicht beim Bewusstsein bleibt, tatsächlich gibt es eine Reihe von Programmen, die für einen Ausgleich sorgen wollen, indem sie das Ziel verfolgen den westlichen Wohlstand zu vernichten und damit die Vorherrschaft des „weissen Mannes“ zu brechen.

Tatsächlich schließen sich immer mehr Unternehmen und Verbände dieser Bewegung an, die im Kern eher als eine zentralistisch-kommunistische Struktur gesehen werden kann.

Die britische Zeitung Express titelte:

Sie sollten wissen: Im Jahr 2022 flossen mehr als 109 Milliarden Britische Pfund in den "Woke-Kapitalismus" und wurde in globale Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungsprojekte (ESG) investiert.

„Experten warnen: "Wokeismus im Westen hilft China, die globale Führung zu übernehmen“

Tatsächlich reist Chinas Präsident Xi schon seit Monaten rund um die Welt und sagt immer wieder:

„Im Gegensatz zum Westen werden wir euch nicht vorschreiben, was ihr zu tun habt".

China-Experte Dean Cheng, früher bei der Heritage Foundation, weist darauf hin:

„Der westliche "Wokeismus" ist eine absolute Katastrophe, wenn es um realistische Diplomatie gegenüber einem Land wie China geht. Der Westen hat in der Vergangenheit zu Hause und im Ausland schlimme Dinge getan, aber der Wokeismus sagt, dass ihm niemals vergeben werden kann.“

Die mit Abstand beste Analyse lieferte mir mein guter Bekannter Dr. Marc Faber in seiner jüngsten Ausgabe des Gloom Boom Doom Reports. Er verlinkt darin einen sehr guten Artikel über „What and Why is Woke“ des Brownstone Instituts, der eine Erklärung liefert, was „Woke“ bedeutet und legt die Fehler und Absurdität dieser Idee schonungslos offen.

Der führende Autor dieser Abhandlung ist Paul Frijters, Professor für Wellbeing Economics in der Abteilung für Sozialpolitik an der London School of Economics, UK. Er ist spezialisiert auf angewandte Mikroökonometrie, einschließlich Arbeits-, Glücks- und Gesundheitsökonomie, und Co-Autor des Buchs „The Great Covid Panic“.

Auf den Punkt gebracht schreiben die Autoren, dass „Woke“ ein

„steriler Todeskult von unproduktiven, weinerlichen Kindern ist, die sich bei einem Überfall auf die Erwachsenen, die sie zu ersetzen hoffen, gegenseitig finden".

So schreiben die drei Autoren für das Brownstone Institute:

„Wir beginnen mit einer Liste von Einstellungselementen, die nach Ansicht der meisten Menschen zum Wokesein gehören sollten. Dabei haben wir die Qual der Wahl, denn es gibt ein ganzes Sammelsurium an Beispielen aus dem persönlichen, politischen und unternehmerischen Bereich, aus denen wir die Kernelemente herausfiltern können.

Hier sind unsere fünf wichtigsten:

Identitätsdiebstahl. Das beste Beispiel dafür ist die Aneignung des Geschlechts, bei der jeder, der sagt oder glaubt, eine Frau zu sein, tatsächlich eine Frau ist und von anderen auch so behandelt werden muss, auch unter Androhung sozialer Missbilligung und sogar gesetzlicher Strafen. Es fehlt der Respekt vor früheren Identitäten.

Illiberalität. Die "Woke"-Perspektive zeichnet sich in vielen Bereichen dadurch aus, dass sie den Glauben an öffentliche Debatten und den Wert unterschiedlicher Standpunkte aufgibt, bis hin zur Bereitschaft, in öffentliche Räume einzudringen und diese zu sabotieren, in denen solche Debatten und Standpunkte geführt werden.

Abschaffungskultur (Cancel-Culture). Der Imperativ der Abschaffung der Kultur zeigt sich in der Zerstörung von Symbolen und Ritualen der ehemals vorherrschenden westlichen Kultur: das Fällen von Denkmälern, die Verunstaltung von Kunstwerken, die Negierung traditioneller Feiertage, die Nutzung von Störungen und Chaos, um auf die Ursachen aufmerksam zu machen, und die Angriffe auf die Karrieren derjenigen, die die bestehende Kultur verteidigen.

Opferrolle. Woke setzt in der Öffentlichkeit vor allem auf Hilflosigkeit und Opferrolle, vorzugsweise die Opferrolle, die sich aus wahrgenommenen Ungerechtigkeiten durch die traditionelle westliche Kultur ergibt.

Alarmismus. Woke propagiert die Idee des Zusammenbruchs der Zivilisation aufgrund von durch den Menschen verursachten Bedrohungen (wie Klima, Viren oder die chinesische Regierung) und führt immer neue Totems ein, die angeblich diesen Zusammenbruch abwenden sollen.“

Die primären Aktivitäten der "Woke"-Bewegung können laut dieser Abhandlung von Professor Frijeters und seinen Kollegen „kollektiv als ein territorialer Überfall betrachtet werden: eine Übernahme der kulturellen und wirtschaftlichen Räume, die zuvor von anderen Gruppen und Kulturen besetzt waren. Dies ist ein historisch gesehen normaler Vorgang in Zeiten von Turbulenzen, wenn opportunistische Gruppen die Unruhe in der Bevölkerung ausnutzen, um Privilegien an sich zu reißen und die bestehende Kultur zu untergraben. In diesem Sinne ist das Phänomen des "Woke" nur eine Erweiterung anderer, recht junger Überfälle im Westen.“

Mit anderen Worten, möchte ich abschließend sagen, dass die „Woke“ Bewegung vor allem das Ziel verfolgt bestehende Werte durch neue „Unwerte“ zu ersetzen. Ähnlich wie auch andere Bewegungen, wie die Moderne Geldtheorie (MMT), auf die ich schon mehrfach eingegangen bin, versucht, die Schwächen eines Geldsystems auszunutzen und als Vorteile zu verkaufen.

Dass ein solches Wertesystem von der Mehrheit der Menschen abgelehnt wird, ist kaum verwunderlich.

Insofern dürfte die Schaffung der neuen BRICS-Währung ein ganz natürlicher Abwehrmechanismus sein, mit dem sich die bevölkerungsreichsten Länder der Welt, vom vordiktierten „neuen Wertesystems“ des Westens abkoppeln werden.

Forbes schließt seine Abhandlung mit den Worten:

„Eine neue Weltwirtschaftsordnung wird nicht über Nacht aus einer neuen BRICS-Währung oder einer Entdollarisierung entstehen. Aber sie kann möglicherweise aus der Verpflichtung der BRICS entstehen, ihre Politik zu koordinieren und zu innovieren - etwas, das diese Währungsinitiative darstellt.“

Meine Meinung: „Get woke, go broke“

Ich möchte nicht betonen müssen, dass ich grundsätzlich nie einen Menschen wegen seiner Rasse, Hautfarbe, Geschlecht oder sexuellen Neigungen beurteilen würde. Darum ist die „Einimpfung“ von universellen Schuldgefühlen und Überhöhung von Minderheiten als „bessere Menschen“, wie es die „Woke“ Bewegung versucht, das denkbar schlechteste Mittel um zu überzeugen, sondern nur ein weiteres Instrument um die Masse so zu manipulieren, dass sie für alle Kosten des wirtschaftlichen Neuanfangs (Great Reset) aufkommt, während die „Reichen“ weiterhin in ihren Privatjets herumfliegen und jüngst sogar einen neuen Helikopter-Service für Europa eröffnet haben. Wie der Privatfluganbieter Flexjet mitteilte, erwartet er für europäische Hubschrauberflüge eine starke Nachfrage von ultrareichen Kunden.  

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